
(djd). Regeln können dabei helfen, das Leben sicherer zu machen. Die Einführung der Gurtpflicht im Auto zählt ebenso dazu wie die Pflicht, Wohngebäude mit Rauchwarnmeldern auszustatten. Ende der 1990er-Jahre verfügten hierzulande nur wenige Prozent der Haushalte über diese Warngeräte, während Länder wie Großbritannien oder die USA bereits auf Ausstattungsquoten von über 80 Prozent kamen. Das änderte sich erst, nachdem alle 16 Bundesländer nach und nach entsprechende Regelungen in den Landesbauordnungen erließen.
Hunderte Menschenleben gerettet
Doch was bringen derartige Pflichten wirklich? Mit dieser Frage beschäftigt sich der bei Hekatron beschäftigte Risikoforscher und Privatdozent Dr. Sebastian Festag in Form von sogenannten risikologischen Wirksamkeitsanalysen. Er kommt zu dem Ergebnis: „Durch die Rauchwarnmelderpflicht wurden zahlreiche Menschenleben gerettet, statistischen Gesichtspunkten zufolge bereits über 500.“ Seitdem die Pflicht nicht nur für Neubauten, sondern auch für den Wohnungsbestand galt, wurde der positive Effekt noch deutlicher.
Inzwischen rückt ein weiteres Thema in die Aufmerksamkeit: die Luftqualität in Innenräumen. So bieten CO-Melder gesundheitlichen Schutz, indem sie vor Kohlenmonoxid-Vergiftungen warnen. Auch hier zeigt sich, dass Risiken oft unsichtbar sind und erst durch geeignete Sensoren greifbar werden. Ohnehin sei die Risikokompetenz in der Bevölkerung noch verbesserungsfähig, erklärt Dr. Festag weiter: „Vielen Menschen fällt es schwer, Wahrscheinlichkeiten richtig einzuschätzen. Gesetzliche Maßnahmen können das Bewusstsein für Gefahren schärfen. So ist ein wichtiger Erfolg der Rauchwarnmelderpflicht der, dass die Sensibilität für Brandgefahren gestiegen ist.“
Hoher Schutz bei wenig Aufwand
Die Wirksamkeit einer Maßnahme hängt auch vom Verhältnis von Aufwand und Nutzen ab. Auch in dieser Hinsicht sind Rauchwarnmelder ein Beispiel für hohe Wirksamkeit. Im Schnitt benötigt ein Haushalt drei bis vier Rauchwarnmelder. Hochwertige Modelle mit dem Q-Label, das für Qualität steht, weisen dank fest verbauter Langzeitbatterie eine Laufzeit von typischerweise zehn Jahren auf. Im Falle des Stiftung Warentest Siegermodells Genius von Hekatron entspricht das Kosten von circa 2,50 Euro pro Jahr. „Ein geringer Betrag für ein messbares Mehr an Sicherheit“, erklärt der Risikoforscher. Doch auch der Mensch ist mit einem gewissen Maß an Risikokompetenz gefragt: Dazu gehört es etwa, nach zehn Jahren die Rauchwarnmelder zu erneuern. Dr. Sebastian Festag: „Risikobewusstsein bedeutet nicht, nur noch ängstlich durch die Welt zu gehen, sondern Gefahren richtig einschätzen und entsprechend handeln zu können.“
Foto: djd/Hekatron
Lebensretter im Haushalt
So schätzt ein Risikoforscher die Rauchmelderpflicht und ihre Wirksamkeit ein
Veröffentlicht am: 16.01.2026
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