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Meditationswege im Blauen Land

Achtsam Natur, Stille und Kunst rund um Murnau erleben



Weltexpresso. Im Süden Bayerns, wo sich das Voralpenland sanft wellt und der Blick auf die Gipfel der Ammergauer Alpen frei wird, liegt das Blaue Land – eine Landschaft wie gemalt.

Kein Wunder, dass sie Künstler wie Wassily Kandinsky und Gabriele Münter einst magisch anzog. Heute laden Meditationswege im Blauen Land dazu ein, diese einzigartige Region mit Körper, Geist und Seele zu erwandern. Sie führen vorbei an stillen Kapellen, beeindruckenden Ausblicken, kulturellen Schätzen und spirituellen Kraftorten.



Empfehlenswert für Wanderungen auf den Meditationswegen sind mindestens drei Tage und der ideale Ausgangsort ist Murnau - ein lebendiger Ort mit schönen historischen Fassaden und einer tiefen Verbindung zur Kunst. Hier lebte ab 1909 das Künstlerpaar Gabriele Münter und Wassily Kandinsky, die mit ihrer expressionistischen Farbgewalt die Kunstwelt bewegten. Das Münter-Haus mit seinem idyllischen Garten erinnert heute als Museum an diese Schaffenszeit, in der auch der „Blaue Reiter“ entstand – eine Bewegung, die ebenso spirituell wie ästhetisch geprägt war. Das Spiel der Farben, das sie einst malten, lebt heute in der Natur rund um den Staffelsee weiter.

Von Murnau über Bad Kohlgrub, einem Kurort mit Blick auf das Ammertal, führt der Weg auf den Sprittelsberg, einen stillen Ort mit weitem Ausblick und einer kleinen Bank zum Verweilen. Weiter geht es über idyllische Wiesen und schattige Waldpfade zur Kapelle Ähndl, einem besonderen Kraftort. Von hier bietet sich ein Panorama auf das Wettersteingebirge und die Zugspitze. Der letzte Abschnitt führt zur Lourdesgrotte, einem versteckten Ort der Einkehr, bevor man nach rund fünf Stunden Gehzeit wieder in Murnau ankommt – erfüllt vom achtsamen Erleben der Natur und innerer Ruhe.



Am nächsten Tag geht es von Murnau hinab zum Achele, einem kleinen Seitenarm des Staffelsees. Hier wartet ein besonderes Erlebnis: eine Bootsfahrt nach Uffing – ruhig gleitend mit Spiegelungen von Himmel und Alpen im Wasser. In Uffing angekommen beginnt der Rundweg Schöffau, der durch Moore, Wiesen und lichte Wälder führt. Kleine Tafeln laden zur Achtsamkeit ein. Die meditativen Stationen fordern nicht zur Anstrengung, sondern zur inneren Sammlung auf. Am Nachmittag bringt ein weiteres Boot die Wandernden nach Seehausen, einem charmanten Ort mit Blick auf die Insel Wörth. Von dort geht es mit dem Zug oder zu Fuß zurück nach Murnau – je nach Zeit und Energie.



Am letzten Tag startet die Etappe wiederum in Murnau und führt zur Maria-Hilf-Kirche auf einer Anhöhe – ein barockes Kleinod mit Blick auf das Murnauer Moos. Der Weg führt weiter zu den Vier Linden, einer markanten Wegkreuzung mit jahrhundertealten Bäumen, bevor das Bauerndorf Froschhausen erreicht wird. Dort steht die Mesnerhauskapelle, ein eindrucksvoller Ort der Stille. Anschließend führt der Weg entlang des Moosrands zur alten Höhlmühle, die einst die Region mit Mehl versorgte und heute ein ruhiger Rastplatz ist.

Zurück in Murnau endet die Wanderung – vielleicht nicht nur geografisch, sondern auch innerlich. Die Meditationswege sind keine klassischen Wanderwege. Sie verlangen keine Höchstleistungen, sondern Achtsamkeit. Somit führen sie nicht nur durch das Blaue Land, sondern auch in die Tiefe des eigenen Erlebens. Die Wege sind gut ausgeschildert und können in beliebigen Etappen gegangen werden. Wer möchte, kann sich auch in einer Gruppe mit einem erfahrenen Wanderführer, der unterwegs Achtsamkeitsübungen anleitet, auf den Weg machen.



Besonders schön ist es im Frühjahr und Herbst, dann zeigt sich die Region von ihrer farbenprächtigsten Seite.

Eine Wanderung auf den Meditationswegen im Blauen Land ist mehr als eine Tour durch eine schöne Landschaft. Es ist eine Reise durch Stille, Kunst, Geschichte und Natur. Wer sich darauf einlässt, begegnet nicht nur den Spuren Kandinskys und Münters, sondern auch sich selbst – mit jedem Schritt ein wenig mehr.

Text und Fotos: Barbara Altherr

 


Veröffentlicht am: 16.01.2026

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