
Wenn man wie ich wochenlang im Krankenhaus verbringt, hat man so einige Mitpatienten. Darunter waren mehrere, die sich mehr über ihre tierischen Hausgenossen als über ihre Leiden Gedanken machten. Da war einer, der zuhause Exoten wie Geckos hält. Da kann nicht mal einer so den Tierpfleger machen. Der überzeugte nicht gerade umsonst einen anderen Tierfreund, der sich um seine Viecher kümmerte.
Dann war da ein alleinstehender Besitzer eines Hundes, den er selber als Kampfhund bezeichnete. Keiner traute sich an das Hundel ran, keiner wollte ihn. Die Krankheit seines Herrchens war sein Todesurteil. Und dann lag neben mir ein Katzenvater. Der kam erst nach drei Tagen auf der Intensivstation zu mir ins Zweibettzimmer. Als er realisierte, was mit ihm passiert war, dachte er sofort an seine zwei Stubentiger und alarmierte seine Schwester, wohl auch eine Katzennärrin. Sie konnte aber auch nicht verhindern, dass die beiden süßen Miezekatzen die Wohnung meines Mitpatienten in einen stark renovierungsbedürfigen Zustand versetzt hatten.
Warum ich das erzähle? Wer sich Haustiere hält oder halten will, der sollte immer daran denken, dass ihm etwas zustoßen kann, dass er im Krankenhaus landet. Schon zuvor sollte geklärt sein, wer sich um die tierischen Hausgenossen kümmert. Dazu gehört auch, dass diese Personen in die verlassene Wohnung gehen müssen. Wie ich mitbekam, vergessen das Haustierhalter augenscheinlich immer wieder.
Was ich nicht vergesse, ist meinem Frühstück mit der Besten Frau der Welt.
Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Frühstück.
Gratulation allen, die heute Namenstag haben: Hildegard, Robert, Ariane
Foto: Pixabay
Morgengruß von Helmut Harff: Katze frisst Fische. Hund frisst Katze
Beobachtungen am Krankenbett
Veröffentlicht am: 17.09.2026
Ausdrucken: Artikel drucken
Lesenzeichen: Lesezeichen speichern
Feedback: Mit uns Kontakt aufnehmen
Twitter: Folge uns auf Twitter
Facebook: Teile diesen Beitrag auf Facebook
Hoch: Hoch zum Seitenanfang




