Startseite  

09.10.2026

 

 

Like uns auf Facebook

Folge uns auf Twitter

 


 

Werbung


Vorherigen Artikel lesen Nächsten Artikel lesen

 

Narrenrichter und Maskenschnitzer

Die Fasnacht am Bodensee: Publikumsmagnet und kulturelles Erbe



(djd). Der Bodensee zeigt sich im Winter nicht nur von seiner stillen, sondern auch von seiner bunten Seite. Traditionell herrscht in den Orten am Nordufer vom Dreikönigstag bis Aschermittwoch närrisches Treiben. Die Fasnet, wie die regionale Ausprägung von Fasching und Karneval im Südwesten heißt, feiert ihren ersten Höhepunkt am „Schmotzigen Dunschtig“ (4. Februar 2027) mit dem Stockacher Narrengericht. 

Es folgen das Funkenfeuer und die Narrensprünge – der bekannteste ist der „Hänselejuck“ in Überlingen. Dabei ziehen Maskierte in kunstvollen Gewändern durch die Straßen, ihre Gesichter hinter handgeschnitzten Holzmasken verborgen. Die jahrhundertealten Bräuche und Rituale der schwäbisch-alemannischen Fasnacht sind ein Publikumsmagnet. Sie gehören zum kulturellen Gedächtnis der Region – und seit 2014 auch zum Immateriellen Kulturerbe der UNESCO.

Politikerprominenz vorm Narrengericht

Das Rügen der Obrigkeit ist auch am Bodensee fester Bestandteil der Fasnachts-Bräuche. Seit 1965 folgen prominente Vertreter der Bundespolitik der Vorladung zum „Stockacher Narrengericht“. Dort müssen sie sich – mehr oder weniger reuig – vom Narrenrichter und seinem Kollegium zur Rechenschaft ziehen lassen. Der bayerische Ministerpräsident, der 2026 auf der Anklagebank saß, wurde beispielsweise mit folgendem Strafmaß entlassen: „Zwei und ein halber Eimer Wein höchster Qualität. Da Sozialstunden hier nichts bringen, wurde eine Einladung zum Münchner Oktoberfest angenommen.“ Wer kein Ticket für den Publikumsmagneten vor Ort bekommen hat, kann die launige Gerichtssitzung auch im Fernsehen verfolgen. Weitere Informationen und alle Fasnacht-Termine gibt es unter www.echt-bodensee.de/fasnacht. Dort zu hören ist auch der Bodensee-Podcast. In der aktuellen Folge gibt der Maskenschnitzer Jogi Weiß lebendige Einblicke in seinen Beruf und die lokalen Fasnet-Traditionen.

Funkenfeuer und Thermenwärme


Der Ursprung der schwäbisch-alemannischen Fasnacht geht vermutlich auf heidnische Rituale zurück, mit denen der Winter vertrieben und der Frühling begrüßt werden sollten. Einer dieser lebendigen Bräuche sind die Funkenfeuer am Fasnachts-Wochenende, bei denen Weihnachtsbäume zu großen Holzhaufen geschichtet und verbrannt werden. Wer dem närrischen Trubel lieber aus einiger Entfernung zusieht oder sich nach den vielen Sinneseindrücken erholen möchte, findet am nördlichen Bodenseeufer zahlreiche Oasen der Entspannung. Die kalten Monate zwischen Januar und März eignen sich ideal für einen Besuch in den Thermen von Überlingen, Meersburg und Lindau, wo Wärme und Wellness im Mittelpunkt stehen.

Foto: djd/Echt Bodensee/Dennis Pfleghaar

 


Veröffentlicht am: 09.10.2026

Ausdrucken: Artikel drucken

Lesenzeichen: Lesezeichen speichern

Feedback: Mit uns Kontakt aufnehmen

Twitter: Folge uns auf Twitter

Facebook: Teile diesen Beitrag auf Facebook

Hoch: Hoch zum Seitenanfang

Nächsten Artikel: lesen

Vorherigen Artikel: lesen

 


Werbung

 


Werbung - für eine gute Sache

 
         
     
     
     

Besuchen Sie auch diese Seiten in unserem Netzwerk
| Börsen-Lexikon - erklärt die Börse
| fotomensch berlin - der Fotograf von genussmaenner.de
| Frauenfinanzseite - alles für die Businessfrau
| Geld & Genuss - Lifestyle, Finanzen und Vorsorge für alle
| geniesserinnen.de - Genuss auch für die Damen
| gentleman today - Edel geht die Welt zu Grunde
| instock der Börseninformationsdienst
| marketingmensch | Agentur für Marketing, Werbung & Internet
| Unter der Lupe bewertet Gutes

 
Service
| Impressum
| Kontakt
| Mediadaten
| Newsletter
| Datenschutzhinweis
| Nutzungshinweise
| Presse
| Redaktion
| RSS 
| Sitemap
| Suchen

 
Rechtliches
© 2007 - 2026 by genussmaenner.de. Alle Rechte vorbehalten.