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Die aktuellen Gesundheitsnachrichten vom 22. Oktober 2026 mit Michael Weyland

Der Krankenstand ist im ersten Halbjahr 2026 leicht zurückgegangen



Mit 5,0 Prozent lag er 0,2 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. Im Durchschnitt entfielen 18,4 Fehltage auf jede beschäftigte Person. Das zeigt die aktuelle Fehlzeitenanalyse der hkk Krankenkasse auf Basis der Daten von rund 610.000 krankengeldberechtigten Mitgliedern.


„Dass der Krankenstand leicht gesunken ist, ist zunächst eine positive Entwicklung“, sagt man bei der hkk. Gleichzeitig zeigt die Analyse deutliche Unterschiede bei den Erkrankungsarten.  Besonders relevant sind dabei Erkrankungen, die mit langen Ausfallzeiten verbunden sind.

Psychische Erkrankungen erstmals an der Spitze

Deutlich verändert hat sich die Struktur der Fehlzeitenursachen: Die Fehltage wegen Atemwegserkrankungen gingen um 19,6 Prozent zurück, während sie bei psychischen Erkrankungen um 9,3 Prozent zunahmen. Damit waren psychische Erkrankungen im ersten Halbjahr 2026 erstmals die häufigste Ursache für Fehltage und lösten Atemwegserkrankungen an der Spitze ab. Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems blieben auf Platz drei. Die Entwicklung zeigt zugleich, dass die Häufigkeit einer Erkrankung nicht allein entscheidend für ihre Bedeutung im Krankenstand ist. Während Atemwegserkrankungen häufig zu kurzfristigen Ausfällen führen, gehen psychische Erkrankungen oftmals mit deutlich längeren Krankheitsverläufen einher.

Langzeiterkrankungen gewinnen an Gewicht

Das zeigt sich besonders bei den Langzeiterkrankungen. Im ersten Halbjahr 2025 dauerten 2,8 Prozent der Arbeitsunfähigkeitsfälle länger als sechs Wochen. Sie verursachten jedoch 42,6 Prozent aller Fehltage. Im ersten Halbjahr 2026 stiegen beide Werte: Langzeiterkrankungen machten 3,2 Prozent der Fälle aus und verursachten 45,8 Prozent aller Fehltage. „Wir können an den Daten klar ablesen, dass es die langfristigen Erkrankungen sind, die die AU-Quoten nach oben treiben – nicht etwa die kurzen oder telefonischen Krankenschreibungen, die zurzeit die öffentliche Debatte beherrschen“, so die hkk.

Die durchschnittliche Dauer der Arbeitsunfähigkeit lag im ersten Halbjahr 2026 bei 10,9 Tagen je Krankheitsfall. Dabei zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den Erkrankungsarten: Psychische Erkrankungen führten mit durchschnittlich 38,8 Fehltagen je Fall zu den längsten Ausfallzeiten. Bei Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems waren es 17,8 Tage.

Den kompletten Beitrag können Sie auch nachhören oder downloaden.

 


Veröffentlicht am: 22.10.2026

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