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Mehr Freiheit im Alltag für Menschen mit Typ-1-Diabetes

Automatisierte Insulinabgabesysteme erleichtern das Glukosemanagement



(djd). Rund 400.000 Männer und Frauen in Deutschland leben mit Typ-1-Diabetes. Eine davon ist die Health-Influencerin und dreifache Mutter Kathi Korn. Bei der Autoimmunerkrankung zerstört das Immunsystem die insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse.

Das Hormon Insulin, das normalerweise dafür sorgt, dass Zucker aus dem Blut in die Körperzellen gelangt, muss deshalb lebenslang ersetzt werden, um den Blutzuckerspiegel stabil zu halten. Geschieht das nicht, drohen Kathi und den anderen Menschen mit Typ-1-Diabetes bei Überzuckerung langfristig Organschäden, bei akuter Unterzuckerung Unwohlsein bis hin zur Bewusstlosigkeit.

Den Glukosewert im Zielbereich halten

Früher war das Ausbalancieren des Insulinwertes eine ständige Herausforderung: Mehrmals täglich mussten Typ-1-Diabetiker ihre Werte mit einem Blutzuckermessgerät messen und eine passende Menge Insulin spritzen. Heute erleichtern technische Innovationen das Glukosemanagement erheblich. Kathi Korn nutzt im Alltag das AID-System mylife Loop. Es kombiniert eine kompakte Insulinpumpe, einen Sensor, der die Glukose im Unterhautfettgewebe misst, und eine passende Smartphone-App. Der intelligente Algorithmus der App analysiert fortlaufend die Daten des Sensors und steuert die Insulingabe aus der Pumpe so, dass der Glukosewert im Zielbereich gehalten wird. Nutzer des Systems liefern dem Algorithmus zusätzliche Informationen und geben etwa die Menge der Kohlenhydrate ein, die gegessen werden. In der App gibt es verschiedene Funktionen wie „Boost“ oder „Ease-off“, die die Bedienung einfach machen und es ermöglichen, die Insulinabgabe individuell an Sport oder Ruhephasen anzupassen. Weitere Informationen und Erklärungen zum Thema gibt es etwa unter www.mylife-diabetescare.de.

Automatisierte Systeme entlasten im Alltag

„Ich habe gemerkt, dass dieses automatisierte Insulinabgabesystem gut zu meinem komplexen Alltag passt. Als berufstätige Mutter bin ich dankbar, dass ich weniger Zeit in mein Diabetesmanagement investieren muss und mehr Zeit für Familienaktivitäten habe“, so Korn. Der Algorithmus des Systems passt die Insulinzufuhr jederzeit eigenständig an – auch in der Nacht oder bei körperlicher Aktivität. „Ich kann mit meinem Diabetes nachts durchschlafen. Selbst wenn mein Wert vor dem Schlafengehen zu hoch ist, reguliert das System den Wert zuverlässig“, freut sich die dreifache Mutter.

Foto: djd/Ypsomed/Bernd Ehlen

 


Veröffentlicht am: 16.01.2026

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