
(djd). Kultur und Geschichte entdecken, den Geist zur Ruhe kommen lassen und den Körper in Bewegung bringen – diese Kombination schätzen viele Kurzurlauber. Ein ideales Ziel für eine kleine Auszeit vom Alltag liegt mitten in der sanft-hügeligen Voralpenlandschaft des Unterallgäus.
Der 8.700-Einwohner-Ort Ottobeuren ist bekannt als Heimat von Pfarrer und „Wasserdoktor“ Sebastian Kneipp und für die über 1.260 Jahre alte Benediktinerabtei. Sie ist Deutschlands größte barocke Klosteranlage mit einer prächtigen Basilika, in der seit über 70 Jahren jeden Sommer hochkarätige Konzerte stattfinden. Vor genau 100 Jahren erhielt die Kirche den Ehrentitel „Basilica Minor“ durch Papst Pius XI. Mehr Wissenswertes über das spätbarocke Bauwerk und das klösterliche Leben erfahren Besucherinnen und Besucher immer samstags bei einer Führung mit einem der Mönche.
Vom Staub der Jahrhunderte befreit
Ein Besuch der Ottobeurer Abtei lohnt sich 2026 besonders, weil der Kaisersaal mit seiner prächtigen Rokokoausstattung nach fünfjähriger Restaurierungszeit wieder für Besucher geöffnet ist. Neben den nicht sichtbaren Reparaturen an der Bausubstanz erstrahlen auch Skulpturen, Stuck, Malereien wieder in voller Farben- und Goldpracht. Auch die 16 Statuen der Habsburger Kaiser, denen der größte Repräsentationsraum des Reichsstifts seinen Namen verdankt, sind vom Staub der Jahrhunderte befreit. Der Kaisersaal liegt eingebettet in den Rundgang durch das Klostermuseum. Es ist das zweitälteste Museum im Allgäu – und seit seiner Neueröffnung im Jahr 2023 auch eines der modernsten. Interaktive und multimediale Stationen verbinden Geschichte und Gegenwart – und machen den Rundgang zu einem Erlebnis für alle Generationen. Der Klosterladen und das neue Klostercafé, in dem großer Wert auf regionale oder direkt aus dem Klostergarten stammende Lebensmittel gelegt wird, laden danach zum Besuch ein. Unter www.ottobeuren.de gibt es alle Informationen zum Kloster, zu Konzertterminen und zu vielen weiteren Aktivitäten rund um Kultur und Natur.
Übernachten im Kloster
Ob für ein verlängertes Wochenende allein oder mit der Familie – das Gäste- und Tagungshaus des Klosters ist gleichzeitig ein Ort der Stille und der Begegnung. Mit dem Angebot „Vier Nächte bleiben, drei zahlen“ eröffnet sich Gästen die Möglichkeit, das Kloster und den Ort Ottobeuren und seine Umgebung intensiv und in aller Ruhe kennenzulernen. Schließlich gibt es nebenan noch das Museum für zeitgenössische Kunst Diether Kunerth – und im Sommer viel Musik. Neben den großen Basilikakonzerten mit international bekannten Ensembles und den samstäglichen Orgelkonzerten finden auch im Kaisersaal regelmäßig musikalische Ereignisse statt.
Foto: djd/Touristikamt Kur & Kultur Ottobeuren/Ralf Lienert
Auszeit und Einkehr
Die Benediktinerabtei Ottobeuren bietet frischen Glanz und viel Musik
Veröffentlicht am: 18.04.2026
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