
Er kennt das Problem nur zu gut. Er spürt es jeden Tag. Und er redet mit niemandem darüber. Mehr als jeder vierte Mann ab 35 in Deutschland (27 %) lebt mit Adipositas. 75 % von ihnen sind unzufrieden mit ihrem Körpergewicht, jeder Dritte (34 %) hat eine hohe Hemmschwelle, überhaupt medizinische Hilfe zu suchen.
Insgesamt ist fast jeder zweite befragte Mann (41 %) unzufrieden mit seinem Körpergewicht, 26 % aller Befragten haben eine hohe Hemmschwelle. Das zeigt eine repräsentative Studie des Marktforschungsinstituts Ipsos, die im Auftrag der Gesundheitsplattform GreenMedical, einer digitalen Versorgungslösung für ärztlich begleitete Therapieangebote, unter 1.000 Männern ab 35 Jahren in Deutschland durchgeführt wurde.
Das Ergebnis ist ein Weckruf: Es fehlt nicht an der Bereitschaft zur Veränderung. Sondern der richtige Zugang.
Männer und ihr Gewicht: Ein Thema, das kaum einer anspricht
14 % der befragten Männer fühlen sich beim Thema Gewicht vom Hausarzt nicht ernst genommen. Hinzu kommen Schamgefühle und das klassische Männerbild, das Schwäche nicht zulässt. Das Ergebnis ist eine stille Versorgungslücke. Wer Hilfe bräuchte, holt sie sich nicht. Wer leidet, schweigt. Und das Gesundheitssystem schaut dabei zu.
Wenn das Gewicht zur Last wird – besonders für Männer mit Adipositas
Bei Männern mit starkem Übergewicht (Adipositas, BMI 30+) ist das Bild noch drastischer. Drei von vier (75 %) sind unzufrieden mit ihrem Körpergewicht. Jeder Dritte (34 %) gibt an, eine hohe Hemmschwelle zu haben, überhaupt medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Ausgerechnet die Männer mit dem größten Handlungsbedarf stehen am weitesten vom Versorgungssystem entfernt und das, obwohl Adipositas eine behandelbare Erkrankung ist.
Die Lösung liegt nicht im Wartezimmer
Die Studie zeigt jedoch auch, dass es einen Weg gibt, den Männer selbst wählen würden. 61 % der Befragten finden eine medizinisch begleitete Gewichtstherapie, die diskret, digital und ohne persönliche Belehrung erfolgt, attraktiv. Bei Männern mit Adipositas sind es sogar 72 %. Für diese Gruppe ist Telemedizin kein Komfortangebot, sondern der einzige funktionierende Zugang.
Christoph Neumeier, Gründer und CEO von GreenMedical: „Diese Zahlen betreffen viele Männer in Deutschland. Viele von ihnen möchten Unterstützung in Anspruch nehmen, finden aber keinen für sie praktikablen Zugang. Scham, lange Wartezeiten und der Weg in die Praxis sind für manche eine echte Hürde. Wenn wir Männer mit Gewichtsproblemen erreichen wollen, brauchen wir Angebote, die den Einstieg erleichtern, diskret sind und eine medizinische Begleitung bieten. Die digitale Versorgung kann dafür ein passender Weg sein.“
Dr. med. Uwe Sackmann, Urologe: „Als Arzt erlebe ich täglich, wie schwer es Männern fällt, beim Thema Gewicht um Hilfe zu bitten. Die Hemmschwelle ist real – und sie kostet Gesundheit. Adipositas ist eine Erkrankung, keine Charakterschwäche. Wer Männer wirklich erreichen will, muss ihnen einen Weg anbieten, der zu ihrem Leben passt. Digitale Versorgung ist dabei kein Kompromiss – sie ist oft die bessere Medizin."
Bild: GreenMedical (CKM Group)
61 Prozent der Männer wollen lieber diskret und digital abnehmen
... so eine Studie von GreenMedical
Veröffentlicht am: 11.05.2026
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