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Die aktuellen Gesundheitsnachrichten vom 16. Oktober 2026 mit Michael Weyland

Thema heute: Nasses Laub wie Schmierseife: So vermeiden ältere Menschen Stürze



Der Herbst bringt zusätzliche Sturzgefahren für ältere Menschen. Es wird früher dunkel, Regen macht die Wege glatt und auf nassem Laub rutscht man schnell aus. Das kann schwere Verletzungen verursachen.

Bei den über 80-Jährigen sind Stürze aus niedriger Höhe die häufigste Unfallursache für schwere Verletzungen, noch vor Verletzungen im Straßenverkehr, sagt man bei der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU), und gibt fünf Tipps, wie ältere Menschen sicher durch den Herbst kommen.

Sicher durch den Herbst: 5 Tipps der DGOU

1. In Bewegung bleiben: Regelmäßig Kraft, Gleichgewicht und Koordination trainieren. 
2. Für Licht und sicheren Halt sorgen: Treppen, Flure, Eingänge und Wege gut beleuchten sowie Handläufe und Haltegriffe nutzen. 
3. Sichere Schuhe tragen: Auf festen Sitz und rutschhemmende Sohlen achten, auch zu Hause. 
4. Sehkraft und Medikamente überprüfen lassen: Denn schlechtes Sehen und bestimmte Medikamente können das Sturzrisiko erhöhen. 
5. Draußen aufmerksam unterwegs sein: Bei Dunkelheit, Nässe, Laub, Schnee und Eis ausreichend Zeit einplanen und bei Bedarf eine geeignete Gehhilfe nutzen. 

Warum ältere Menschen besonders gefährdet sind 

Ein Fehltritt auf der Treppe, ein Stolpern über die Bordsteinkante oder ein Ausrutschen auf nassem Laub: Was bei jüngeren Menschen häufig glimpflich ausgeht, kann ältere Menschen schwer verletzen. Mit dem Alter können Muskelkraft, Gleichgewicht und Reaktionsfähigkeit nachlassen. Sehprobleme, bestimmte Medikamente oder Vorerkrankungen können zusätzlich das Sturzrisiko erhöhen. Zugleich brechen Knochen bei Osteoporose schneller und der Körper erholt sich nach einer Verletzung oft langsamer.

Besonders häufig verletzen sich ältere Menschen bei sogenannten Niedrigenergietraumata, also bei Stürzen aus dem Stand oder aus geringer Höhe. Dabei können sie sich beispielsweise den hüftnahen Oberschenkel, den Oberarm, das Becken oder die Wirbelsäule brechen oder schwere Kopfverletzungen erleiden.

Nach dem Sturz: Bewegung schützt vor Muskelabbau

Wer sich beim Gehen unsicher fühlt oder Angst vor einem erneuten Sturz hat, bewegt sich weniger. Dadurch baut der Körper Muskeln ab, Kraft und Gleichgewicht lassen nach und das Risiko für den nächsten Sturz steigt. Deshalb gehört Bewegung zu den wichtigsten Schutzmaßnahmen. Auch ältere Menschen können Kraft und Gleichgewicht gezielt trainieren. Spaziergänge, altersgerechtes Krafttraining sowie Gleichgewichts- und Koordinationsübungen helfen dabei, sicher auf den Beinen zu bleiben.

Den kompletten Beitrag können Sie auch nachhören oder downloaden.

 


Veröffentlicht am: 16.10.2026

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