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Sportuhren von NOMOS Glashütte



Wussten Sie schon, dass viele unserer eleganten Uhren sehr sport­lich sind und sich auch im Wasser wohlfühlen? Oder worauf es beim Thema Wasserdichtigkeit von Uhren ankommt?

Wir haben unten das Wichtigste zusammengefasst und dazu auch einen Anlass, denn von 1. bis 4. Juni findet in Konstanz die Internationale Boden­see­woche statt, deren Haupt­sponsor NOMOS Glashütte in diesem Jahr ist. Ahoi!

Eine kurze Geschichte der Sportuhr

Hochpräzise Zeitmessung ist nicht nur für den Leistungssport von großer Bedeutung. Bereits in den 1880er-Jahren kamen präzise Marinechronometer auf Handelsschiffen und Forschungsexpeditionen zum Einsatz. Anfang des 20. Jahrhunderts belieferten Uhrenhersteller die Schiff-, Luft- und Raumfahrt mit Chronometern für die genaue Zeitbestimmung und Navigation auf Schiffen und in Flugzeugen – und setzten Erfahrungen aus der Fertigung für Aeronautik und Marine später in ihren Taucher- und Fliegeruhrenkollektionen um. Ein Beispiel hierfür ist die Entwicklung der Fliegeruhr. Anfang des 20. Jahrhunderts gelangen den Brüdern Wright erstmals erfolgreiche Flugversuche; die Fliegeruhr wurde zum unverzichtbaren Messinstrument an Bord. Im ersten Weltkrieg war sie als Taschenuhr in einem Lederetui am Handgelenk oder im Cockpit befestigt. Diese frühen Fliegeruhren waren für die genau ablesbare Zeit mit einer kleinen Sekunde ausgestattet. Flugzeuge konnten bald immer längere Strecken zurücklegen, weshalb die Fliegeruhren dann auch die Funktion der Navigation übernahmen – große, äußerst präzise Beobachtungsuhren dienten der Bestimmung des Längengrads und wurden über der Fliegeruniform am Unterarm befestigt. Sie wurden an Bord des Flugzeugs von „Beobachtern“ abgelesen. Im Jahr 1927 überquerte Charles A. Lindbergh als erster Pilot im Alleinflug den Atlantik. Die genaue Flugposition bestimmte er mit dem Geschwindigkeitsmesser des Flugzeugs, einem Kompass und einer Armbanduhr, war aber mit dieser Art der Navigation nicht zufrieden. Lindbergh ließ eine Uhr entwickeln, auf deren beidseitig drehbarer Lünette man den Stundenwinkel von Greenwich – ein wichtiges Element bei der Längengradbestimmung – unmittelbar ablesen konnte.

Sportuhren sind groß und fallen am Handgelenk auf: Sie haben ein robustes Gehäuse mit breiter Lünette, ein kontrastreiches, nachleuchtendes Zifferblatt und eine hohe Wasserdichtigkeit. Die meisten Sportuhren sind mit einem Automatikkaliber ausgestattet. Es gibt auch Sportuhren, die mithilfe elektronischer Zusatzfunktionen Schlafqualität, Herzfrequenz und Puls messen. Über welche Funktionen Ihre Sportuhr verfügen sollte, hängt von den Anforderungen der jeweiligen Sportart und von Ihrem Lebensstil ab. Wir haben die wichtigsten Informationen für Sie zusammengefasst.

Was ist der Unterschied zwischen Sportuhren und Dresswatches?

Sportuhren haben in der Regel einen größeren Gehäusedurchmesser und eine farbigere Zifferblattgestaltung als klassische Dresswatches. Neben der Ganggenauigkeit des Uhrwerks gehören Wasserdichtigkeit, Robustheit und eine gute Ablesbarkeit zu den wesentlichen Merkmalen einer Sportuhr. Mit der technischen Entwicklung ist das Angebot an Sportuhren gewachsen. Armbanduhren, die mithilfe elektronischer Zusatzfunktionen Schlafqualität, Herzfrequenz und Puls erfassen oder Schritte zählen, fallen heute ebenfalls in die Kategorie der Sportuhren. In diesem Artikel befassen wir uns aber ausschließlich mit mechanischen Sportuhren (engl. Tool Watches). Über welche Funktionen Ihre Sportuhr verfügen sollte, hängt von den Anforderungen der jeweiligen Sportart und von Ihrem Lebensstil ab. Bei NOMOS Glashütte finden Sie hochpräzise Uhren mit sportlichem Charakter. Unsere sportlichen Uhren gibt es mit einem Gehäusedurchmesser von 36,5 bis 42 Millimetern und einer Wasserdichtigkeit von 10 bis 30 bar.

Was ist ein Chronograph?

Außer Taucheruhren und Fliegeruhren gehören Chronographen in die Kategorie der Sportuhren. Ein Chronograph ist eine Armbanduhr mit Zeitstopp-Funktion. Über einen oder zwei Drücker außen am Gehäuse wird ein eigener Zeiger in Bewegung gesetzt, gestoppt und wieder auf Null gesetzt. Anders als bei der Stoppuhr kann man mit einem Chronographen eine Zeitspanne unabhängig von der Anzeige der Uhrzeit erfassen: Die gestoppte Zeit wird am Sekundenzeiger auf kleinen Hilfszifferblättern – auch Totalisatoren genannt – abgelesen. Auf den Hilfszifferblättern lassen sich auch Minuten und Stunden anzeigen.

Der Flyback-Chronograph ist eine Weiterentwicklung des Chronographen und verkürzt den Stoppvorgang. Mithilfe des zweiten Drückers kann man den Zeiger sofort auf Null zurücksetzen. Es gibt auch Chronographen, die mit einem Höhenmesser oder einem Kompass ausgestattet sind.

Was ist der Unterschied zwischen einem Chronographen und einem Chronometer?

Ein Chronograph ist eine Armbanduhr mit Zeitstopp-Funktion. Als „Chronometer“ werden äußerst präzise regulierte Uhren jeglicher Art bezeichnet, die nach einer 15-tägigen Prüfung das Chronometerzertifikat erhalten haben. Die Prüfung wird von einer akkreditierten Institution durchgeführt, die die Uhren in fünf verschiedenen Lagen und bei unterschiedlichen Temperaturen auf ihre Genauigkeit hin untersucht. Die Kriterien der Ganggenauigkeit unterscheiden sich je nach Größe des Werks: Kleine Uhrwerke bekommen von der Zugfeder weniger Energie und haben eine kleinere Unruh – sie dürfen pro Tag eine größere maximale Gangänderung haben als größere Uhrwerke. Die Reglagetoleranzen werden von der internationalen ISO-Norm 3159 definiert (entspricht der schweizerischen NORM NIHS 95-11 und der deutschen DIN-NORM 8319). Nicht alle Hersteller schicken ihre Uhren zur Chronometerprüfung an die entsprechenden Stellen. Einige wenige Manufakturen kümmern sich um die Überprüfung der Ganggenauigkeit und die Feinregulierung ihrer Werke selbst – wie zum Beispiel NOMOS Glashütte. Bei NOMOS werden die Uhren in sechs Lagen feinreguliert und nicht nur in fünf. Drei verschiedene Reguliersysteme kommen zum Einsatz: die Triovis-Feinregulierung, die DUW-Regulierung mit dem NOMOS-Swing-System, und die Schwanenhals-Feinregulierung in den Goldmodellen Lux und Lambda.

Was ist eine Taucheruhr?


Eine hohe Wasserdichtigkeit ist nur eines von vielen Kriterien, die eine Taucheruhr erfüllen muss. Beim Tauchen ist das korrekte Erfassen und Stoppen der unter Wasser verbrachten Zeit überlebenswichtig, denn nur so kann der verbleibende Luftvorrat in der Sauerstoffflasche erfasst werden. Uhren, die als zertifizierte Taucheruhren verkauft werden, unterliegen deshalb der deutschen Taucheruhren-Norm DIN 8306, die der internationalen ISO-Norm 6425 entspricht.

Was sind die fünf wichtigsten Merkmale von Taucheruhren?

Einseitig drehbare Lünette

Die Lünette von Taucheruhren hat eine Tauchzeitskala und einen Leuchtpunkt bei null Minuten. Vor dem Tauchgang wird die Nullmarkierung auf den Minutenzeiger ausgerichtet – an der Skalierung der Lünette sieht man dann die verstrichene Zeit. Die einseitige Drehrichtung der Lünette schützt vor zu spätem Auftauchen: Die Lünette einer Taucheruhr kann durch versehentliche Stöße nur so verstellt werden, dass sich die verbleibende Tauchzeit verkürzt – verlängert werden kann sie dadurch nicht.

Wasserdichtigkeit von mindestens 20 atm

Zertifizierte Taucheruhren haben eine Wasserdichtigkeit von mindestens 20 atm – das entspricht dem Druck einer Wassersäule von 200 Metern.

Wasserfestes Metall- oder Kautschukband

Bei längerem Kontakt mit Chlor- und Salzwasser darf das Armband keine Verschleißerscheinungen aufweisen. Ausgewiesene Taucheruhren haben deshalb Armbänder aus strapazierfähigem, leicht zu reinigendem Edelstahl oder Kautschuk. Diese Materialien verfärben sich nicht und werden im Meerwasser nicht porös.

Nachleuchtende Zeiger und Indexe
Je tiefer man taucht, desto weniger Tageslicht erreicht das Zifferblatt der Taucheruhr. Die verstrichene Tauchzeit und die Uhrzeit müssen trotzdem schnell und zuverlässig abgelesen werden können. Mit Leuchtmasse beschichtete Zeiger und Indexe sind deshalb bei Taucheruhren Pflicht. Um die DIN-Norm 8306 zu erfüllen, muss eine Taucheruhr bei völliger Dunkelheit aus 25 cm Entfernung ablesbar sein. Superluminova ist die von Uhrenherstellern am häufigsten verwendete Leuchtmasse für Taucheruhren.

Verschraubte Krone
Die verschraubte Krone ist gemäß DIN 8306 bei Taucheruhren Standard. Sie besteht aus bis zu zehn Einzelteilen, darunter Dichtungen, Federn und Gewinde. Beim Verschrauben presst sich ein Dichtungsring (auch 0-Dichtung genannt) von innen an das Gehäuse und dichtet es ab – so wird das Uhrwerk vor Wasser, Feuchtigkeit und Staub geschützt. Die Krone sollte vor dem Tauchgang möglichst vorsichtig verschraubt werden, damit das Gewinde nicht zu sehr belastet wird.

Was ist eine Fliegeruhr?

Hohe Präzision und eine gute Ablesbarkeit waren für die ersten Pilotenuhren essenziell. Inzwischen hat sich die Flugtechnik so weiterentwickelt, dass Fliegeruhren im Cockpit als Navigationsinstrumente nicht mehr essenziell sind, aber der DIN-NORM 8330 entsprechend müssen Uhren, die als Fliegeruhren zertifiziert sind, weiterhin alle Kriterien erfüllen, die einem Piloten im Ernstfall die Navigation ohne weitere Hilfsmittel ermöglichen würden. Allgemein werden heute aber auch solche Uhren als Fliegeruhren bezeichnet, die nicht der DIN-Norm entsprechen, sich vom Design her aber an den oben genannten Beobachtungs- und Stundenwinkeluhren und den Militäruhren der 40er-Jahre orientieren.

Was sind die fünf wichtigsten Design-Merkmale von Fliegeruhren?

Mattschwarzes Zifferblatt

Um störende Reflexionen zu vermeiden, ist das Zifferblatt klassischer Fliegeruhren mattschwarz und hat eine gekörnte Oberfläche.

Klar ablesbare Anzeige
Für beste Ablesbarkeit haben Fliegeruhren eine Zeitanzeige mit klar gegliederten Stunden- und Minutenindexen.

Nullindex in Dreiecksform
Militärische Vorgaben erforderten für Fliegeruhren einen Nullindex in Dreiecksform. Bei manchen Uhren wurde das Dreieck von zwei links und rechts aufgebrachten Punkten begleitet.

Satinierte Oberflächen
Auch das Gehäuse durfte nicht spiegeln oder Licht reflektieren. Aus diesem Grund wurden die Gehäuseschalen von Fliegeruhren satiniert und nicht poliert.

Große Gehäuse
Fliegeruhren mit großem Gehäuse wurden über der Kleidung getragen oder um den Oberschenkel geschnallt. Die Größe der Gehäusedurchmesser lag bei Fliegeruhren zwischen 40 und 55 Millimetern, was die Ablesbarkeit erleichterte.

Wasserdichtigkeit

Was bedeuten die Angaben „atm“ und „bar“ bei einer wasserdichten Sportuhr?

Die Wasserdichtigkeit von Uhren wird in atm oder bar angegeben. „atm“ ist die Abkürzung für die physikalische Atmosphäre. Der Druck von 1 atm entspricht dem Mittelwert des in Höhe des Meeresspiegels vorherrschenden Luftdrucks. Am 1. Januar 1978 wurde „atm“ in Deutschland und Österreich durch die gesetzlich anerkannte Einheit „bar“ abgelöst: 1 bar entspricht etwa dem Luftdruck oder dem Druck einer Wassersäule von 10 Metern. Umgerechnet ist 1 atm gleich 1,01325 bar. In den USA wurde die Einheit bar 1982 offiziell eingeführt. Die meisten Uhrenhersteller führen die historische Verwendung der Einheit „atm“ für die Angabe der Wasserdichtigkeit fort. Uhren mit der Angabe 10 atm oder 10 bar auf ihrem Gehäuse sind bis 100 Meter wasserdicht. Hier ist es wichtig zu erwähnen, dass dies nicht bedeutet, dass man mit der Uhr tatsächlich 100 Meter tief tauchen könnte. Die Angabe bezieht sich vielmehr auf einen Prüfdruck, der bei der Wasserdichtigkeitsprüfung angewendet wurde. Denn durch die Bewegungen unter Wasser kann die Uhr am Arm durchaus einem Druck ausgesetzt sein, der deutlich höher ist als der einer entsprechend hohen Wassersäule im Labor. Zertifizierte Taucheruhren müssen daher bis mindestens bis 20 atm wasserdicht sein.

Ausgewiesene Taucheruhren unterliegen den strengen Kriterien der Taucheruhrennorm DIN 8306: Sicherheit des Armband-Verschlusses, Verbleib im Wasser während einer festgelegten Zeit, Vorwählbarkeit einer bestimmten Zeitspanne über die Lünette und Ablesbarkeit im Dunkeln.

Kann ich mit jeder Sportuhr schwimmen und tauchen?

Uhren mit der Angabe 10 atm oder 10 bar eignen sich als Sportuhren zum Schwimmen und Schnorcheln. Uhren mit der Angabe 20 atm oder 20 bar dürfen mit zum Tauchgang. Hier ist es wichtig zu erwähnen, dass dies nicht bedeutet, dass man mit der Uhr tatsächlich 200 Meter tief tauchen könnte. Die Angabe bezieht sich vielmehr auf einen Prüfdruck, der bei der Wasserdichtigkeitsprüfung angewendet wurde.

In der Tabelle unten haben wir zusammengefasst, was die Grade der Wasserdichtigkeit jeweils bedeuten:
3 atm = 3 bar = hält Prüfdruck bis 30 Meter aus; Händewaschen spritzwassergeschützt
5 atm = 5 bar = hält Prüfdruck bis 50 Meter aus; Duschen
10 atm = 10 bar = hält Prüfdruck 100 Meter aus; Schwimmen und Schnorcheln
20 atm = 20 bar = hält Prüfdruck bis 200 Meter aus; Tauchen

Was macht eine Sportuhr wasserdicht?
Damit beim Schwimmen und Tauchen kein Wasser an das Uhrwerk gelangt, werden wasserdichte Sportuhren an Gehäuseboden, Uhrglas und Krone mit Dichtungen aus Kunststoff oder Kautschuk versehen. Auf die Krone müssen Uhrenhersteller besonders achten, da sie über die Aufzugswelle mit dem Uhrwerk verbunden ist – wasserdichte Sportuhren sind deshalb meistens mit einer verschraubten Krone ausgestattet. Ein beidseitiger Flankenschutz wie bei Ahoi Atlantik sichert die Krone und ihren empfindlichen Aufzugsmechanismus vor Stößen. Der Gehäuseboden aus Edelstahl oder kratzfestem Saphirglas wird wasserdicht verschraubt.

Wie lange bleibt meine Sportuhr wasserdicht?
Temperaturschwankungen, Schweiß, Sonnencreme und Chemikalien können das Dichtungsmaterial wasserdichter Uhren strapazieren und zu Abnahme oder Verlust der Wasserdichtigkeit führen. Auch ein Sprung ins kalte Wasser nach längerem Sonnenbad kann sich negativ auf die Wasserdichtigkeit der Uhr auswirken: Durch die plötzliche Abkühlung entsteht zusätzlich zum Druck des Aufpralls auf die Wasseroberfläche ein Unterdruck. Der Druck auf die Dichtungen ist dann kurzzeitig höher als der vom Hersteller garantierte Druck. Die Wasserdichtigkeit einer mechanischen Sportuhr sollte einmal jährlich beim Fachhandel überprüft werden. Die Überprüfung und Wiederherstellung der Wasserdichtigkeit findet auch im Rahmen der großen Revision im guten Fachhandel oder in der Manufaktur statt.

NOMOS Glashütte bietet für Uhren, die weniger als drei Jahre alt sind und noch keiner kompletten Revision bedürfen, eine kleine Reparatur an: Alle Funktionen werden kontrolliert und korrigiert, das Werk wird überprüft und defekte Teile werden ausgetauscht. Feinreglage, Wiederherstellen der Wasserdichtigkeit und eine mehrtägige Endkontrolle gehören ebenfalls zur kleinen Reparatur.

Wie wird die Wasserdichtigkeit geprüft?
Im guten Fachhandel kann die Wasserdichtigkeit ohne Wasserkontakt überprüft werden: In einem speziellen Dichtheitsprüfgerät wird die Uhr luftdicht verschlossen und einem Unterdruck ausgesetzt. Bei vollständig wasserdichten Sportuhren dehnt sich das Gehäuse für eine Zeitlang aus. Besteht die Uhr den Test mit Luft, hält sie auch den H20-Molekülen stand.

Wie wird die Robustheit von Sportuhren garantiert?

Ob beim Tauchgang, auf der Mountainbike-Rallye, oder beim Joggen durch den Park: Menschen mit sportlichem Lebensstil brauchen unempfindliche Uhren, die auch bei leichteren Stößen und Erschütterungen funktionsfähig bleiben. Die Breite und Beschaffenheit der Lünette und die Qualität der Materialien von Gehäuse, Uhrenglas und Armband haben entscheidende Auswirkungen auf die Robustheit von sportlichen Uhren und Sportuhren.

Wir haben die wichtigsten Merkmale für die Robustheit von Sportuhren zusammengefasst

Breite Lünette

Die Lünette (frz. „kleiner Mond“) umrandet das Zifferblatt. Als wichtiger Bestandteil des Gehäuses trägt sie das Uhrenglas, das in ihre Nut (eine längliche innenseitige Einkerbung) eingefasst ist. Die Lünette hat also eine schützende und stabilisierende Funktion. Bei Sportuhren ist sie breiter als bei eleganteren Armbanduhren und trägt dadurch zu einer größeren Robustheit bzw. Stabilität des Gehäuses bei.

Extradickes Saphirglas

Stabiles Uhrenglas ist für die Robustheit von Armbanduhren maßgeblich. Der Begriff „Saphirglas“ sorgt nicht selten für Verwirrung, denn kratzfestes Saphirglas ist kein Glas im eigentlichen Sinne. Uhrenhersteller bezeichnen als „Saphirglas“ einen hochreinen, synthetischen Saphirkristall (eine Varietät des Minerals Korund), der aus geschmolzenem Aluminiumoxid hergestellt wird. Mit einer Mohshärte von 9 ist Saphirglas das zweithärteste aller transparenten Materialien – härter ist nur Diamant. Neben seiner Härte hat Saphirglas noch weitere Vorteile: Es ist hitze-, druck-, zug- und kratzfest und damit perfekt für Uhrengläser. Die NOMOS-Uhren Club Sport neomatik 42 Datum blau und Club Sport neomatik 42 Datum schwarz sind mit extradickem Saphirglas ausgestattet – es misst 2,1 Millimeter und ist damit mehr als doppelt so dick wie das Saphirglas des Modells Tangente.

Edelstahl der Legierung 316L
Als Material für Uhrengehäuse ist Edelstahl mit seinen nichtrostenden Eigenschaften und den vielfältigen Möglichkeiten der Oberflächenbearbeitung sehr beliebt. Edelstahl ist „optimierter Stahl: Bei der Herstellung wurden der Legierung je nach Anwendungsgebiet sogenannte „Stahlveredler“ hinzugefügt. NOMOS Glashütte verwendet für alle Stahlgehäuse Edelstahl der besonders robusten Legierung 316L. Dieser Werkstoff hat einen niedrigen Kohlenstoffgehalt – das L steht für „low carbon“ – und lässt sich gut bearbeiten. Der Zusatz von 2-2,5 % Molybdän sorgt für eine sehr gute Korrosionsbeständigkeit im Chlorwasser. Und die Legierung 316L hat noch einen weiteren Vorteil: Dank seines sehr geringen Nickelanteils ist dieser Edelstahl allergikerfreundlich, er wird auch als „Chirurgenstahl“ bezeichnet.

Ablesbarkeit

Warum ist eine gute Ablesbarkeit bei Sportuhren besonders wichtig?

Wer viel unterwegs ist und seine Freizeit gerne draußen verbringt, möchte beim schnellen Blick auf die Sportuhr nicht von Spiegelungen geblendet oder von unübersichtlich gestalteten Zifferblättern irritiert werden. Beidseitig entspiegeltes Saphirglas, breite Ziffern und Zeiger, eine fein skalierte Minuterie, markante Stundenindexe und ein deutlicher Farbkontrast zwischen Zifferblatt und Typografie tragen zur guten Ablesbarkeit einer sportlichen Uhr bei. Mit Superluminova ausgelegte oder beschichtete Zeiger, Ziffern und Stundenindexe leuchten im Dunkeln und unter Wasser nach und verbessern ebenfalls die Ablesbarkeit von Sportuhren.

Was ist Superluminova?
Superluminova ist eine Leuchtmasse mit hoher Lichtspeicherkapazität. Die Leuchtmasse wird von Uhrenherstellern auf Ziffern, Zeigern und Indexen aufgebracht, um eine Ablesbarkeit der Uhrzeit bei Nacht und unter Wasser zu ermöglichen. Für die Funktionsfähigkeit einer Taucheruhr ist dieses Nachleuchten auf dem Zifferblatt essenziell. Die Superluminova-Leuchtmasse bringt gegenüber herkömmlichen nachleuchtenden Farben den Vorteil der Lichtechtheit mit sich: Selbst nach intensiver Sonnenbestrahlung vergrauen die Farbpigmente nicht. Es gibt Superluminova in verschiedenen Farben, wobei die Farbe der Leuchtmasse sich vom Farbton der im Dunkeln sichtbaren Leuchtfarbe unterscheiden kann – Leuchtziffern, die bei Tageslicht beige wirken, geben beim Tauchgang in strahlendem Türkisblau Zeitauskunft. Im Gegensatz zu früher verwendeten Leuchtmassen ist Superluminova frei von radioaktiven Zusatzstoffen und hat außerdem eine etwa hundertfach größere Leuchtdichte als bisherige inaktive Nachleuchtpigmente.

Wie funktioniert Superluminova?

Die Farbpigmente der Superluminova-Leuchtmasse werden auf der Basis von Strontiumaluminat ohne Radioaktivität hergestellt und sind lumineszierend, d.h. sie können Energie speichern und in sichtbares Licht umwandeln, ohne dass man sie dafür stark erhitzen müsste. Die Nachleuchtkraft von Superluminova beruht auf dem Prinzip der Phosphoreszenz: Nach kurzwelliger Beleuchtung wird zeitverzögert Licht emittiert. Und was passiert dabei auf physikalischer Ebene? Die Elektronen der Atome werden durch die Bestrahlung dazu angeregt, zwischen zwei Energieniveaus zu oszillieren. Beim Übergang vom hohen zum niedrigen Niveau geben sie Energie in Form von Licht ab. Wie lange das Zifferblatt einer Sportuhr nachleuchtet, hängt von der Dauer der Beleuchtung und der Anzahl der aufladbaren Leuchtkristalle ab – je großflächiger Superluminova aufgetragen wird, desto stärker ist die Leuchtkraft.

Wie wird Superluminova bei NOMOS-Uhren aufgetragen?

Superluminova (der Markenname ist Super-LumiNova®) wird vom Schweizer Familienunternehmen RC Tritec AG in Pulverform zu den Uhren- und Zifferblattherstellern geschickt, wo es verflüssigt wird. Je nach Zifferblattgestaltung bieten sich verschiedene Verfahren zum Auftragen der Leuchtmasse an. Bei NOMOS-Uhren aus der Modellfamilie Autobahn wird Superluminova aufgeklebt – das nach innen gewölbte Zifferblatt bietet Platz für die vergleichsweise hohen und sehr leuchtstarken Superluminova-Blöcke. Für die feinen Ziffern der Ahoi-Atlantik-Modelle eignet sich der Tampondruck am besten. Die Zifferblätter der Club Sport-Familie können besonders viel Superluminova aufnehmen. Mit einem Belegungsstift wird die Leuchtmasse in die konvexen (nach innen gewölbten) Vertiefungen der Ziffern gefüllt. In der aktuellen Kollektion ist Club Sport neomatik 42 Datum blau die NOMOS-Uhr mit der stärksten Nachleuchtkraft.

Quelle: NOMOS

 


Veröffentlicht am: 30.05.2023

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