
(djd). Der 11. Februar steht europaweit im Zeichen des Notrufs. Dennoch ist vielen Menschen nach wie vor nicht bewusst, dass die 112 in allen EU-Ländern gilt. „Genau deshalb ist dieser Aktionstag so wichtig“, sagt Dr. Jan Brenner. Der Notarzt weiß aus langjähriger Erfahrung: Im Ernstfall zählt jede Minute.
Unfallsituationen erkennen und richtig reagieren
Gerade mit Beginn der Motorradsaison steigt das Unfallrisiko. „In den nächsten Wochen starten viele Motorradfans in die Zweiradsaison – darunter auch Fahrerinnen und Fahrer, die nur gelegentlich unterwegs sind und sich überschätzen“, so Brenner. Kommt es zu einem Unfall, ist eine schnelle und strukturierte Erstversorgung lebensentscheidend. Dazu zählen nicht nur medizinisches Fachwissen und Infusionslösungen, sondern auch das richtige Absetzen des Notrufs. Wer die 112 wählt, sollte ruhig bleiben, klare Angaben machen und die fünf W-Fragen beantworten: Wo ist der Unfall passiert? Was ist geschehen? Wie viele Verletzte gibt es? Welche Verletzungen sind erkennbar? Anschließend gilt es, auf Rückfragen der Leitstelle zu warten und das Gespräch nicht selbst zu beenden – häufig werden bereits am Telefon lebensrettende Hinweise gegeben.
Lebenswichtige Infusionslösungen
Infusionslösungen spielen bei der Erstversorgung eine zentrale Rolle, etwa um bei starkem Blutverlust den Kreislauf zu stabilisieren. Zum Einsatz kommen sogenannte Vollelektrolytlösungen – mehr zur Herstellung unter www.vks-kalisalz.de. Sie bestehen aus Wasser, Natriumchlorid sowie Mineralstoffen wie Kalium, Calcium und Magnesium in körperähnlicher Konzentration. Elektrolyte sind für viele Stoffwechselprozesse unverzichtbar: Kalium unterstützt die Reizweiterleitung der Muskeln und die Herzfunktion, Natrium reguliert unter anderem den Wasserhaushalt.
Die für die Elektrolytlösungen verwendeten Pharmasalze haben einen Reinheitsgrad von 99,9 Prozent. Wie bei allen medizinischen Anwendungen ist auch hier die dauerhaft hohe Qualität der Ausgangsstoffe entscheidend. Diese Anforderungen erfüllen die Rohstoffe, die in einigen deutschen Kali- und Salzbergwerken gefördert werden. Mithilfe aufwendiger Technik entstehen daraus hochreine Pharmasalze. Die gesamte Produktion ist nach ISO-Normen zertifiziert und wird von unabhängigen Prüfdienstleistern überwacht. Erst nach der Analyse kontinuierlich entnommener Proben werden die Vollelektrolytlösungen für den Einsatz in Krankenhäusern und der Notfallmedizin freigegeben. „Eine Arbeit als Notarzt ohne Infusionslösungen ist undenkbar“, sagt Brenner. „Sie verschaffen uns bei der Erstversorgung rund 30 Minuten zusätzliche Zeit – Zeit, die ein Leben retten kann.“
Foto: djd/VKS/Getty Images/stefanamer
Keine Zeit verlieren – richtig handeln
Was im Notfall zählt und warum jede Minute über Leben und Tod entscheidet
Veröffentlicht am: 20.01.2026
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