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Die aktuellen Gesundheitsnachrichten mit Michael Weyland

Thema heute: Demenz: Zahl der Betroffenen steigt bis zum Jahr 2060 immer weiter an



Die Zahl der Demenz-Erkrankungen wird – alleine im Rheinland - bis zum Jahr 2060 um fast 80.000 Fälle auf mehr als 234.000 Betroffene steigen, ein Zuwachs von 51,3 Prozent seit 2020. Das zeigen aktuelle Prognosen des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) in Kooperation mit den Universitäten Trier, Rostock und Köln. 

Die Expertinnen und Experten weisen darauf hin, dass durch den demografischen Wandel zugleich ein deutlicher Rückgang der erwerbstätigen Bevölkerung und damit eine Lücke in der Versorgung von Demenz-Erkrankten zu erwarten ist.

Infolge der zunehmenden Lebenserwartung ist davon auszugehen, dass die Zahl der Demenz-Fälle im Rheinland von aktuell knapp 155.000 auf mehr als 234.000 im Jahr 2060 ansteigen wird. Nach heutigem Stand der Wissenschaft können eine bessere Prävention von demenzbegünstigenden Faktoren wie Bluthochdruck und Diabetes sowie ein höheres Bildungsniveau dazu beitragen, etwa die Hälfte der Demenz-Neuerkrankungen zu vermeiden. Demnach könnten die Demenz-Fallzahlen im Jahr 2060 zwischen rund 143.000 und rund 171.000 und somit deutlich niedriger liegen als in den aktuellen Prognosen.

„Demenz ist nicht ausschließlich altersabhängig, sondern wird durch eine Vielzahl von Risikofaktoren beeinflusst. Präventiven Maßnahmen kommt daher eine zentrale Bedeutung zu“, sagt man bei der AOK Rheinland/Hamburg. „Nach aktueller Forschung wird ein reduziertes Erkrankungsrisiko mit einer ausgewogenen Ernährung, regelmäßiger körperlicher Aktivität sowie kognitiver und sozialer Interaktion in Verbindung gebracht. Der Verzicht auf Rauchen und übermäßigen Alkoholkonsum kann zudem den Krankheitsbeginn hinauszögern.“

Ländliche Regionen im Rheinland besonders betroffen Die Prognose der Demenz-Entwicklung und der Bevölkerungszahlen des WIdO basiert auf einem neuartigen Verfahren, mit dem es auch möglich ist, Ergebnisse regional bis auf Kreisebene darzustellen. Die Zahlen aus dem Rheinland zeigen, dass die bereits heute bestehenden Unterschiede zwischen städtischen Regionen mit junger Bevölkerung und ländlichen Regionen mit relativ alter Bevölkerung deutlich größer werden. Für das Jahr 2060 wird erwartet, dass der Anteil der Bevölkerung, der zu einem bestimmten Zeitpunkt mit Demenz lebt, je nach Region variiert.

Den kompletten Beitrag können Sie auch nachhören oder downloaden.

 


Veröffentlicht am: 19.06.2026

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