(djd). Hunde sind für viele Menschen nicht nur einfach ein Haustier, sondern gelten als enge Begleiter und festes Familienmitglied. Diese Bindung führt oft zu dem Wunsch, den Vierbeiner überall dabeizuhaben – ob im Restaurant, beim Einkaufsbummel oder selbst auf dem Stadtfest.
Doch was vom Menschen fürsorglich gemeint ist, kann für das Tier schnell zu einer Belastung werden. Nicht jede Situation ist für Hunde mit ihren feinen Sinnen geeignet. Wann kann aus Nähe eine Überforderung werden und wie lässt sich das Tierwohl sicherstellen?
Stresssignale des Hundes erkennen
Reizüberflutung, Lärm, Gedränge in vollen Innenstädten: Viele Alltagsszenen, die für Menschen selbstverständlich sind, überfordern Hunde. Ob und wann der Vierbeiner von einer Situation gestresst ist, zeigt sich in seiner Körpersprache und seinem Verhalten. Zu klassischen Anzeichen zählen etwa Gähnen, Lecken, das Abwenden des Kopfes, aber auch ein eingeklemmter Schwanz, geduckte Haltung oder extremes Hecheln. Manche Hunde ziehen sich zurück, andere zeigen aggressives Verhalten – und wieder andere verweigern schlicht die Zusammenarbeit. Wer diese Zeichen erkennt, sollte entsprechend handeln. "Nicht jede Umgebung ist für Hunde geeignet. Manchmal ist es wichtig, die eigenen Bedürfnisse und Wünsche zurückzustellen. Dazu zählt auch, vorausschauend zu planen und den Hund im Zweifel lieber direkt zu Hause in seiner vertrauten Umgebung zu lassen", sagt Ricarda Gürne von Das Futterhaus. Wer mit seinem Hund unterwegs ist, sollte vorbereitet sein: Wasser, ein gut sitzendes Geschirr, Schutz vor Hitze und Rückzugsplätze sind unerlässlich. Unter www.futterhaus.de finden sich weitere Tipps sowie Adressen von bundesweiten Fachhandlungen für eine individuelle Beratung.
Alleinsein will gelernt sein
Für geübte Hunde ist es absolut in Ordnung, in ihrer gewohnten Umgebung zu bleiben. Besonders ältere, kranke oder unerfahrene Tiere profitieren davon, nicht jeder Situation ausgesetzt zu werden. Umwelttraining in kleinen Etappen, etwa durch kurze Ausflüge, einen Cafébesuch oder Fahrten mit Bus und Bahn, helfen, Stressresistenz aufzubauen. Wichtig ist, dem Hund jederzeit Sicherheit zu bieten und für Pausen zu sorgen. Zudem gehört zur tiergerechten Haltung auch das Alleinbleiben – nicht als Strafe, sondern als erlernte Fähigkeit. „Alleinbleiben kann und sollte bereits im Welpenalter geübt werden. Aber auch ältere Hunde können dies noch erlernen“, erklärt Ricarda Gürne weiter. Feste Routinen, ein sicherer Rückzugsort und zum Beispiel eine vertraute Decke helfen dabei, Trennungszeiten stressfrei zu gestalten. Denn echte Fürsorge bedeutet nicht, den Hund stets mitzunehmen – sondern ihn manchmal bewusst daheim zu lassen.
Foto: djd/www.futterhaus.de/Martina van Kann
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Veröffentlicht am: 04.08.2025
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