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Stoßgebete GEN HIMMEL

In Corona-Zeiten möchte man schon manches Stoßgebiet gen Himmel schicken

Das Tourismusamt Burgund-Franche-Comté gibt die besten Tipps für die passende Umgebung. Orte der Besinnung findet man in der französischen Region in großer Zahl.

Vézelay ist ein Höhepunkt jeder Burgund-Reise. Der Ort gehört zum UNESCO-Welterbe und zu den schönsten Dörfern Frankreichs. Auf der Höhe des „Ewigen Hügels“ ist die Basilika Sainte-Madeleine schon von weitem zu sehen. Der Ort hat eine mehr als tausendjährige Geschichte und besitzt eine ganz besondere Atmosphäre. Prinzen, Könige, Kaiser, Leute aus dem Volk und tausende Pilger sind seit dem 12. Jahrhundert hierhergekommen, um die Reliquien der Heiligen zu verehren, bevor sie sich auf den Jakobsweg oder die Kreuzzüge begaben. In der Basilika führt der Weg von der Vorkirche bis zum Chor ins Licht. Tympana und Kapitelle bilden ein aus Stein gehauenes Skulpturenbilderbuch.

Ein beeindruckendes Kleinod besitzt auch die Stadt Sens, die aus Richtung Paris als Pforte zu Burgund gilt. Im Mittelalter wurde sie zu einem der wichtigsten Zentren religiösen Lebens, wie es die im 12. und 13. Jahrhundert erbaute Kathedrale Saint-Etienne bezeugt. Sie ist die erste der großen gotischen Kathedralen Frankreichs. Die Statuen der zwölf Apostel sind in der französischen Revolution verschwunden. Die des Heiligen Stephanus, Namenspatron der Kathedrale, wurde jedoch von den Revolutionären verschont, weil ihm ein Bürger von Sens eine Jakobinermütze aufgesetzt hatte. Der Kirchenschatz, von immensem Reichtum, ist im Palast der Erzbischöfe zu bestaunen.

Ein Denkmal moderner Sakralarchitektur aus dem 20. Jahrhundert ist die Kapelle Notre Dame du Haut (Foto) auf dem Hügel von Ronchamp. Seit  2016 gehört sie offiziell zum Weltkulturerbe der UNESCO. Nach dem 2. Weltkrieg sollte der französisch-schweizerische Architekt Le Corbusier dem Ort einen neuen Impuls geben und eine moderne Sakralarchitektur verwirklichen. „Ich wollte einen Ort der Stille, des Gebets, des Friedens und der inneren Erbauung schaffen“ bekannte Le Corbusier anlässlich der Einweihungsfeier. „Notre-Dame de Ronchamp“ steht wie eine weiße Arche da, mit farbig verglasten Öffnungen. Die Materialien Beton, Stein, Holz, Gusseisen, Bronze, Email und Glas hat Le Corbusier zu einem Werk verarbeitet, das dem Betrachter erstaunlich leicht anmutet.

Mönchen  aus  Noirmoutier,  die  mit  den  Reliquien  ihres  Klostergründers  Philibert  vor  den  Überfällen  der  Wikinger  geflüchtet   waren,   schenkte   Karl   der   Kahle   875   ein   Heiligtum am Ufer der Saône. Damit begann der Aufstieg von  Kloster  und  Stadt Tournus.  Die  Abteikirche   Saint-Philibert,     eine  der  ältesten  unter  den  großen  romanischen  Bauten,  stammt  überwiegend  aus  dem  11.  und  12.  Jahrhundert.  Aus  dem  Halbdunkel  der wuchtigen Vorkirche tritt man in das außergewöhnlich helle Langhaus und steigt dann in die weitläufige Krypta mit  Brunnen  und  Chorumgang  hinab.  Im  Chor  erzeugen  zeitgenössische  Kirchenfenster  ein  vielfältiges  Licht-  und  Schattenspiel auf den romanischen Mosaiken.

Die romanische  Basilika von Paray-le-Monial    präsentiert  sich  als  vollständiges,  wenn  auch  verkleinertes    Abbild    der    Abteikirche    von    Cluny.    In    Würdigung  der  Visionen  der  heiligen  Marguerite-Marie  Alacoque steht  sie  heute  unter  dem  Patrozinium  des  Sacré-Cœur  (Herz  Jesu).    Die  Wallfahrtstätte  von  Paray-le-Monial  hat  eine  lange  Tradition. Die restaurierte cluniazensische Basilika mit dreistöckigem Aufbau   spielt   mit   dem  einfallenden  Licht,  besonders  subtil  im  Chorbereich.  Der feierlichen  Stimmung  in  der  Basilika  entspricht  die  Stille  des  benachbarten  Kreuzgangs,  der  im  17.  Jahrhundert  in  perfekter  Abstimmung  zur  Kirche  neu  gebaut  wurde.

Nevers liegt am Ufer der Loire. Ihre gotische Kathedrale Saint-Cyr-et-Sainte-Julitte hat als Besonderheit einen zweiten Chor mit Krypta im Westen, Überreste des romanischen Vorgängerbaus. Sie besitzt europaweit die größte Fläche an modernen Glasfenstern, die namhafte Künstler geschaffen haben. Die romanische Kirche Saint-Etienne hingegen wurde Ende des 11. Jahrhunderts errichtete die architektonische Einflüsse aus Burgund und der Auvergne verbindet, gehörte zu einem cluniazensischen Priorat, Kernstück des heutigen Stadtviertels. Hinter dem Parc Roger Salengro befindet sich das Kloster Saint-Gildard der Barmherzigen Schwestern, wo die Gebeine der heiligen Bernadette Soubirous ruhen, der kleinen Seherin von Lourdes, die hier mit 23 Jahren ins Kloster eintrat.

Foto: La Porterie-AONDH

 


Veröffentlicht am: 15.09.2020

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