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Morgengruß von Helmut Harff: Arme Sau?

Lassen wir sie gut leben

Früher hungerten auch in dem Gebiet, das wir heute Deutschland nennen, die Menschen. Viele verhungerten, viele wanderten aus. Damals hatten es dagegen die Schweine gut. Die lebten ein saugutes Leben.

Das hat sich in den vergangenen Jahrzehnten total umgekehrt. Uns geht es saugut, den Schweinen dagegen schweinisch schlecht. Zumindest ist das in den allermeisten Fällen so. Unser Vorfahren konnten also tolles Fleisch essen, wenn sie zu den wenigen gehörten, die überhaupt Fleisch auf den Teller bekamen. Und wir heute? Wir bekommen, so wir wollen, jeden Tag Fleisch auf den Tisch und das von Schweinen, die von den meisten von uns genauso weit entfernt sind wie der Mann im Mond. Wir wissen nicht einmal wie sich ein Schwein anfühlt. Riechen wollen wir es schon gar nicht. Uns reicht schon der Geruch des Fleisches, wenn wir es aus seiner Plastikverpackung puhlen. Wir spülen es dann lange ab. Das ist auch kein Problem, denn nass ist es schon längst.

Doch wollen wir das? Wollen wir das am „Tag des guten Fleisches“? Ich will das auf jeden Fall nicht. Ich will gutes Fleisch. Das hat in erster Linie nichts mit meinem Mitleid mit den Schweinen zu tun, sondern mit meinem Verständnis für gutes Essen. Davon, dass ich gutes Fleisch mag, profitiere allerdings nicht nur ich, sondern auch die Schweine. Die liefern nur dann gutes Fleisch, wenn es ihnen zuvor gut, wenn es ihnen saugut ging.

Nun höre ich immer wieder, dass wir besseres, aber weniger Fleisch essen sollen. Ich halte das für totalen Unsinn. Warum sollte ich weniger Fleisch essen? Profitieren die Schweine davon? Ja? Wieso, weil Schweine, denen es saugut, geht mehr Platz brauchen? Das ist wohl so. Doch dem ist nur dann so, wenn wir nur die edelsten Stücke vom Schwein essen und der Rest, der leider gar kein Rest sondern der großer Teil des Schweines ist, im Hundefutter landet. Wenn wir alles, was ess- und genießbar vom Schwein und von allen anderen Tieren essen, brauchen wir ziemlich sicher nicht mehr Tiere.

Und es gibt noch ein anderes Problem gutes Fleisch zu bekommen: Es gibt immer weniger, die das verkaufen. Ob das auch der Grund dafür ist, dass der „Tag des guten Fleisches“ nicht von Tierschützern, sondern 2017 als Marketingaktion von Otto Gourmet ins Leben gerufen wurde? Ja, wenn ich gutes Fleisch haben will, dann greife ich immer häufiger auf den Service von Online-Anbietern guten Fleisches zurück. Leider sind auch die nicht mutiger als viele Metzger oder auch Supermärkte. Auch die Online-Lieferanten liefern nur die ach so begehrten Superteile der Tiere. Ich wünsche mir, dass ich dort auch Innereien, Speck, Zunge und was es noch so vom Tier gibt bestellen kann, denen es zuvor saugut ging. Schließlich soll nicht nur Schnitzel und Kamm von hoher Qualität, sondern auch Leber oder Herz sein.

Auf den Frühstückstisch der Besten Frau der Welt und mir kommt neben einigem anderen auch Wurst und Schinken von Viechern denen es einst saugut ging – und das nicht nur am „Tag des guten Fleisches“.

Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Frühstück.

Gratulation allen, die heute Namenstag haben: Carmen, Irmgard

Foto: Pixabay

 


Veröffentlicht am: 16.07.2021

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