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"Film ohne Grenzen": Verrücktheit gehört dazu

Ein Gespräch mit Susanne Suermondt



In Bad Saarow, rund 60 Kilometer von Berlin entfernt, findet vom 1. bis 4. September 2022 die 10. Auflage des Festivals "Film ohne Grenzen" statt. Organisiert wird das Festival, das weit ins Land ausstrahlt, von drei Damen - Susanne Suermondt, Tanya Berndsen und Yvonne Borrmann.

Frau Suermundt, Filmfestivals gibt es viele, die Berlinale im nahe gelegenen Berlin, in Venedig, Toronto oder Cannes, um nur wenige zu nennen. Worin unterscheidet sich "Film ohne Grenzen" von den genannten?
Susanne Suermondt:
Das kann man gar nicht vergleichen. Wir sind viel kleiner, bei uns gibt es beispielsweise auch keinen Filmmarkt. Wir agieren antipodisch, sind ein Landfestival, bei dem sich Filmfreunde in der Natur treffen.

Stapeln Sie da nicht etwas tief? Schließlich kommen Filmgrößen wie Volker Schlöndorf oder der Schriftsteller Ferdinand von Schirach als Diskussionsgäste nach Bad Saarow.
Susanne Suermondt:
Na ja, das stimmt. Irgendwie sind wir ja auch Stolz auf die Provinz und darauf, dass wir Leute für das Festival, Bad Saarow und den Scharmützelsee begeistern können. Nur eine kleine Anekdote: Als wir vor Jahren Margarethe von Trotta einluden, fand sie die Einladung ganz nett. Was passierte? Sie kam im nächsten Jahr wieder.

Filmfestivals leben von ihren Preisen, von den Bären, von goldenen Palmen und ähnlichem. "Film ohne Grenzen" kommt ohne Preis aus. Gibt es dafür einen Grund?
Susanne Suermondt:
Ja, den gibt es und der ist ganz profan. Das ist schlicht unserer Größe geschuldet. Außerdem wollen wir keine Filme in eine Schublade stecken. Ja, wir sind auch der Ansicht, dass alle unsere Filme preiswürdig sind.

Ragt keiner heraus?
Susanne Suermondt:
Doch schon. Ich bin besonders stolz auf die Animationsfilme, die wir zeigen werden. Die sind wirklich etwas ganz Besonderes, was Tolles, was man sich unbedingt ansehen sollte.

Wer sind eigentlich die Gäste von "Film ohne Grenzen"?
Susanne Suermondt:
Das ist gar nicht so einfach zu sagen. Das ist eine breite Mischung. Es sind vor allem Menschen, die offen für Filme sind. Es sind aber auch ausflugsbegeisterte Zeitgenossen, die das Ambiente unseres Festivals schätzen.

Das ist ja nun alles andere als einfach, so unterschiedliche Menschen nach Bad Saarow zu bringen. Wie schaffen Sie und Ihre Mitstreiterinnen das?
Susanne Suermondt:
Ja, das geht nur mit sehr viel Herzblut und Herzlichkeit. Wir wollen ja die Leute zusammen bringen. Das gelingt mit einer Mischung aus Kunst und tollen Gästen einerseits und mit dem Gartenparty-Feeling andererseits. Wir bringen inzwischen nicht nur die Menschen nach Bad Saarow, auch aus dem Ort und der Umgebung kommen jetzt die Gäste. Das liegt vielleicht auch daran, dass alles, was wir beauftragen in Brandenburg bleibt. Darauf legen wir sehr viel wert, zumal so auch die öffentlichen Mittel, die wir erhalten, in der Region bleiben.

Herzblut ist das eine, doch ich habe auch den Eindruck, dass man so ein Festival – und das über zehn Jahre – nur mit einer Portion Verrücktheit organisieren kann. Liege ich da ganz falsch?
Susanne Suermondt:
Nein, da haben Sie schon recht. Verrücktheit gehört bei mir und Tanya Berndsen, aber auch bei allen anderen, die so ein Festival erst möglich machen, sicherlich dazu. Übrigens, wir sind viele Frauen, die das stemmen.

Wie kam es, das Sie vor mehr als zehn Jahren die Idee hat, jetzt mache ich mal ein Filmfestival?
Susanne Suermondt:
Ich arbeitete beim Privatfernsehen und das wurde langweilig. Da wurde ein Mädchentraum von mir wieder wach, nämlich der, eben ein Filmfestival auf die Beine zu stellen. Das war nicht einfach und man braucht dazu Langmut. Doch als Frau aus dem Norden hatte ich den notwendigen Langmut. Auch den Langmut und das Glück, diesen ehrenamtlichen Job machen zu können. Es ist ein Geschenk, über zehn Jahre so ein tolles Festival immer wieder auf die Beine zu stellen und das mit einem so tollen Team.

Bild: vlnr: Susanne Suermondt, Festivalleiterin, Volker Schlöndorff, Regisseur, Tanya Berndsen, Festivalleiterin
©Boris Trenkel

 


Veröffentlicht am: 28.08.2022

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