
Der Europäische Kompositionspreis wird jährlich im Rahmen des internationalen Festivals Young Euro Classic verliehen. Mit 5.000 Euro dotiert, wird der Preis vom Regierenden Bürgermeister von Berlin ausgelobt und zeichnet die beste Ur- oder Deutsche Erstaufführung aus, die während des Festivals gespielt wird.
Bereits zum 27. Mal setzt Young Euro Classic mit der Verleihung des Europäischen Kompositionspreises ein starkes Zeichen für die Förderung junger, zeitgenössischer Komponist:innen – ein zentrales Anliegen des Festivals seit seiner Gründung. Die Auswahl der prämierten Komposition trifft dabei eine ehrenamtliche Jury, die sich aus musikbegeisterten Menschen zusammensetzt. Der Komponist und Musiker Michael Essl übernimmt in diesem Jahr den Juryvorsitz. Seine Arbeit ist preisgekrönt und vielfältig. Er hat bereits Opern für Kinder („das NEINHorn“), Stummfilmmusik sowie Werke für Kammermusik-, Orchester- und Chorbesetzung verfasst.
Engagierte Musikliebhaber:innen können sich ab sofort bewerben, Teil der Jury zu werden. Musikalische Vorkenntnisse oder eine Ausbildung sind nicht nötig, nur die Möglichkeit, 12 Konzertabende zu besuchen.
Die Bewerbung ist vom 8. Juni – 12. Juli 2026 telefonisch möglich unter: 030 88 47 13 930 (Anrufbeantworter mit Rückruf).
Die Preisverleihung findet zum Abschluss von Young Euro Classic am 16. August im Rahmen des Konzerts des Accademia Youth Symphony Orchestra aus Italien statt.
Seit Bestehen des Festivals wurden bereits 37 Werke mit dem Europäischen Kompositionspreis geehrt – ein eindrucksvolles Spektrum der Vielfalt zeitgenössischer Komposition. 2025 erhielt der schottische Komponist Jay Capperauld den Preis für sein Werk „Galvanic Dances“.
Weitere Informationen und Bewerbungsdetails zur Jury finden Sie unter: www.young-euro-classic.de
15 Neukompositionen stehen an 12 Konzertabenden zur Auswahl
Den Anfang macht das Orchestre des Jeunes du Luxembourg, das am 2. August bei Young Euro Classic debütiert und dabei das brandneue Werk „If the bell rings, why should we run?“ des luxemburgischen Komponisten und Saxophonisten Hy-Khang Dang spielt.
Auch das Orchester des Zheijang Conservatory of Music aus China tritt erstmals bei Young Euro Classic auf (5. August) und hat die Deutsche Erstaufführung einer Komposition von Zhang Ying im Programm. Man darf gespannt sein, wie ihre „Akademische Festouvertüre“ sich auf das gleichnamige romantische Werk von Johannes Brahms beziehen wird.
Ein neues Werk des niederländischen Komponisten Chris Muller, der zudem Pianist und Bandleader ist, hat das Jong Metropole Symphonic Jazz Orchestra aus den Niederlanden am 6. August als Deutsche Erstaufführung im Repertoire.
„Saudades, só portugueses“ von César Rafael wird am 7. August vom Jovem Orquestra Portuguesa uraufgeführt. Das Werk trägt die Programmatik des Abends im Titel – „saudade“ ist ein schwer übersetzbarer Ausdruck für Sehnsucht und Verlangen.
Die Nationale Jugendphilharmonie der Türkei stellt ihr Programm am 8. August unter den Titel „Zauber“ – das gewisse Etwas wird dazu „Je ne sais quoi“ von Emre Şener in Deutscher Erstaufführung beitragen.
Das Youth Symphony Orchestra of Turkmenistan präsentiert bei seinem Debütauftritt am 9. August gleich zwei Deutsche Erstaufführungen: Der französische Komponist Pierre Thilloy lässt mit „Diable qui danse“ den Teufel aufs Parkett. Der US-Amerikaner Aidan Gold greift für „Lieder aus Turkmenistan“ auf turkmenische Melodien zurück und lässt daraus ein symphonisches Werk für Orchester und Schlagwerk entstehen.
„Antrópolis“ von der Grammy-prämierten mexikanischen Komponistin Gabriela Ortiz wird am gemeinsamen Konzertabend des Orchestra of the Americas und des Penderecki Youth Orchestra (10. August) erstmals in Deutschland zu hören sein und das Publikum auf einen musikalischen Spaziergang durch Mexico City einladen.
Ebenfalls auf eine Reise geht das nordirische Ulster Youth Orchestra mit der Deutschen Erstaufführung von Sam Kanes „Journey to the Otherworld“ am 12. August. Das von Young Euro Classic in Auftrag gegebene Werk ist inspiriert von einer irischen Sage – Hauptfigur Bran segelt durch die Unterwelt und trifft auf mystische Kreaturen.
Ein weiterer Debütant bei Young Euro Classic mit gleich zwei neuen Werken im Programm ist das Slovenian Youth Orchestra (13. August). Beide Stücke stehen für zeitgenössische Klassik, die keine Scheu vor genreübergreifenden Kompositionen hat: Lauri Porras „Entropia“ – der finnische Komponist ist Urenkel von Jean Sibelius und Mitglied der Power Metal-Band Stratovarius – ist ein experimentelles Werk für E-Bass und Orchester; der slowenische Komponist Matija Krečič ist sowohl in neuer Musik, Film- und Theatermusik bewandert, wie in der Deutschen Erstaufführung von „Fast Break“ zu hören sein wird.
Der Österreicher Konrád Varga ist erst 20 Jahre alt – somit führt die Angelika Prokopp Sommerakademie der Wiener Philharmoniker am 14. August ein neues Werk des jüngsten Komponisten im gesamten Festivalprogramm auf.
Der Auftritt des Estonian National Opera Boys ’ Choir bei Young Euro Classic ist an sich schon besonders. Dazu singt das Ensemble zwei Werke von Andres Lemba, die erstmals in Deutschland zur Aufführung kommen: „Ubi caritas“ und „Dona nobis pacem“.
Auch am Abschlussabend des Festivals erklingt ein neues Werk: das erstmalig beim Festival spielende Accademia Youth Symphony Orchestra aus Italien hat mit „Ritual“ eine Deutsche Erstaufführung des italienischen Komponisten Domenico Turi im Programm.
Eine zusammenfassende Übersicht finden Sie unter: https://young-euro-classic.de/de/kompositionspreis_2026
Hier spielt die Zukunft!
Young Euro Classic · Festival der besten Jugendorchester der Welt vom 31. Juli bis 16. August 2026 im Konzerthaus Berlin
Alle Abendkonzerte beginnen um 19 Uhr, alle Konzerte von „FUTURE NOW“ um 16:30 Uhr. Zu ausgewählten Abendkonzerten finden Konzerteinführungen ab 18 Uhr im Werner-Otto-Saal statt.
Das ausführliche Festivalprogramm abrufbar unter: www.young-euro-classic.de
Preiskategorien 39 € / 27 € / 16 € (plus Vorverkaufsgebühr).
Berechtigte Personen erhalten für alle Preiskategorien 30 % Teilhabe- und Bildungsermäßigung. Details finden Sie auf unserer Webseite im Servicebereich.
Tickets gibt es über die Young Euro Classic-Webseite, die Ticket-Hotline (+49 / (0)30 / 8410 8909, erreichbar Montag–Sonntag: 10–18 Uhr) und an allen bekannten Vorverkaufsstellen.
Festival im Festival „FUTURE NOW“: alle Karten 18 €
Festival Pass für alle fünf „FUTURE NOW“-Konzerte: 70 €
Festival Pass für eine Auswahl von drei „FUTURE NOW“-Konzerten: 45 €
Karten für den „NEXT GENERATION Kindertag“: 8 € für Kinder, 10 € für Erwachsene
Bild: MUTESOUVENIR | KAI BIENERT
Europäischer Kompositionspreis 2026
Young Euro Classic sucht Mitglieder für Publikumsjury
Veröffentlicht am: 04.06.2026
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