
Tanz ist eine internationale Sprache, die viele Ausdrucksformen kennt. Für die Neuproduktion Different Grounds sind die australische Choreografin Stephanie Lake, der israelische Choreograf Shahar Binyamini und der französische Choreograf Julian Nicosia der Einladung von Semperoper Ballett-Direktor Kinsun Chan gefolgt, in Dresden jeweils eine neue Arbeit mit der Company zu entwickeln. Die Tänzer*innen bringen am 31. Oktober 2026 diese drei individuellen Choreografien in der Semperoper zur Uraufführung.
Mit Different Grounds treffen drei unterschiedliche choreografische Handschriften aufeinander, die dazu einladen, Unterschiede als Möglichkeit zur Begegnung und zum Austausch zu erleben. Aus dieser Begegnung entsteht ein vielstimmiger Blick auf die Vielfalt des zeitgenössischen Tanzes, wie sie auch die international geprägte Company des Semperoper Ballett auszeichnet. Begleitet von Musik von Johann Sebastian Bach, Robin Fox, Michael Anklin und Janiv Oron entsteht so ein Abend zwischen Tradition und Gegenwart, individueller Bewegung und gemeinschaftlicher Dynamik. Drei Uraufführungen, drei eigenständige künstlerische Sprachen finden an diesem außergewöhnlichen Premierenabend zusammen. „In unserer Neuproduktion ist es gerade die Verschiedenheit, die diese drei Stücke miteinander verbindet,“ so Kinsun Chan.
Stephanie Lake, seit der Spielzeit 2025/26 Artist in Residence des Semperoper Ballett und Resident Choreographer des Australian Ballet, kommt aus der freien australischen Tanzszene und leitet zugleich ihre eigene Company. Nach ihrem Werk Colossus, das im vergangenen Jahr erstmals in Dresden zu erleben war, entwickelt sie nun mit QUANTA eine erste Kreation eigens für das Semperoper Ballett. Lakes choreografische Arbeiten sind geprägt von außergewöhnlicher Körperlichkeit, Dynamik und visueller Kraft. Dabei interessiert die Choreografin besonders die Individualität der Tänzer*innen und das Zusammenspiel unterschiedlicher Persönlichkeiten innerhalb einer Gruppe.
Shahar Binyamini begann seine Karriere bei der Batsheva Dance Company in Tel Aviv und tanzte unter anderem Werke von Ohad Naharin und Sharon Eyal. Ausgehend von der von Naharin entwickelten Gaga-Bewegungssprache hat er eine eigene choreografische Handschrift entwickelt. In Body Suites untersucht Binyamini das Spannungsfeld von Erdung und Schwerkraft, Körperzentrum und Bewegung. Organische, intuitive Bewegungen lassen Energie durch den Körper fließen und eröffnen einen unmittelbaren Zugang zu dessen inneren Impulsen.
Julian Nicosia wiederum ist geprägt von der französischen Balletttradition, seiner Zeit bei der Dresden Frankfurt Dance Company sowie vom choreografischen Erbe William Forsythes. In der Spielzeit 2024/25 präsentierte er mit Tag Team I seine erste Arbeit für das Semperoper Ballett. Nicosias Arbeiten entstehen in Auseinandersetzung mit der Identität des jeweiligen Ensembles und bewegen sich zwischen neoklassischer und zeitgenössischer Ästhetik. In A Quiet Collision für die Dresdner Company erweitert, akzentuiert und hinterfragt er klassische Bewegungsmuster.
Different Grounds (Dreiteiliger Ballettabend)
Quanta Stephanie Lake: Uraufführung
Body Suites Shahar Binyamini: Uraufführung
A Quiet Collision Julian Nicosia: Uraufführung
Musik von Johann Sebastian Bach, Robin Fox, Michael Anklin und Janiv Oron
Live-Cello und Musik von Tonträger
Premiere am Samstag, den 31. Oktober 2026 um 18 Uhr in der Semperoper
Weitere Vorstellungen am 4., 5., 8. 13 und 20 November 2026
Karten für die Veranstaltungen der Semperoper Dresden sind in der Schinkelwache am Theaterplatz (T +49 (0)351 4911 705) erhältlich. Für den Online-Kartenkauf und die Platzreservierung steht der 3D-Saalplan der Semperoper im Online-Ticket-Shop zur Verfügung.
Ballettpremiere: "Different Grounds"
Gespannte Vorfreude in der Semperoper
Veröffentlicht am: 14.10.2026
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