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09.07.2020

 

 


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Über sieben Brücken musst Du gehn

... willst Du durch Burgund-Franche-Comté wandern

In Burgund-Franche-Comté führen zahlreiche Brücken über Loire und Saône, Doubs und Yonne. Einige sind uralt, einige erzählen spannende Geschichten, einige laden zu Festen ein. Alle verbinden Menschen.

La Charité-sur-Loire


500 Jahre wird die Brücke von La Charité-sur-Loire im kommenden Jahr 2020. Sie ist damit eine der ältesten noch erhaltenen Brücken über die Loire. Eine Ausstellung zur Veranschaulichung ihrer Geschichte ist geplant. Am Flussübergang trifft Tradition auf Moderne, denn erst 2017 wurde eine kunstvolle Brücke für Fußgänger und Radfahrer an die bestehende Struktur angebaut. In der Mitte des Flusses hat die Insel „Ile du Faubourg“,  etwa 200 Bewohner. Dort befindet sich der Campingplatz der kleinen Stadt, und von dort haben Touristen auch den schönsten Blick auf La Charité-sur-Loire mit der Prioratskirche. Die Insel gehört noch zur Region Burgund-Franche-Comté bevor dann eine weitere Brücke von der „Ile du Faubourg“ die Verbindung zur Nachbarregion Centre-Val-de-Loire herstellt.

Joigny

Die Brücke Saint-Nicolas führt in Joigny über den Fluss Yonne. Bis zum 16. Jahrhundert war sie bis auf die Pfeiler aus Holz. So konnte sich 1530 ein Feuer von der einen Stadtseite über Fluss in die andere Stadthälfte ausbreiten. Vom 17. bis zum 20. Jahrhundert führten Paraden des Reiterregiments über die Brücke. Nachdem es in Frankreich im 20. Jahrhundert bezahlte Ferien aber noch keine Autobahnen gab, ging der Autostrom von Paris ans Mittelmeer durch Joigny und staute sich oft auf der Brücke. Diese Staus werden heute jährlich in einem Vintage-Fest nachgestellt. Auch 2020 kommen am 5. und 6. September wieder 400 Oldtimer aus den 60er Jahren auf der Brücke zusammen, es werden Konzerte und Tanzvorführungen veranstaltet. Fotografieren lässt man sich in Joigny gerne an der Brücke „Pont de Cézy“. Auch Frischvermählte suchen diesen idyllischen Foto Spot mit Brücke, Fischerbooten und Schwänen.

Besançon

Die Brücke „Pont Battant“ in Besançon über den Doubs, beeindruckt durch Ihr Alter. Sie verband das historische Stadtzentrum „La Boucle“ mit dem Viertel „Battant“. Es muss zunächst eine Furt gegeben haben, die dann von einer Holzbrücke überspannt wurde. Um 160 n. Chr wurde dann während der Römerzeit eine siebenbogige Steinbrücke erbaut. Sie wurde im zweiten Weltkrieg in Mitleidenschaft gezogen, so dass 1953 die Brücke neu gebaut wurde. Nach 2013 wurde sie dann noch einmal erweitert, damit die neue Straßenbahn sie benutzen konnte. Wie am „Pont des Arts“ in Paris haben Verliebte Schlösser an den Gittern der Brücke angebracht, um sich ewige Treue zu schwören. Schon 2015 hatte die Stadtverwaltung über 400 Schlösser gezählt. Von der römischen Brücke sind auch heute noch kleinere Relikte zu sehen.

Nevers

Die Loire-Brücke in Nevers (Foto) war zunächst aus Holz gebaut. 1389 wurde sie vom winterlichen Eis zerstört. Zu Zeiten des französischen Königreichs hatte sie eine große Bedeutung für Reisende und den Warenverkehr auf dem Weg nach Lyon. Prozessionen und Feste wurden auf der Brücke abgehalten. Zu Aschermittwoch warf man eine Puppe, die den Karneval symbolisierte, von der Brücke in die Loire. Der heutige „Pont de Loire“ ist eine Straßenbrücke, die 1767 begonnen und 1832 fertig gestellt wurde. Sie ist 350 Meter lang und hat 14 Bögen, die den Hochwassern im 20. Jahrhundert gut getrotzt haben. Von Süden kommend, hat man von der Brücke einen beeindruckenden Blick auf Nevers mit der Katdhedrale Saint-Cyr-et-Sainte-Julitte und den Turm Goguin.

Sens

Die Brücke „Lucien Cornet“ in Sens ist bei Winzern gut bekannt. Flussabwärts wachsen die Weine Frankreichs (vins de France) und flussaufwärts die Weine Burgunds (vins de Bourgogne). Seit 1414 ist die Brücke über die Yonne mehrfach neu erbaut worden. Zunächst hatte sie sechs Bögen und seit 1739 drei. Das heutige Bauwerk stammt aus dem Jahr 1913 und trägt den Namen des damaligen Bürgermeisters « Lucien Cornet ». Die 25.000 Einwohner der Stadt sind stolz auf „Saint-Etienne“, die erste gotische Kathedrale Frankreichs. Das Gotteshaus wurde ab 1140/45 erbaut. Der Kirchenschatz, von immensem Reichtum, ist im Palast der Erzbischöfe zu bestaunen.

Dole

Über den 140 Meter langen „Pont Louis XVI“ erreicht man Dole. Er wurde von 1762 bis 1769 über den Doubs gebaut und im 20. Jahrhundert erweitert. Louis Pasteur ist der bekannteste Sohn der Stadt. Er wurde hier am 27. Dezember 1822 geboren. Sein Geburtshaus ist heute ein vielbesuchtes Museum. Historische Hospiz-, Parlaments-, Universitätsgebäude, und ein Palais zeugen von der glorreichen Geschichte der Stadt. Die Stiftskirche Notre-Dame aus dem 16. Jahrhundert beeindruckt durch ihren 75 m hohen Turm. Dole entwickelte sich im Laufe des 13. Jahrhunderts an dem wichtigen Flussübergang über den Doubs und kam 1678, unter Ludwig XIV zu Frankreich.

Tournus

Südlich von Tournus überspannt die metallene Brücke von Fleurville die Saône. Touristen, die sie noch sehen wollen, müssen sich ein bisschen beeilen, denn sie wird 2022 durch eine neue Konstruktion ersetzt und dann abgerissen. Der Ort ist dennoch recht geschichtsträchtig. Direkt unterhalb der Brücke befand sich das Café de la Marine. Dort traf sich Antoine de Saint Exupéry mit seinem Schriftstellerfreund Léon Werth, dem er den „Kleinen Prinzen“ gewidmet hatte. Die Brücke mit ihren 181 Metern war von 1898 bis 18991 erbaut worden und wurde im 2. Weltkrieg, am 3. September 1944, bombardiert.

Foto: Pixabay

 


Veröffentlicht am: 29.12.2019

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