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Zyklus und Menstruation: so offen gehen Paare damit um

Studie von Elite Partner



Entspannt oder peinlich berührt? Für die bevölkerungsrepräsentative ElitePartner-Studie "Zyklus und Menstruation" 2023 wurden über 1.500 liierte Frauen und Männer zwischen 18 und 49 Jahren dazu befragt, wie sie in ihrer Beziehung mit dem Thema Zyklus und Menstruation umgehen.


Die gute Nachricht: In den allermeisten Partnerschaften herrscht ein offener und rücksichtsvoller Umgang. Und doch gibt es noch immer einen deutlichen Anteil Männer, der das Thema als „Frauensache“ bezeichnet oder sich wünscht, möglichst gar nichts von der Menstruation der Partnerin mitzubekommen.

Offener Umgang in 9 von 10 Beziehungen normal – die Mehrheit begrüßt den gesellschaftlichen Diskurs


Geheime Verstecke für Tampons, Ausreden für Sex-Verzicht und unerklärliche Migräne-Attacken? Das ist in den meisten Beziehungen heute kein Thema mehr. 93 Prozent der Frauen und 89 Prozent der Männer gehen nach eigener Aussage in ihrer Beziehung offen mit der Periode und dem Zyklus um. Nur jeder achte Mann (12 Prozent) findet es heute noch unangenehm, Periodenprodukte für die Partnerin zu kaufen – 86 Prozent der Frauen erwarten auch, dass ihr Partner dazu bereit ist.

Die überwiegende Mehrheit der Liierten findet es zudem gut, dass auch in der Öffentlichkeit mehr über Zyklus und Menstruation gesprochen wird (Frauen: 76 Prozent, Männer: 68 Prozent). Jüngere sind allerdings etwas offener als ältere Befragte: So begrüßen 78 Prozent der Männer zwischen 18 und 29 den gesellschaftlichen Diskurs ausdrücklich, aber nur 59 Prozent der Männer zwischen 40 und 49 Jahren finden es gut, dass das Thema in den Medien und in privaten Gesprächen präsenter ist.

„Frauensache“: fast jeder fünfte Mann findet, das Thema gehe ihn nichts an

Und tatsächlich gibt es auch weiterhin einen deutlichen Anteil Männer, der mit dem Thema nichts zu tun haben will. „Mich interessiert das Thema nicht, das ist Frauensache“ – dieser drastischen Aussage stimmen 18 Prozent der männlichen Befragten zu. Bei Männern ab 30 liegt der Wert sogar bei 21 Prozent. Und 16 Prozent geben zu, dass es ihnen am liebsten ist, wenn sie von der Periode ihrer Partnerin gar nichts mitbekommen. Diesen Mangel an Offenheit nehmen offenbar auch die betroffenen Frauen wahr: 17 Prozent der liierten Frauen würden sich wünschen, dass ihr Partner sich besser mit dem Thema auskennt und 10 Prozent wünschen sich mehr Lockerheit von ihm.

Menstruations-Scham: für jede zehnte Frau Realität

Nicht jeder Frau gelingt jedoch ein so selbstbewusster und entspannter Umgang mit der eigenen Biologie. Für einige wenige Frauen ist das Thema noch immer sehr schamhaft besetzt. 7 Prozent der liierten Frauen ist es unangenehm, ihrem Partner zu eröffnen, dass sie ihre Periode bekommen haben. 8 Prozent bemühen sich sogar, ihre Menstruation zu verstecken und alles so zu arrangieren, dass der Partner nichts davon mitbekommt. Und 8 Prozent geben an, dass sie ganz grundsätzlich nicht mit ihrem Partner über ihre Menstruation sprechen möchten.

Diese Frauen scheinen dabei nicht immer nur auf Wunsch des Partners so verhalten zu agieren. Denn es gibt auch einige Männer, die umgekehrt die eigene Partnerin als unentspannt empfinden: 17 Prozent der Männer würden sich wünschen, ihre Partnerin wäre lockerer, was das Thema betrifft.

Männer auf dem Land gehen entspannter mit der Menstruation um

Urban heißt nicht unbedingt offen: Die Daten zeigen, dass liierte Männer vom Land (Wohnort bis unter 5.000 Einwohner:innen) deutlich entspannter mit dem Thema Periode umgehen als diejenigen in der Großstadt (ab 500.000 Einwohner:innen). Während es 21 Prozent der Männer in Großstädten unangenehm finden, für ihre Partnerin Periodenprodukte zu kaufen, geht es nur 9 Prozent auf dem Land so.

22 Prozent der urbanen Männer ist es außerdem lieber, wenn sie gar nichts von der Periode mitbekommen, auf dem Land meinen das nur 9 Prozent. Auch der Anteil, der das Thema als „Frauensache“ abtut, ist auf dem Land (15 Prozent) merklich geringer als in den Metropolen (23 Prozent). Immerhin reflektieren Städter ihre Distanz zum Thema auch stärker: 26 Prozent fühlen unsicher beim Thema Zyklus und Menstruation, weil sie sich zu wenig auskennen (Land: 13 Prozent).

Jedes zweite Paar merkt deutlichen Einfluss der Zyklusphase auf die Beziehung

Auch unabhängig von der Frage, wie offen Paare das Thema handhaben: Deutlich wird, dass der Zyklus für viele Paare sehr konkrete Auswirkungen auf das Beziehungsleben hat. 48 Prozent der befragten Frauen beobachten, dass sie vor bzw. während ihrer Periode emotionaler sind und sich das auch auf ihre Beziehung auswirkt. 43 Prozent der Männer stellen diesen Einfluss ebenfalls fest.

Und 39 Prozent der Frauen sowie 42 Prozent der Männer geben an, dass sich die Zyklusphase merklich auf ihr Sexleben auswirkt. Die meisten Frauen bescheinigen ihren Partnern dabei aber glücklicherweise einen sehr rücksichtsvollen Umgang mit ihrer Periode und zyklusbedingten Beschwerden (75 Prozent). Besonders jüngere Männer geben sich fürsorglich, so sagen 82 Prozent von sich, ihre Partnerinnen bei Beschwerden zu umsorgen (30 bis 39 Jahre: 75 Prozent, 40 bis 49 Jahre: 62 Prozent).

Psychologin und ElitePartner-Expertin Lisa Fischbach: „Um Unsicherheiten und Berührungsängste abzubauen, braucht es beide”


„Intensive Aufklärungsarbeit hat dazu beigetragen, ein entscheidendes Thema zu enttabuisieren”, so Diplom-Psychologin und ElitePartner-Expertin Lisa Fischbach. „Der Umgang mit dem weiblichen Zyklus sollte in Partnerschaften selbstverständlich und offen gelebt werden. Sowohl die Periode als auch hormonelle Schwankungen sind nicht nur eine ganz normale, biologische Realität, sondern wirken sich auch merklich auf den Alltag, das Paar- und Liebesleben aus. Dafür braucht es beide Partner:innen, die Verantwortung für einen offenen Austausch übernehmen und sich bemühen, Unsicherheiten und Berührungsängste abzubauen. Paare, denen es gelingt, hier Schamgefühle zu überwinden, stärken ihr Vertrauen zueinander und ihre Beziehung.”

Foto: Pana Koutloumpasis auf Pixabay

 


Veröffentlicht am: 17.07.2023

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