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Fahrradkauf: Was kann ich für mein Geld erwarten?

Diese Frage ist eine der grundlegenden beim Fahrradkauf



Wie viel darf ein gutes Fahrrad kosten? Diese Frage ist eine der grundlegenden beim Fahrradkauf. Oder, andersherum betrachtet: Was bekomme ich überhaupt für mein Geld? Die zweite Frage ist vielleicht sogar noch wichtiger und hängt stark von der jeweiligen Fahrzeugkategorie ab. 

Mit Blick auf unterschiedliche Preispunkte zeigt der pressedienst-fahrrad an ausgewählten Beispielen, bei welchen Kosten ein gutes Wunschrad ungefähr beginnt – beziehungsweise was man für sein Geld im Einstiegsbereich erwarten darf.

Preispunkt 500 Euro: solides Hardtail-Mountainbike


Ein solides Hardtail-Mountainbike bekommt man bereits ab einem Preis von ca. 500 Euro. Die Räder haben eine Federgabel, Kettenschaltung und Scheibenbremsen. Beispiele wie die „Onna“-Serie von Orbea unterstreichen den vielseitigen Einsatzzweck: Die Räder sind sowohl als Sportgerät für die Wochenendtour gedacht, als auch im Alltag einsetzbar. Schutzbleche, Gepäckträger und Akku-Beleuchtung lassen sich einfach nachrüsten. Ein gut verarbeiteter, stabiler Aluminiumrahmen sowie innenverlegte Züge sind bei diesem Preispunkt mittlerweile Standard.

Preispunkt 1.000 Euro: hochwertige Trekking- und Citybikes

Um die 1.000 Euro beträgt der Preis für ein hochwertiges Trekking-Bike. Die Räder, z. B. das „Treqana 9“ von Victoria, haben in der Regel einen Aluminiumrahmen, Scheibenbremsen, eine festinstallierte Lichtanlage, Schutzbleche sowie einen Gepäckträger. Interessant: Auch der Einstiegspreis für ein Rad mit einem hochwertigen, wartungsarmen Riemenantrieb von Gates beginnt ungefähr in dieser Preisklasse. Ein Rundum-Sorglos-Paket für tägliche Berufspendler:innen und Alltagsfahrer:innen, die auch einmal zu einer längeren Wochenendtour aufbrechen möchten, aber auf einen E‑Antrieb verzichten. Ein weiteres Beispiel ist das „Domingo X12 Pro“ von Winora. Das Rad kommt mit einer Einfach-Kettenschaltung mit zwölf Gängen, wie sie im Mountainbike-Bereich verwendet wird. Das unterstreicht den sportlichen Charakter des Bikes trotz Vollausstattung.

Preispunkt 1.500 Euro: Einstieg in den Gravelsport

Ab 1.500 Euro wird es sportlich. Hier ist ungefähr der Einstieg für Gravelbikes, wie das „Gavere Eco“ von Stevens Bikes. Die Rennmaschine ist für Feldwege, Matsch und Asphalt konzipiert. Das Rad verfügt über einen Aluminiumrahmen und eine leichte Starrgabel. Reifen sind bis zu einer Breite  bis 50 Millimeter möglich, verbaut ab Werk sind 45-Millimeter-Reifen von Schwalbe. Scheibenbremsen und eine Zwei-mal-Zehn-Gangschaltung gehören zum Standard. Gewindeösen ermöglichen das Anbringen von Bikepacking-Taschen. Wer 100 Euro drauflegt, bekommt mit dem „Gavere FEQ“ ein vollausgestattetes Pendelbike mit Schutzblechen, Gepäckträger und Lichtanlage.

Preispunkt 2.000 Euro: Modisches Citybike mit praktischen Features


Wartungsarmer Riemenantrieb in Kombination mit langlebiger Acht-Gang-Nabenschaltung, eine integrierte Lichtanlage im Steuerrohr, interne Kabelverlegung sowie eine stylische Optik: Derart hochwertige Features kann man von Trekkingrädern ab einem Preis um die 2.000 Euro erwarten. Ein Beispiel ist das „F3 4.0“ von Koga. Ein weiteres Highlight: Die Schweißnähte am Aluminiumrahmen sind nicht zu sehen, was dem Rad eine edle Optik verleiht und auf eine hochwertige Verarbeitung schließen lässt. Praktisch: Im Lenkervorbau ist eine Smartphone-Halterung serienmäßig integriert.

Preispunkt 2.500 Euro: Einstieg ins E-Bike-Segment

Rund 2.500 Euro muss man ungefähr einplanen, wenn man sich für ein wertiges E‑Bike im Einstiegssegment entscheidet. Die Modelle in dieser Preiskategorie punkten entweder mit einem Hinterradnabenmotor oder einem Mittelmotor mit kleinem Akku. Ein Beispiel ist das „Cysalo 5“ von Victoria Bikes. Das Trekking-E-Bike kommt mit einer Komplettausstattung, Bosch-Mittelmotor und einem kompakten Akku mit 400 Wattstunden. Das macht das Rad leicht und wendig im Alltag. Kombiniert mit einem Kinderanhänger (z. B. „Yuuna“ von Croozer) erhält man eine günstige und praktische Mobilitätslösung für den Familienalltag. Die „Vibe“-Serie von Orbea mit Mahle-Hinterradmotor beginnt ebenfalls an diesem Preispunkt. Die Räder mit der auffälligen Rahmenform sind sportlicher gebaut; Zubehör wie Gepäckträger und Schutzbleche kann nachgerüstet werden.

Preispunkt 3.000 Euro: E-Mountainbikes und City-E-Bikes

E‑Mountainbikes sind aktuell laut Zweirad-Industrie-Verband die beliebteste Fahrradgattung. Der Einstiegspreis für ein hochwertiges Modell beginnt bei rund 3.000 Euro, z. B. das „Urrun 30“ von Orbea. Das E‑Hardtail hat einen Shimano-Mittelmotor mit einem integrierten 630-Wattstunden-Akku. Dazu kommen eine Federgabel mit 120-Millimeter-Federweg sowie Shimano-Komponenten. Die Reifen unterstreichen die Allround-Fähigkeiten des Rades: Ihr Profil ist sowohl für leichte Trails als auch für längere Fahrten auf Asphalt geeignet. Wer auf der Suche nach einem City-E-Bike ist, wird auch rund um den Preispunkt fündig. Ein Beispiel ist das „Tria X11“ von Winora. Zum Einsatz kommt hier ein Bosch-Mittelmotor mit 625-Wattstunden-Akku, dessen Reichweite auch längere Touren ermöglicht. Der tiefe Einstieg ermöglicht ein bequemes Auf- und Absteigen – selbst mit montiertem Kindersitz.

Preispunkt 3.500 Euro: E-Kompaktbikes und Liegeräder

20-Zoll-Räder sind voll im Trend und gelten als praktische Begleiter für alltägliche Strecken und auch Urlaubsreisen, z. B. mit dem Wohnmobil. Die Räder punkten durch ein agiles, wendiges Fahrverhalten und durch eine gute Beschleunigung dank E‑Unterstützung. Ein Beispiel ist das „S8 ZR F B“ von I:sy. Das E‑Bike hat einen Riemenantrieb, einen tiefen Durchstieg, eine Lichtanlage sowie einen Gepäckträger. Angetrieben wird es mit einem Bosch-Mittelmotor, der seine Energie wahlweise aus einem 400- oder 545-Wattstunden-Akku bekommt. Ebenfalls auf 20-Zoll-Rädern rollen Trikes wie das „Gekko fx 20“ von HP Velotechnik. Für den Einstieg in den Dreirad-Bereich bekommt man eine Basisausstattung mit 24-Gang-Schaltung und Scheibenbremsen. Weitere Optionen wie unterschiedliche E‑Antriebe, Blinker, Licht oder Gepäckträger kann man gegen Aufpreis individuell konfigurieren.

Preispunkt 4.000 Euro:  Moderne Transportoption Lastenrad

Lastenräder gelten als eine wichtige Säule der Verkehrswende und bieten unterschiedlichste Transportmöglichkeiten. Ungefähr 4.000 Euro sollte man mindestens einplanen, wenn man über den Kauf eines Radlasters nachdenkt. Ein Beispiel in diesem Preisbereich ist das „CS70 Edition 5“ von Ca Go. Das Rad besticht durch drei unterschiedliche Gepäckträger, die den Transport auch von Getränkekisten ermöglichen. Angetrieben wird durch einen Mittelmotor Bosch Performance Line SX mit einem 400-Wattstunden-Akku. Ein weiterer Vertreter in diesem Preisbereich ist das „Packbernds“ von Bernds. Das Rad hat eine Transportbox vor dem Lenker. In der Basisausstattung hat es eine Zwei-Gang-Schaltung, kann aber mit unterschiedlichen Schaltungsvarianten kombiniert werden. Eine weitere Besonderheit: Das Lastenrad ist faltbar und lässt sich dadurch platzsparend abstellen.

Preispunkt 5.000 Euro: Automatikschaltung und S-Pedelecs

Eine Automatikschaltung am E‑Bike? Ja, das gibt es, und zwar ab ungefähr 5.000 Euro. Die Option ist entweder mit einer Enviolo-Nabenschaltung möglich oder mit einer Motor-Getriebe-Einheit (MGU) von Pinion. Der Vorteil der MGU: Die Schaltungskomponenten und die Motoreinheit sind im selben Gehäuse verbaut. Das System erfordert dadurch besonders wenig Wartung. Verbaut ist es beispielsweise am „P12 ZR“ von Isy. Das E‑Kompaktrad punktet zusätzlich durch seine Vollausstattung. 

Ab 5.000 Euro sollte man auch einplanen, wenn man sich für ein S‑Pedelec interessiert. Die schnellen Flitzer, die rechtlich als Kleinkrafträder gelten, erreichen mit Motorunterstützung eine maximale Geschwindigkeit von 45 km/h. Darum brauchen sie Kennzeichen, Führerschein und Helm. Ein Beispiel ist das „Roadster 4 vario HS“ von Riese & Müller. Bosch-Antrieb (Performance Line Speed), stufenlose Nabenschaltung und Riemenantrieb gehören zu den wichtigsten Features des Bikes.

Preispunkt 6.000 Euro: Sportive Light E-MTBs

Hochwertig ausgestattete E‑Mountainbikes, die unter 20 Kilogramm wiegen und die Fahrdynamik eines Nicht-E-Bikes versprechen: Dafür steht der Trend Light-E-MTB. Die Carbonräder kommen mit einem kleinen, kompakten Motor, der zwar weniger Maximalleistung erzielt, aber dennoch antriebsstark ist. Der Motor braucht weniger Energie, was die Nutzung eines kleineren Akkus ermöglicht. So wird Gewicht eingespart. Ein Beispiel ist das „Lyke CF 10“ von Haibike mit Fazua-Motor. Der Antriebshersteller aus der Nähe von München gilt als Wegbereiter für diese Form des E‑Bikes. Auch das „Uproc SL:X“ von Flyer mit Bosch-SX-Motor und 400-Wattstunden-Akku steht für den neuen Trend des E‑Mountainbikens.

 


Veröffentlicht am: 02.02.2026

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