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Dakar 2027 mit neuer Route

Dakar kehrt nach Europa und Afrika zurück



Die Nachricht eröffnet neue Möglichkeiten: Die A.S.O. hat die Rallye Dakar 2027 nach Portugal und Marokko verlegt. Damit bekommt die kommende Dakar eine völlig neue Perspektive – und für Teams, Fahrer und Kunden vor allem eines zurück: Planungssicherheit und wieder ein großes Abenteuer in Afrika - dem Ursprung der Dakar. 


Die 49. Ausgabe startet am 9. Januar 2027 in Loulé / Faro in Portugal. Nach dem Prolog und der ersten Wertungsprüfung setzen die Teilnehmer über Spanien nach Marokko über. Dort werden elf weitere Etappen ausgetragen. Der Zieleinlauf wird am 23. Januar 2027 in Marrakesch gefeiert.

Die Verlegung ist eine Reaktion auf die derzeit angespannte Situation im Nahen und Mittleren Osten und die damit verbundene Unsicherheit über eine sichere Durchführung der Rallye in Saudi-Arabien bzw. dem Transprt dorthin. Viele Teams und insbesondere Kunden hatten deshalb ihre Dakar-Teilnahme für 2027 bereits auf Eis gelegt. Die nun konkreten Dakar-Pläne bringen wieder Schwung in die Rally-Raid-Szene.

Dakar 2027: Von Portugal nach Marokko

Zum ersten Mal seit 2008 startet die Dakar wieder in Portugal. Das Algave Stadion in Loulé / Faro wird Schauplatz der Vorbereitungen und des offiziellen Starts der Dakar 2027. In der Region wird auch der Prolog am 9. Januar 2027 ausgetragen. Die erste Etappe führt die Teilnehmer dann nach Spanien und auf das Boot nach Marokko. Dort kommt der Tross am kommenden Tag in Nador an und absolviert einen fast 600 Kilometer langen Transfer nach Bouarfa. Es folgen elf weitere Etappen durch Marokko bevor die Teilnehmer am 23. Januar 2027 in Marrakesch über das Zielpodium fahren. Der Ruhetag wird am 17. Januar 2027 in der Hafenstadt Agadir absolviert. Insgesamt legen die Crews 7.824 Kilometer zurück - davon 4.341 km gegen die Uhr. Ein Großteil der Wertungsprüfungen wird eine Länge von 350 bis 500 Kilometer vorweisen.

Die neue Route verspricht eine Dakar, die es in sich haben dürfte. Portugal und vor allem Marokko bieten anspruchsvolles und abwechslungsreiches Terrain - von schnellen Passagen bis hin zu technisch anspruchsvollen Wüstenabschnitten. Für Fahrer und Fahrzeuge wird die Rallye damit zu einer echten Herausforderung. Für die Teams beginnt gleichzeitig ein Wettlauf gegen die Zeit. Denn die neue Situation stellt auch die Veranstalter und Teams vor eine besondere Aufgabe: Viele Vorbereitungen für eine Dakar 2027 waren aufgrund der Situation in Saudi-Arabien bereits zurückgefahren oder ganz eingestellt worden. Jetzt gilt es, innerhalb kurzer Zeit neue Programme auf die Beine zu stellen.

Erfahrung ist Trumpf

Auch für das X-raid Team aus Trebur bedeutet die Entscheidung deshalb eine Neuausrichtung. Einerseits bleibt etwas mehr Zeit für die technische und logistische Vorbereitung. Andererseits beginnt nun eine intensive Phase, um gemeinsam mit bestehenden und neuen Kunden mögliche Dakar-Programme für 2027 zu realisieren. Ein großer Vorteil der Mannschaft aus Trebur ist die über 20-jährige Erfahrung im Rally-Raid-Sport und bei der Rallye Dakar, die das Team bisher sechs Mal gewinnen konnte.
 
Statement Sven Quandt, X-raid Teamchef

„Wir freuen uns sehr, dass mit der Entscheidung über die Verlegung der Dakar 2027 nun endlich Klarheit herrscht, auch wenn diese Entscheidung von der ASO für uns sehr spät getroffen wurde. Für uns ist das sehr wichtig, denn wir können jetzt wieder konkret mit Fahrern, Kunden und Partnern sprechen. Die Herausforderung ist allerdings, dass viele Kunden ihre Dakar für 2027 aufgrund der Situation in der Region bereits abgesagt oder ihre Pläne entsprechend geändert hatten. Jetzt müssen wir relativ kurzfristig neue Programme aufstellen und Interessenten wieder für die Dakar 2027 begeistern. Wir haben bereits erste positive Rückmeldungen erhalten und sehen durchaus Potenzial, in den kommenden Wochen Kunden für die Dakar zu gewinnen.

Sportlich erwartet uns eine sehr interessante und wahrscheinlich extrem harte Dakar, so, wie wir sie vor 2008 erlebten. Zwölf Etappen, ein Prolog und rund 4.300 Wertungskilometer sind eine gewaltige Distanz. Portugal und insbesondere Marokko bieten hervorragendes Terrain für eine anspruchsvolle Rallye. Ich denke, dass wir dort eine Dakar erleben können, die durchaus an die härteren Ausgaben vergangener Jahre erinnern wird.

Für uns bedeutet das jetzt: Ärmel hochkrempeln und loslegen. Wir müssen unsere Vorbereitungen neu ausrichten, gleichzeitig unsere bestehenden Kundenprogramme konkretisieren und kurzfristig auch neue Interessenten für die Dakar gewinnen. Die Zeit ist knapp, aber genau diese Herausforderung macht es auch spannend.

Natürlich bedauern wir als Team sehr, dass die Dakar 2027 nicht in Saudi-Arabien stattfinden wird. Wir haben in den vergangenen Jahren sehr gute Erfahrungen mit dem Land und den Menschen dort gemacht. Saudi-Arabien hat sich seit 2020 zu einem hervorragenden Austragungsort für die Dakar entwickelt und auch unter schwierigen Bedingungen wie während der Coronapandemie bewiesen, dass eine Veranstaltung dieser Größenordnung erfolgreich durchgeführt und weiterentwickelt werden kann. Mit Saudi-Arabien verbinden wir außerdem einige der größten Erfolge unserer Teamgeschichte: unsere Dakar-Siege 2020 und 2021 mit MINI sowie den historischen Sieg 2024 gemeinsam mit Q Motorsport und Audi Sport mit einem Fahrzeug mit alternativem Antriebskonzept. Wir hoffen deshalb sehr, dass sich die Situation in der Region wieder beruhigt und die Dakar 2028 nach Saudi-Arabien zurückkehren kann.

Gleichzeitig sehe ich die Entscheidung der A.S.O. für 2027 sehr positiv. Portugal als Startpunkt und Marokko als Hauptgebiet der Rallye sind aus meiner Sicht eine sehr gute Lösung. Beide Länder bieten hervorragende Voraussetzungen für eine anspruchsvolle Dakar und ermöglichen es uns, die Rallye unter den aktuellen Umständen sicher und professionell zu planen.
Jetzt müssen wir gemeinsam mit unseren Fahrern, Kunden und Partnern die nächsten Schritte gehen. Und natürlich werden wir auch alles daransetzen, kurzfristig noch weitere Kunden für dieses außergewöhnliche Abenteuer zu gewinnen.“

 


Veröffentlicht am: 30.10.2026

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