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06.11.2026

 

 

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Die Impressionisten. Monet, Morisot, Renoir und ihr Netzwerk

Das Potsdamer Museum Baberini startet das Jubiläumsjahr


Wie wurde aus einer Gruppe junger Künstlerinnen und Künstler, deren Malerei zunächst auf Ablehnung stieß, eine der bis heute populärsten Kunst- richtungen der Moderne? Die Ausstellung Die Impressionisten. Monet, Morisot, Renoir und ihr Netzwerk im Museum Barberini widmet sich dieser Frage aus einer neuen Perspektive. 

Anhand von mehr als 100 Meisterwerken erzählt sie die Geschichte des Impressionismus als Zusammenspiel von künstlerischer Innovation, kollegialem Austausch und engagierter Förderung. Sie zeigt, wie die Künstler ihre Malerei im gemeinsamen Arbeiten entwickelten, sich gegenseitig unterstützten und neue Wege der Ausstellung und Vermittlung ihrer Kunst erprobten. Zugleich folgt sie den Spuren von Künstlern, Sammlerinnen und Sammlern, Kunsthändlern und Kritikern, die dazu beitrugen, eine zunächst umstrittene Malerei international durchzusetzen. Ein Schwerpunkt liegt auf den Gemälden Claude Monets.

Die Ausstellung ist Höhepunkt und Auftakt des Jubiläumsprogramms zum zehnjährigen Be- stehen des Museums Barberini. Seit seiner Eröffnung 2017 hat sich das Haus, ausgehend von der Sammlung Hasso Plattner, zu einem international renommierten Zentrum des Impressio- nismus entwickelt. Ausstellungen, wissenschaftliche Forschung und Kooperationen mit Museen weltweit haben diese Arbeit geprägt. Zum Jubiläum führt das Museum Werke aus seiner Sammlung und bedeutende internationale Leihgaben zusammen – und richtet den Blick auf die Menschen und Verbindungen, die den Impressionismus über Paris hinaus bekannt machten.

Mehr als 100 Werke, darunter 61 Gemälde von Claude Monet

Mehr als 100 Werke aus internationalen Sammlungen und Privatbesitz sind in Potsdam zu sehen. Zu den Höhepunkten zählen Claude Monets Bazille und Camille (1865, National Gallery of Art, Washington), Die Terrasse in Vétheuil (1881, Privatsammlung, Schweiz), Kathedrale von Rouen (1894, Klassik Stiftung Weimar), Sommer (1874, Alte Nationalgalerie, Berlin) und Quai du Louvre (1867, Kunstmuseum Den Haag). Berthe Morisot ist unter anderem mit Das Dampfschiff (1875, Privatsammlung) und Sonnenuntergang über dem See im Bois de Boulogne (1894, Privatsammlung) vertreten. Hinzu kommen selten verliehene Werke von Édouard Manet, darunter Junge in den Blumen (1876, National Museum of Western Art, Tokio) und Portrait von Berthe Morisot liegend (1873, Musée Marmottan Monet, Paris).

Auch Gustave Caillebottes Schlüsselwerk Pont de l’Europe (1876, Association des Amis du Petit Palais, Genf), Pierre-Auguste Renoirs Die Bucht von Neapel (1881, Metropolitan Museum of Art, New York) und Paul Cézannes Stillleben mit Äpfeln in Schale (1879–1882, Ny Carlsberg Glyptotek, Kopenhagen) bereichern die Ausstellung in Potsdam.

Zu den weiteren Leihgebern gehören das Art Institute of Chicago, das Clark Art Institute in Williamstown, das Tokyo Fuji Art Museum, das Musée des Impressionnismes Giverny, das Musée d’Orsay in Paris, das Belvedere in Wien, das Kröller-Müller Museum in Otterlo, das Kunsthaus Zürich, das Museum Ordrupgaard bei Kopenhagen und die Royal Academy of Arts in London.

Einen Schwerpunkt bildet Claude Monet, der mit 29 Gemälden in der Schau vertreten ist. Einschließlich der Werke aus der Sammlung Hasso Plattner sind während der Ausstellung 61 Gemälde des Künstlers im Museum Barberini zu sehen.

Zehn Gemälde, zehn Geschichten

Die Ausstellung entfaltet ihre Perspektive in zehn Geschichten: Ausgangspunkt ist jeweils ein Gemälde aus der Sammlung Hasso Plattner. Von dort führt der Weg zu den Menschen, die mit dem Werk verbunden waren: zu den Künstlern, die neue Bildideen entwickelten, zu ihren Freunden und Weggefährten, zu Sammlerinnen und Sammlern, die früh an die neue Kunst glaubten, zu Kunsthändlern, die neue Märkte erschlossen, und zu Kritikern und Ausstellungs- machern, die ihre Verbreitung vorantrieben.

Die Provenienz eines Gemäldes wird so zur Spur durch die Kunstgeschichte. Sie kann von einem französischen Schloss über eine Pariser Galerie und eine amerikanische Privatsammlung bis in ein Museum der Gegenwart führen. Dabei wird sichtbar, wie eng die Entwicklung des Impressionismus mit persönlichen Beziehungen, wirtschaftlichen Entscheidungen und internationalen Verbindungen verflochten war.

Das Netzwerk des Impressionismus entstand nicht allein durch die Unterstützung von Sammlern und Förderern. Auch die Künstler schufen durch gemeinsame Arbeit, geteilte Ateliers, persönliche Kontakte und gegenseitige Unterstützung ein enges Geflecht von Beziehungen. In wechselnden Konstellationen entwickelten sie eine Malerei, die Licht, Atmosphäre und die Flüchtigkeit des Augenblicks ins Zentrum rückte. Mit der ersten Gruppenausstellung von 1874 gründeten sie ein eigenes Forum jenseits des etablierten Salonbetriebs. Unabhängig von Jury und Preisvergabe konnten sie ihre Werke unmittelbar der Öffentlichkeit präsentieren und neue Wege der Ausstellung und Vermittlung erproben. Der Impressionismus steht damit nicht nur für einen grundlegenden Wandel der Malerei, sondern auch für neue Formen künstlerischer Kooperation und institutioneller Selbstbehauptung.

Eine dieser Geschichten beginnt 1876 auf einem Schloss südlich von Paris. Ernest und Alice Hoschedé gehörten zu den frühen Förderern der Impressionisten. Ernest Hoschedé erwarb Werke von Monet, Degas, Pissarro und Sisley und besaß zeitweise sogar Monets Impression. Sonnenaufgang, jenes Gemälde, das der Bewegung ihren Namen gab. Für ihr Château de Rottembourg in Montgeron beauftragten sie Monet mit vier großformatigen Gemälden. Dabei entstand auch Die Rosensträucher im Garten von Montgeron, heute Teil der Sammlung Hasso Plattner des Museums Barberini. Doch 1877 ging Hoschedé bankrott. Seine Sammlung wurde versteigert, impressionistische Gemälde wurden zu niedrigen Preisen verkauft. Was wie das Ende einer Geschichte erscheint, wurde zum Beginn einer anderen: Die Verbindung zwischen den Familien blieb bestehen. Nach Ernest Hoschedés Tod heiratete Alice 1892 Claude Monet.

Eine zweite Geschichte führt von einem Feld in der Normandie nach Chicago. 1890 begann Monet, ein unspektakuläres Motiv immer wieder zu malen: Getreideschober nahe seinem Haus in Giverny. In einer Serie von 25 Gemälden untersuchte er, wie Licht, Wetter und Jahres- 2 zeiten dasselbe Motiv verändern. Zu den ersten, die die Konsequenz dieses malerischen Experiments erkannten, gehörte die Chicagoer Sammlerin Bertha Palmer. Auf Anregung der Kuratorin und Kunstvermittlerin Sara Tyson Hallowell erwarb sie innerhalb kurzer Zeit neun Gemälde der Serie. Palmer und Hallowell trugen damit wesentlich dazu bei, Monets Werk in den Vereinigten Staaten bekannt zu machen. Eines der Gemälde mit Getreideschobern gehört heute zur Sammlung Hasso Plattner.

Eine weitere Geschichte führt ins Venedig des Jahres 1908. Claude Monet war ursprünglich zur Erholung in die Lagunenstadt gereist; der Aufenthalt entwickelte sich jedoch zu einer produktiven Schaffensphase. Zu den Motiven, die ihn beschäftigten, gehörte der Palazzo Contarini am Canal Grande, Wohnsitz der amerikanischen Malerin und Mäzenin Winnaretta Singer. Als Erbin des Singer-Nähmaschinenvermögens hatte sie den Palazzo zu einem bedeutenden Treffpunkt der europäischen Avantgarde entwickelt. In ihrem Salon begegneten sich Künstler, Schriftsteller und Komponisten; zu ihrem Umfeld zählten Persönlichkeiten wie Marcel Proust, Jean Cocteau und Igor Strawinsky. Singer besaß mehrere Gemälde Monets und lud den Künstler in ihren Palazzo ein. So verbinden sich in diesem Motiv die venezianische Architektur, die gesellschaftlichen Netzwerke der Moderne und Monets künstlerische Aus- einandersetzung mit dem Licht und der Atmosphäre der Stadt. Monets Palazzo Contarini befindet sich heute ebenfalls in der Sammlung Hasso Plattner.

Auch Berthe Morisot prägte das Netzwerk aktiv mit. Sie gehörte zu den Künstlerinnen und Künstlern, die sich für die erste Gemeinschaftsausstellung 1874 einsetzten, und mobilisierte Kontakte zu Sammlern und Förderern. Wie ihre Kollegen suchte sie nach Wegen, ihre Kunst unabhängig vom etablierten Salonbetrieb zu präsentieren. Ihre Rolle verdeutlicht, dass der Impressionismus nicht allein durch individuelle künstlerische Leistungen, sondern auch durch gemeinschaftliches Engagement Gestalt annahm.

Ein eindrückliches Beispiel für die wechselvolle Geschichte impressionistischer Kunst ist die Sammlung des jüdischen Bankiers, Mäzens und Kunstsammlers Jakob Goldschmidt. In den 1920er Jahren gehörten seine Häuser in Berlin und Neubabelsberg, dem heutigen Potsdam-Babelsberg, zu den Orten, an denen bedeutende Werke von Claude Monet, Édouard Manet, Pierre-Auguste Renoir und Paul Cézanne zu sehen waren. Nach dem Machtantritt der Nationalsozialisten wurde Goldschmidt als Jude verfolgt und musste ins Exil fliehen. Während er einen Teil seiner Sammlung ins Ausland retten konnte, wurden andere Gemälde 1941 in Berlin versteigert. Um ihre Rückgabe kämpfte er bis zu seinem Tod; einzelne Werke wurden erst Jahrzehnte später restituiert. Claude Monets Palazzo Ducale, eines der bedeutenden Gemälde aus seiner Sammlung, gelangte nach langwierigen Auseinandersetzungen an seine Erben zurück und gehört heute ebenfalls zur Sammlung des Museums Barberini. Die Biographie Goldschmidts macht deutlich, wie eng die Entwicklung und Verbreitung des Impressionismus mit den Lebensgeschichten seiner Sammler verbunden ist – und wie die Folgen nationalsozialistischer Verfolgung bis in die Gegenwart reichen. Sie zeigt zugleich, dass die Erforschung von Kunstwerken nicht bei ihrer Entstehung endet, sondern auch ihre Besitzerwechsel, ihre Verlustgeschichte und die Bemühungen um Restitution umfasst.

Die Konstellationen verdeutlichen, dass Kunstgeschichte nicht allein im Atelier geschrieben wird. Die Entwicklung des Impressionismus beruhte auch auf dem Austausch zwischen Claude Monet, Berthe Morisot, Pierre-Auguste Renoir, Édouard Manet, Gustave Caillebotte, Mary Cassatt und Alfred Sisley, auf der Risikobereitschaft von Sammlerinnen und Sammlern, der Vermittlungsarbeit des Kunsthandels und dem Engagement einzelner Förderer. Sie trugen dazu bei, neue künstlerische Positionen sichtbar zu machen und ihren Werken über Paris hinaus Aufmerksamkeit zu verschaffen. Die Ausstellung richtet so den Blick nicht nur auf die Gemälde, sondern auch auf die persönlichen Beziehungen und institutionellen wie wirtschaft- lichen Bedingungen, die ihre Entstehung, Verbreitung und Rezeption prägten.

Eine Sammlung als Ausgangspunkt für Forschung und Austausch

Die Schau, die sich über zwei Etagen erstreckt, knüpft an die Entwicklung des Museums Barberini seit seiner Eröffnung 2017 an. Hasso Plattner hat über Jahrzehnte eine Sammlung französischer impressionistischer und postimpressionistischer Malerei aufgebaut, die heute 115 Werke umfasst. Seit 2020 wird sie als dauerhafte Leihgabe der Hasso Plattner Foundation im Museum Barberini präsentiert. Auf dieser Grundlage entstanden Ausstellungen zu Claude Monet, Camille Pissarro und Paul Signac sowie zur internationalen Verbreitung des Impressionismus. Internationale Gastkuratorinnen und Gastkuratoren, wissenschaftliche Symposien und Publikationen haben diese Arbeit begleitet und vertieft.

So ist über die vergangenen zehn Jahre eine enge Zusammenarbeit mit Museen und Forschenden weit über Potsdam hinaus entstanden. Werke der Sammlung Hasso Plattner reisen als Leihgaben in internationale Ausstellungen, darunter zuletzt Monet and Venice am Brooklyn Museum in New York sowie dem de Young Museum in San Francisco (2026), aktuell Painting the French Riviera an der Royal Academy in London (2026/27) und Monet: Painting Time im Musée de l’Orangerie in Paris sowie anschließend in der Tate in London (2026/27). Umgekehrt ermöglicht die Kooperation mit bedeutenden Sammlungen, dass herausragende Gemälde aus Europa, Amerika und Asien nach Potsdam kommen.

Zum zehnjährigen Bestehen führt das Museum diese Entwicklung zusammen. Die Jubiläums- ausstellung macht das internationale Netzwerk des Impressionismus zum Thema. Zugleich bildet die über Jahre gewachsene Zusammenarbeit die Grundlage für ein langfristiges Forschungsprojekt, das die Verbindungen zwischen Kunstwerken, Künstlern, Sammlern und Institutionen über die Laufzeit der Ausstellung hinaus erschließen soll.

Networks of Impressionism: Kunstgeschichte im internationalen Austausch

Die digitale Forschungsplattform Networks of Impressionism (networksofimpressionism.org) macht die Beziehungen zwischen Kunstwerken, ihren Besitzern, Ausstellungen und den Menschen, die ihre Geschichte geprägt haben, sichtbar. Sie verknüpft Informationen zu Provenienzen, Künstlern, Sammlern, Kunsthändlern und Ausstellungsgeschichten und führt Wissen zusammen, das häufig über Museen, Archive und Publikationen verstreut ist.

Die Jubiläumsausstellung untersucht die Netzwerke des Impressionismus als historisches Phänomen. Die Plattform führt diesen Ansatz über die Ausstellung hinaus fort. Sie erschließt die Verbindungen zwischen Kunstwerken, Akteuren und Institutionen und eröffnet neue Perspektiven für die internationale Forschung und Vermittlung. Unter der Leitung des Museums Barberini und ermöglicht durch die Hasso Plattner Foundation entsteht die Plattform in Zusammenarbeit mit Navigating.art, dem Wildenstein Plattner Institute und internationalen Partnermuseen. Ausgangspunkt ist die Sammlung Hasso Plattner. Ab 2027 sollen erste internationale Partnermuseen hinzukommen, ab 2028 weitere bedeutende Impressionismus-Sammlungen eingebunden werden.

Networks of Impressionism erweitert damit die wissenschaftliche Arbeit des Museums in den digitalen Raum. Die Plattform macht Forschungsergebnisse zugänglich und ermöglicht neue Fragestellungen: zu den Wegen einzelner Gemälde, den Beziehungen zwischen Künstlern und Sammlern sowie den Netzwerken, über die sich der Impressionismus international verbreitete.

Stimmen zum Jubiläum

Stephanie Ullrich, Mitglied des Vorstands der Hasso Plattner Foundation: „Zehn Jahre Museum Barberini sind vor allem die Leistung eines Teams, das jede Ausstellung mit demselben Anspruch angeht wie die erste. Mehr als drei Millionen Besuche seit 2017 zeigen, was daraus entsteht. Uns als Hasso Plattner Foundation interessiert aber auch, wen das Museum noch nicht erreicht. Deshalb öffnet es mit Networks of Impressionism seine Forschung für alle. Unser Engagement für dieses Haus ist auf Jahrzehnte angelegt.“

Ortrud Westheider, Direktorin des Museums Barberini: „Die vergangenen zehn Jahre zeigen, wie sich das Museum Barberini als Ort der Kunst und des Austauschs etabliert hat. Mehr als drei Millionen Besuche, rund 25.000 Führungen, Workshops, Vorträge, Lesungen und Konzerte mit insgesamt etwa 440.000 Teilnahmen sowie über 140.000 verkaufte Jahres- karten belegen das große Interesse an unserem Haus und seiner Arbeit. Die Sammlung Hasso Plattner ist der Ausgangspunkt. Aus ihr sind Ausstellungen, Forschungsprojekte und inter- nationale Kooperationen hervorgegangen. Die Jubiläumsausstellung widmet sich den per- sönlichen Beziehungen und dem künstlerischen Austausch, die den Impressionismus geprägt haben. Mit Networks of Impressionism führen wir diesen Ansatz weiter und schaffen eine digitale Grundlage, um die Verbindungen zwischen Künstlern und ihren Werken gemeinsam mit Museen weltweit zu erforschen. Der internationale Leihverkehr – mit Werken, die nach Potsdam kommen, und Gemälden unserer Sammlung, die in Museen weltweit gezeigt werden – ist Ausdruck dieser gewachsenen Zusammenarbeit. Unser Ziel ist es, diese Beziehungen langfristig zu vertiefen und die Sammlung, ihre Erforschung und Ver- mittlung auch künftig eng miteinander zu verbinden.“

Daten und Fakten
Laufzeit: 7. November 2026 bis 21. Februar 2027
Adresse: Museum Barberini, Alter Markt, Humboldtstraße 5–6, 14467 Potsdam
Öffnungszeiten: Mi–Mo 10–19 Uhr
Für Kindergärten und Schulen nach Anmeldung Mo–Fr (außer Di) ab 9 Uhr
Eintritt und Tickets: Mo, Mi–Fr € 16 / 10, Sa/So/Feiertage € 18 / 10,
Freier Eintritt unter 18 Jahren und für Schülerinnen und Schüler, freier Eintritt jeden Donnerstag ab 14 Uhr für alle unter 25
Kuratorinnen: Ortrud Westheider, Direktorin, Museum Barberini; , Kuratorin, Museum Barberini

Ausgestellte Werke: 95 Gemälde und Zeichnungen
Leihgebende Sammlungen: 58 Institutionen aus neun Ländern (Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Israel, Japan, Niederlande, Schweiz, USA) Archives Départementales de l’Essonne, Chamarande · Arp Museum Bahnhof Rolandseck / Sammlung Rau für UNICEF · Association des Amis du Petit Palais, Genf · Belvedere, Wien · Bibliothek des Zentralinstituts für Kunstgeschichte, München · Bibliothèque nationale de France, Paris · Brooklyn Museum, New York · Clark Art Institute, Williamstown · Chrysler Museum of Art, Norfolk · Collection Lucile Audouy, Paris · Denver Art Museum · Fondation Singer-Polignac, Paris · Georg Kolbe Museum, Berlin · Hamburger Kunsthalle · Kunsthalle Bremen · Kunsthaus Zürich · Kunst Museum Winterthur · Kunstbibliothek, Staatliche Museen zu Berlin · Kunstmuseum Den Haag · Klassik Stiftung Weimar, Museen · Kröller- Müller Museum, Otterlo · Kasser Mochary Collection · Musée Carnavalet – Histoire de Paris · Musée d’Orsay, Paris · Musée Fabre, Montpellier · Musée Marmottan Monet, Paris · Musée national Picasso-Paris · Musée Rodin, Paris · Museu de Arte de São Paulo Assis Chateaubriand · National Gallery of Art, Washington · Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin · Norton Museum of Art, West Palm Beach · Ny Carlsberg Glyptotek, Kopenhagen · Museum Ordrupgaard, Kopenhagen · Osthaus Museum Hagen · Palazzo Contarini Polignac, Venedig · Rijksmuseum, Amsterdam · Royal Academy of Arts, London · Sammlung Prochnow Seiffert · Staatsgalerie Stuttgart · Stiftung Deutsches Historisches Museum, Berlin · The Metropolitan Museum of Art, New York · The Cleveland Museum of Art · The Frick Pittsburgh · The Art Institute of Chicago · The Museum of Fine Arts, Houston · The National Gallery, London · The National Museum of Western Art, Tokio · Tokyo Fuji Art Museum · Victoria and Albert Museum, London und Privatsammler, die nicht namentlich genannt werden möchten.

Ausstellungsfläche: rund 1.000 Quadratmeter
Ausstellungsdesign: Philipp Ricklefs, Berlin, und BrücknerAping, Bremen

Social Media
#ImpressionsimusBarberini im #MuseumBarberini auf Instagram, Facebook, YouTube

Digitale Begleiter


Zur Ausstellung
Die neu gestaltete Barberini App ist der persönliche Begleiter während des Museums- besuchs. Sie bietet Audiotouren in Deutsch und Englisch für Erwachsene und Kinder, Texte in einfacher Sprache, Serviceinformationen, Veranstaltungstipps sowie Audio-Rundgänge durch Potsdam zu den italienischen, französischen und holländischen Einflüssen sowie – ganz neu – zum Jüdischen Leben in der Stadt. Kostenlos erhältlich im App Store und bei Google Play. museum-barberini.de/app

In der 360°-Ansicht auf der Website des Museums können die aktuelle Ausstellung (ab Mitte November 2026) und die Sammlung Hasso Plattner digital erkundet werden. Das 3D-Modell ermöglicht, das gesamte Museum virtuell zu durchlaufen und jedes Werk detailliert zu betrachten. museum-barberini.de/de/mediathek

Das Expertenvideo führt in das Thema der Ausstellung ein. Mit: Sterre Barentsen (Kuratorin, Museum Barberini), Ralph Gleis (Direktor, Albertina Museum, Wien), Gloria Groom (Kuratorin, Art Institute of Chicago), Josephine Klinger (wissenschaftliche Mitarbeiterin, Alte Nationalgalerie, Berlin), Ulf Küster (Senior Curator, Fondation Beyeler, Riehen / Basel), Sylvie Patry (ehemalige stellvertretende Direktorin des Musée d’Orsay, Paris, Leiterin der Jubiläumsfeierlichkeiten des Musée d’Orsay und des Musée de l’Orangerie, Paris), Paul Perrin (Kurator und Sammlungsleiter, Musée d’Orsay, Paris), Ortrud Westheider (Direktorin und Kuratorin der Ausstellung, Museum Barberini). museum-barberini.de/de/mediathek

Die Übertragung der Raumtexte in Einfache Sprache sowie in Deutsche Gebärden- sprache ermöglicht den Einstieg in die Ausstellung für Menschen mit einfachen Kenntnissen der deutschen Sprache sowie für Gehörlose und höreingeschränkte Menschen. museum-barberini.de/de/mediathek

Zur Sammlung
Mit Barberini Music Walks wird der Besuch der Impressionismus-Sammlung zum individuellen Klangerlebnis. Für die Anwendung in der Barberini App haben die Komponisten Henrik Schwarz und Zacharias Falkenberg für jeden Saal der Sammlung atmosphärische Klang- landschaften entwickelt, die in Echtzeit auf die eigene Bewegung und Verweildauer im Raum reagieren. Bitte eigene Kopfhörer mitbringen! museum-barberini.de/music-walks

Gesprochen von Benno Fürmann bietet der Podcast Im Moment mit fünf Episoden zu Werken Monets und zwei Episoden zu Gemälden Signacs die Möglichkeit, für jeweils Die Impressionisten Digitale Angebote, Veranstaltungen, Vermittlung 11 zehn Minuten in die Atmosphäre eines impressionistischen Werkes einzutauchen, ergänzt durch kurze Achtsamkeitsübungen. Überall, wo es Podcasts gibt. museum-barberini.de/podcasts

Der englische Doku-Podcast Monet: Century of Change, der in seiner deutsch- sprachigen Version Monet. Zeiten des Umbruchs bereits über 150.000 Hörerinnen und Hörer begeistert hat, erzählt die Geschichte des Lebens von Claude Monet. In sechs Episoden zeichnet der Podcast Monets Weg nach. Während die deutschsprachige Version von Linda Zervakis moderiert wird, führt in der englischsprachigen Version die britische Historikerin und Bestseller-Autorin Alice Loxton durch die Geschichte. Schauspieler James d’Arcy (Dunkirk, Oppenheimer, Homeland, Agent Carter) leiht Monet die Stimme. In einer dichten Collage aus Hörspielelementen und Interviews mit internationalen Monet-Forscherinnen und -Forschern wird Monets Welt erlebbar. Überall, wo es Podcasts gibt. museum-barberini.de/podcasts

Der vierteilige Video-Podcast Der Fall Liebermann verfolgt Max Liebermanns Weg vom gefeierten Künstler zum politisch Verfemten: Max Liebermann galt als einer der bedeutendsten Maler und Kulturstrategen in Deutschland – bis das NS-Regime ihn und sein Werk aus der Öffentlichkeit drängte. Der Video-Podcast bewegt sich an der Schnitt- stelle von Kunst- und Zeitgeschichte und zeichnet Liebermanns Biographie von seinen skandalträchigen Anfängen über den Höhepunkt seines Ruhmes bis zu seinem Tod 1935 nach. Zu hören auf Spotify, Apple Podcasts und YouTube. museum-barberini.de/podcasts

Alle digitalen Angebote, darunter die Video-Reihe Close-ups, Inhalte zur Provenienz- forschung am Haus, gefilmte Rundgänge, Künstlerbiographien sowie Raumtexte in Deutscher Gebärdensprache finden sich in der Mediathek der Website. museum-barberini.de/de/mediathek

Vermittlung und Veranstaltungen

Die Ausstellung und die Sammlungspräsentation werden von einem vielfältigen Vermittlungs- und Veranstaltungsprogramm für alle Alters- und Interessensgruppen begleitet. Dazu gehören:
• Führungen durch die Ausstellung und Sammlung in neun Sprachen
• freie Nachmittage für Potsdamerinnen und Potsdamer, zum Jubiläumsjahr 2027, beginnend ab Februar
• ein umfangreiches Workshop-Angebot für Kinder, Familien und Erwachsene
• für Menschen mit Behinderung bietet das Museum zudem verschiedene barrierefreie Vermittlungsformate

Digitale Angebote, Veranstaltungen, Vermittlung 

• die beliebten Yoga-Sessions an drei Sonntagen
• Klangfarben-Konzert zur Ausstellung (13. November, 19 Uhr): Im Mittelpunkt steht das lange vergessene Streichquartett von Edmond de Polignac, Ehemann der Kunstmäzenin Winnaretta Singer (1865–1943). Das Konzert ist die erste Wiederaufführung seit der Zeit ihres Pariser Salons. Singer förderte zahlreiche Künstler und Komponisten und erwarb unter anderem den von Monet gemalten Palazzo Contarini in Venedig. In Kooperation mit der Kammerakademie Potsdam.
• WortMusikWelten: Ein Abend für Ethel Smyth, 22. November 2026, 19 Uhr, Nikolaisaal Potsdam: Ethel Smyth (1858–1944) war Komponistin, Dirigentin, Schriftstellerin und eine streitbare Vorkämpferin für die Rechte der Frauen. Der Abend spürt einer faszinierenden Persönlichkeit nach, deren Musik und Schriften es neu zu entdecken gilt. Schauspielerin Maren Kroymann liest Texte und Briefe von Ethel Smyth und Virginia Woolf, während Sophia Maeno und Kyra Steckeweh mit Liedern und Klavier- werken die musikalische Welt der Komponistin erschließen.
• Gespräch über jüdische Sammlerinnen und Sammler (19. November, 19 Uhr): Chefkurator Michael Philipp spricht mit dem Journalisten und Kurator Stefan Koldehoff über den entscheidenden Beitrag jüdischer Sammlerinnen und Sammler zur Durchsetzung der Moderne – und die Verfolgung und Enteignung durch die Nationalsozialisten. Ein Kapitel der Ausstellung Die Impressionisten. Monet, Morisot, Renoir und ihr Netzwerk widmet sich dem Sammler Jakob Goldschmidt.
• Symposium zu Félix Vallotton (18. November, ab 10 Uhr): Das Symposium beleuchtet Vallottons Wechselspiel von Druckgraphik und Malerei – von revolutionären Holzschnitten über Frauenbilder bis zur Landschaftsmalerei. Es bereitet die Ausstellung Félix Vallotton. Sehnsucht und Verführung vor, die 2027/28 im Museum Barberini und 2028 im Museum Ordrupgaard bei Kopenhagen gezeigt wird.
• 100. Todestag von Claude Monet am 5. Dezember (10 – 19 Uhr): ein Vortrag von Film- wissenschaftlerin Johanne Hoppe, ein Filmscreening, ein offenes Atelier für alle sowie Listening-Stationen für die Barberini Podcast-Angebote anlässlich Claude Monets 100. Todestag (alle Angebote im Eintrittspreis inkludiert).
• Filmische Künstlerporträts, Filmmuseum Potsdam (Januar/Februar 2027): Begleitend zur Ausstellung präsentiert das Filmmuseum Potsdam eine Reihe über Künstlerinnen und Künstler und ihre Inszenierung im Kino. Von Sacha Guitrys frühem Künstlerporträt Ceux de chez nous (1915) über Klassiker wie Henri-Georges Clouzots Le Mystère Picasso (1956) und Filme wie Loving Vincent (2017) bis zu zeitgenössischen Künstlerporträts wie Mit einem Tiger schlafen (2024) über Maria Lassnig und Corinna Belz’ Dokumentarfilm Gerhard Richter Painting (2011) spannt die Reihe einen Bogen durch mehr als ein Jahrhundert Filmgeschichte. Dokumentar-, Spiel- und Animations- filme eröffnen unterschiedliche Perspektiven auf künstlerische Schaffensprozesse, persönliche Lebenswege und den Künstler-Mythos.
• WortMusikWelten: Netzwerkerinnen des Impressionismus (17. Januar 2027, 18 Uhr, Nikolaisaal, Potsdam): Schauspielerin Barbara Auer, Sopranistin Mandy Fredrich und das Vittores Quartett verbinden Literatur und Musik zu einem Porträt visionärer Kunstmäzeninnen wie Winnaretta Singer und Bertha Palmer.
• Claude Monet. A Life in Letters (21. Januar 2027, 19 Uhr): anlässlich der Veröffentlichung von Claude Monets Brief-Korrespondenz in einer umfangreichen Neuedition und zur Feier seines 10jährigen Bestehens veranstaltet das Museum Barberini eine Lesung mit dem Schauspieler Dominique Horwitz, begleitet von Pianist Vladimir Stoupel.
• 10 Jahre Museum Barberini – Open House (23. und 24. Januar, 2027): Das Museum Barberini lädt im Rahmen seines Geburtstagswochenendes – das Museum wurde am 21. Januar 2017 eröffnet – zwei Tage zum Open House ein. Bei freiem Eintritt können die Ausstellung Die Impressionisten. Monet, Morisot, Renoir und ihr Netzwerk und die Meisterwerke der Sammlung Hasso Plattner entdeckt werden. Dazu lädt ein buntes Rahmenprogramm die Gäste ein, tiefer in die Kunst einzutauchen oder selbst kreativ zu werden.
• Barberini Salon (5. Februar 2027): Der Salon verbindet Kunst, Musik und Gespräch in besonderer Atmosphäre. In Erinnerung an die Geschichte des Palais Barberini und die Salons der einflussreichen Kunstsammlerin und Mäzenin Winnaretta Singer lädt das Museum zu einem Abend ein, der überrascht, inspiriert und Raum für Dialog öffnet.
Das vollständige Programm sowie aktuelle Informationen:
museum-barberini.de/angebote

Ausstellungskatalog

Die Impressionisten. Monet, Morisot, Renoir und ihr Netzwerk Ausstellungskatalog Die Impressionisten. Monet, Morisot, Renoir und ihr Netzwerk Herausgegeben von Michael Philipp, Nerina Santorius und Ortrud Westheider Mit Beiträgen von Sterre Barentsen, Elke Linda Buchholz, Dorothee Entrup, Gloria Groom, Linda Hacka, Johanne Hoppe, Miriam Leimer, Marianne Mathieu, Sylvie Patry, Michael Philipp, Nerina Santorius, Martin Schieder, Ortrud Westheider, Amanda Winberg. Prestel Verlag, München 2026, Hardcover, mit Schutzumschlag, 272 Seiten, 24 x 30 cm ISBN 978-3-7913-9218-9 Buchhandel € 49,00, Museumsshop € 39,90

 


Veröffentlicht am: 06.11.2026

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