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AvD fordert eine „sanfte Energiewende“

Höhere E-Fuels-Quote für klimafreundliche Mobilität



Der Automobilclub von Deutschland (AvD) begrüßt ausdrücklich die jüngsten Entwicklungen im Deutschen Bundestag zur Erhöhung der Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote), in deren Rahmen auch eine stärkere Berücksichtigung erneuerbarer Kraftstoffe wie E-Fuels vorgesehen ist. 

Mit der anstehenden Entscheidung am heutigen Donnerstag, dem 23. April 2026, über eine ambitioniertere Ausgestaltung der Quote wird ein wichtiges politisches Signal für den Hochlauf klimafreundlicher Kraftstoffe gesetzt. Ziel des Gesetzentwurfs ist es, die THG-Quote bis 2040 deutlich anzuheben und damit den Anteil erneuerbarer Energien im Verkehr signifikant zu steigern. Aus Sicht des AvD ist dies absolut ein positives Signal, zugleich aber nur ein erster Schritt hin zu einer technologieoffenen und wirksamen Klimastrategie im Verkehr.

Der AvD setzt sich seit Jahren für den Einsatz von E-Fuels ein. Für eine stärkere Einbindung dieser klimaneutralen Alternative zur E-Mobilität sprechen zentrale Gründe. Synthetische Kraftstoffe können bereits heute herkömmlichem Benzin und Diesel beigemischt werden und sind damit unmittelbar im bestehenden Fahrzeugbestand nutzbar. Der entscheidende Vorteil ist, dass die bestehende Infrastruktur von Tankstellen und Fahrzeugen damit weitergenutzt werden kann. Ein vollständiger Austausch der Bestandsflotte wäre damit nicht erforderlich. Dies ermöglicht eine schnelle CO2-Reduktion im gesamten Bestand und nicht nur bei Neufahrzeugen. Wird bei der Produktion der synthetischen Kraftstoffe Strom aus erneuerbaren Energien verwendet, sind E-Fuels sogar klimaneutral.

Marktübliche E-Spritpreise möglich

Auch mit Blick auf die Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit bieten E-Fuels erhebliche Potenziale. Laut dem Bundesverband EnergieMittelstand (UNITI) schaffen verbindliche Beimischungsquoten die notwendige Planungssicherheit für Investitionen in großindustrielle Produktionsanlagen und fördern so den Markthochlauf klimaneutraler Kraftstoffe. Gleichzeitig können Skaleneffekte langfristig zu wettbewerbsfähigen Preisen führen. Hinzu kommt, dass E-Fuels technologieoffen eingesetzt werden und insbesondere in schwer elektrifizierbaren Bereichen eine entscheidende Rolle spielen können. Eine sektorübergreifende Quote im Straßen-, Luft- und Schiffsverkehr würde zusätzliche Nachfrage schaffen und damit die wirtschaftliche Grundlage für eine breite Nutzung stärken.

Der AvD fordert daher seit langem eine „sanfte Energiewende“, die alle verfügbaren Technologien einbezieht. Neben der Elektromobilität müssen auch synthetische Kraftstoffe konsequent gefördert werden, um Klimaschutz, Bezahlbarkeit und individuelle Mobilität in Einklang zu bringen. Die nun im Bundestag unterstützte Weiterentwicklung der THG-Quote ist ein wichtiges Signal. Entscheidend wird jedoch sein, diesen Ansatz weiter zu konkretisieren und verlässliche Rahmenbedingungen für einen schnellen Markthochlauf von E-Fuels zu schaffen.

 


Veröffentlicht am: 25.04.2026

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