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E-Bike-Trends

Die Räder bleiben teuer – und beliebt

(Walther Wuttke, Auto-Medienportal.Net) Vor einigen Jahren verkündete ein dänischer Speiseeishersteller in seiner Werbung, „alles wird teurer, wir bleiben es“. Diese Strategie scheinen die Hersteller von E-Bikes übernommen zu haben.

Obwohl die Zahl der abgesetzten Räder ständig steigt und die Pedelecs Jahr für Jahr einen neuen Absatzrekord einfahren, bleiben die Preise auf hohem Niveau stabil. Allein im ersten Halbjahr 2020, meldet der Pressedienst Fahrrad, wurden rund 1,1 Millionen E-Bikes verkauft, und dieser Trend bleibt ungebrochen. Angesichts des Booms, so denkt der Verbraucher, sollten doch die Preise wie bei anderen Produkten eher sinken als steigen.

Diese Entwicklung hat sich nicht eingestellt, und daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern. Gunnar Fehlau vom Pressedienst Fahrrad begründet diesen Zustand vor allem mit der gewachsenen technischen Ausrüstung der Räder. „Das moderne E-Bike ist eben nicht mehr ein einfaches Fahrrad, dem ein Elektromotor angeflanscht wurde. Diesen Aufwand muss man bezahlen. Die Kunden bekommen deutlich mehr für Ihr Geld als noch vor einigen Jahren.“ Außerdem „werden die Akkus immer teurer und liegen heute bei rund 800 Euro“. Aktuell kommen noch die pandemiebedingt rasant steigenden Frachtkosten hinzu. „Die Tarife für Container haben sich innerhalb kurzer Zeit verzwölffacht.“

Der Durchschnittspreis für ein E-Bike liegt, so Fehlau, zwischen 2500 und 2900 Euro. Gleichzeitig kommen inzwischen Bikes auf den Markt, die soviel kosten wie ein Kleinwagen, und wenn es nach den Wünschen der Verkehrsplaner geht, sollen die Räder in der Tat den Zweitwagen – vor allem in der Stadt – ersetzen. Für diese Kundschaft hat zum Beispiel der Darmstädter E-Bike-Spezialist Riese & Müller das Packster 70 (ab 5699 Euro) überarbeitet, das sich sowohl als Transporter für den Wochenend-Einkauf als auch als Mama- oder Papa-Taxi einsetzen lässt, wenn der Nachwuchs in die Kita gebracht werden soll.

Für den sportlich ausgerichteten E-Biker rollt die Motorrad-Legende Harley Davidson in den kommenden Monaten mit dem Rush/CTY Step-Thru das erste von mehreren E-Bikes auf den Markt. Das Design folgt dem Trend zum tiefen Durchstieg, und beim Antrieb kommt wie bei den Motorrädern der Marke ein wartungsarmer und vor allem leiser Riemen aus dem Hause Gates zum Einsatz. Den Motor steuert der deutsche Automobilzulieferer Brose bei. Harley verlangt für sein Bike stolze 4599 Euro. Für Zeitgenossen, die das eine oder andere Kilo zu viel auf die Waage bringen, hat Stevens das E-Triton plus (4499 Euro) entwickelt, das für eine Last bis zu 180 Kilo ausgelegt ist.

Deutlich preiswerter ist das E-Tourenrad Trekking 4 Lowstep von Haibike. Das vollgefederte Rad liegt mit dem tiefen Durchstieg und einer aufrechten Sitzposition plus stabilen Gepäckträger im Design-Trend des Jahres. Die einst gefeierte und später in die Abteilung Rentnerrad abgeschobene Rahmengeometrie erlebt in fast allen Segmenten ein Comeback. Für sein Tourenrad verlangt Haibike 2499 Euro. Auf der anderen Seite der Preisliste bringt Haibike sein 2021er-Jubiläumsmodel All Mtn SE für 10.000 Euro auf den Markt, bei dem alle technischen Finessen montiert sind, die das elektrische Fahren im Gelände unterstützt. Dazu gehören ein Karbon-Rahmen und ein leistungsstarker Motor von Yamaha.

Für Ausfahrten in die Stadt wurde das Sinus R380 auto (4599 Euro) von Winora entwickelt, bei dem eine automatische Schaltung und ein Riemenantrieb eine angenehme Fahrt ermöglichen sollen. Der Trend zum E-Bike ist auch bei den Zulieferern angekommen. So hat der Spezialist Schwalbe einen speziellen Reifen für die so genannten SUV-Räder entwickelt, der den höheren Beanspruchungen der Gummimischung standhalten soll. Der Marathon E-Plus des Herstellers verspricht Ausfahrten ohne Panne und wird unter anderem mit fair gehandeltem Kautschuk hergestellt.

Neben den die Szene beherrschenden Pedelecs gibt es tatsächlich noch Modelle, die allein mit Muskelkraft bewegt werden müssen. In diesem Segment schreiben die so genannten Gravel Bikes eine Erfolgsgeschichte. Diese Bikes in Rennrad-Optik sind auf Feldwegen genauso gut unterwegs wie auf Asphalt. Verantwortlich für diesen Erfolg sind auch die Entwickler bei den Reifenherstellern, denen es gelungen ist, Gummimischungen in Form zu pressen, die leicht und rollen und gleichzeitig ausrechend Traktion erzeugen. Ein Vertreter dieser Räder ist unter anderem das Prestige von Stevens (1799 Euro), das dank vieler Ösen auch als Reiserad für die längeren Ausfahrten eingesetzt werden kann.

Die Radbranche gehört auch dieses Jahr zu den Gewinnern der Corona-Pandemie, und deshalb können viele der neuen Räder innerhalb kurzer Zeit ausverkauft sein. Das gilt auch für die Werkstätten, die vor einer Flut von Rädern stehen, die jahrelang nicht bewegt wurden und jetzt wieder auf die Straße rollen sollen. Für den talentierten Heimwerker, der sich selbst an die Arbeit macht und irgendwann nach Teilen sucht, hat der Großhändler Messingschlager eine Suchmaschine eingerichtet.

Foto: Auto-Medienportal.Net/pd-f/Florian Schuh

 


Veröffentlicht am: 02.03.2021

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