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OBSERVE! Erste Kunstaustellung im Berliner Meistersaal

Vier Künstler, vier Perspektiven



Mit OBSERVE! eröffnet erstmals eine Kunstausstellung im traditionsreichen Meistersaal am Potsdamer Platz. Die vier Künstler, Pia Adenauer, Matthias Brandt, Christoph Uepping und Sebastian Bauersfeld, präsentieren Arbeiten, die sich auf unterschiedliche Weise mit Wahrnehmung, Beobachtung und den Geschichten hinter Menschen, Beziehungen, Architektur und gesellschaftlichen Räumen beschäftigen.

OBSERVE! ist eine Aufforderung zu schauen, wahrzunehmen und zu entdecken. Vier Künstler, vier Blickwinkel, vier Augenpaare richten sich auf die Welt um uns herum. Das Beobachten wird selbst zum Thema. Nicht zufällig tragen zwei der gezeigten Werke die Titel „The Observers“ und „Beobachter“. Die Ausstellung lädt dazu ein, genauer hinzuschauen, und sich auf die Kunstwerke, die Menschen um uns herum und die eigene Wahrnehmung zu fokussieren.

Der denkmalgeschützte Meistersaal zählt zu den legendären Kulturorten Berlins. Internationale Bekanntheit erlangte er durch die Hansa Studios, in denen Musiker wie David Bowie, Iggy Pop, Depeche Mode und U2 ihre Alben aufnahmen. Mit OBSERVE! wird der Meistersaal nun erstmals zum Schauplatz einer Kunstausstellung. Zudem verleiht der Ausstellungsort dem Titel OBSERVE! eine zusätzliche Ebene. Der Meistersaal liegt unweit des ehemaligen Mauerverlaufs, an einem Ort, an dem Beobachten und Beobachtet werden über Jahrzehnte hinweg Teil des Alltags waren.

„Der Meistersaal ist seit über 100 Jahren ein Ort der Begegnung und Inspiration – durch Musik, Kunst und Kultur. Deshalb freuen wir uns sehr, vier talentierten Künstler:innen eine Bühne zu geben, die mit ihren Arbeiten zum Thema Wahrnehmung zeigen, dass historische Räume und zeitgenössisches Schaffen sich gegenseitig bereichern“, so Christian Pellenz, Geschäftsführer BESL Eventagentur/Eventlocation Meistersaal.

Die Ausstellung vereint Malerei, Skulptur sowie experimentelle Bildsprachen. Gemeinsam eröffnen die vier Kunstschaffenden einen Dialog über das Sehen, Erinnern und Interpretieren.

Die Künstler und was sie über die Ausstellung sagen


Pia Adenauer ist eine im Rheinland geborene Malerin, deren künstlerischer Weg zunächst über das Modedesign führte. Nach ihrem Studium in Berlin arbeitete sie viele Jahre für renommierte, international tätige Modeunternehmen. Dort konnte sie ihr Gespür für Form, Material, Körper und Komposition, das ihre künstlerische Arbeit bis heute prägt, erfolgreich einsetzen und ausleben. Im Zentrum ihres Werks steht die Malerei, die sie genreübergreifend versteht. Inspiration bezieht sie aus Bildhauerei, Siebdruck, Radierung, Textil, Fotografie und Zeichnung. Die unterschiedlichen künstlerischen Verfahren fließen in eine vielschichtige Bildsprache ein, die expressive Kraft mit Materialbewusstsein und einer sensiblen Auseinandersetzung mit Identität, Körperlichkeit und inneren Zuständen verbindet. Seit 2024 konzentriert sich Adenauer verstärkt auf die freie Kunst. Nach ersten Ausstellungen und wachsender Resonanz widmet sie sich seit Januar 2026 hauptberuflich ihrer künstlerischen Arbeit. Sie lebt und arbeitet als freischaffende Künstlerin in Berlin.

„Meine Sprache ist Farbe, Form und Struktur, sie lassen mich ausdrücken, was sich Worten entzieht. Meine Bilder erzählen Geschichten, ohne sie festzuschreiben, und laden die Betrachtenden ein, eigene Wege darin zu finden.“

Matthias „YAMAKASINO“ Brandt lebt und arbeitet in Berlin. Geboren in Bielefeld begann er seinen künstlerischen Weg als Graffiti-Maler und realisierte über mehr als ein Jahrzehnt Wandarbeiten für Privatpersonen, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen. In der Folge entwickelte er sich in den Bereichen Street Art und Urban Decollage weiter, bevor sein Fokus auf Architekturfotografie und Malerei überging. Beruflich war Brandt viele Jahre als Radio- und TV-Moderator sowie als Comedy-Autor tätig. Die zahlreichen Reisen durch Deutschland und Europa schärften seinen fotografischen Blick auf Architektur und den urbanen Raum. Seit 2020 werden seine fotografischen Arbeiten deutschlandweit in Ausstellungen gezeigt und wurden mehrfach international ausgezeichnet. 2023 kehrte die Graffiti-Sprühdose in sein künstlerisches Schaffen zurück. Heute verbindet er Graffiti-Techniken, Architekturfotografie und minimalistische Malerei zu einer unverwechselbaren Bildsprache, die vor allem in Europa und den USA Anerkennung findet.

„Dein Blick auf die Welt bestimmt, wie du dich in ihr fühlst. Ich versuche Perspektiven zu zeigen, die auch in bedrückenden Betonwüsten, Schönheit und Freiheit offenlegen, wo sie bisher nicht vermutet oder erkennbar war.“

Christoph „Kikko“ Uepping lebt und arbeitet in Berlin. Er studierte Industrial Design an der Folkwang Universität Essen und war fast zwei Jahrzehnte als Designer in der internationalen Automobilindustrie tätig. Zur gleichen Zeit entwickelte er sein künstlerisches Portfolio aus freier Kunst und Auftragsarbeiten für Sammler im In- und Ausland. Einem kreativen Impuls folgend entschied er sich 2025, die Automobilindustrie zu verlassen und arbeitet seitdem hauptberuflich als freischaffender Künstler. In seinen Werken bewegt er sich an der Schnittstelle von figürlicher Malerei und abstrakter Dekonstruktion. Dem vielschichtigen Farbauftrag liegt dabei immer ein sorgfältig geplanter Prozess zugrunde, die Handschrift eines Designers bleibt erkennbar. So entstehen Bildwelten, deren Bedeutung sich oftmals erst im Prozess des Betrachtens entwickelt und über das unmittelbar Sichtbare hinausgeht. Seine Arbeiten befinden sich in privaten Sammlungen in Berlin, London, Amsterdam und Mexico City. Seit 2026 sind sie in Ausstellungen in Berlin zu sehen.

„Zum ersten Mal findet an diesem legendären Ort eine Kunstausstellung statt, eine große Chance für uns und den Meistersaal.“


Sebastian Bauersfeld ist gebürtiger Potsdamer. Nach Ausbildungen zum Buchdrucker und Werbemittelhersteller gründete er 1993 als Grafikdesigner eine Werbeagentur. Seit 2008 fokussierte er sich vor allem auf die Gestaltung und Produktion hochwertiger Printmedien. In dieser Zeit wuchs sein Interesse an den bildenden Künsten. Zunächst noch auf verschiedene Techniken der Malerei fokussiert, widmete er sich ab 2020 verstärkt der Bildhauerei. Ab 2024 fand dann die Malerei wieder zurück in sein Schaffen, es entstanden die ersten „Metallbilder“, bei denen er die Grenze zwischen Skulptur und Malerei zu überwinden versucht. Bauersfeld lebt und arbeitet in Potsdam.

„Mit meinen Werken zeige ich, wie sich aus industriellen Werkstoffen und Farben poetische Bildräume entwickeln. Dabei steht die intensive Auseinandersetzung mit Materialität, Farbe und räumlicher Wahrnehmung im Vordergrund.“

Vernissage und Ausstellung OBSERVE!:
Vernissage: Sonntag, 9. August, 12 Uhr
Ausstellung: 9. bis 13. August, täglich von 12 bis 18 Uhr
Meistersaal am Potsdamer Platz
Köthener Straße 38
10963 Berlin
Eintritt frei

 


Veröffentlicht am: 26.06.2026

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