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17.07.2019

 

 


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Deutsche Autokäufer wollen immer mehr

... vor allem mehr PS

PS-stärkere Autos stehen bei den Bundesbürgern weiterhin hoch im Kurs – allen Umwelt- und Klimaschutzdiskussionen zum Trotz. Für mehr PS geben die Deutschen auch bereitwillig mehr Geld aus.

Das geht aus einer aktuellen Auswertung des CAR Center Automotive Research an der Universität Duisburg-Essen für das Jahr 2018 hervor. Demnach ist die Tendenz zu immer höherer Motorkraft vor allem der ungebrochenen Vorliebe der Autokäufer für SUV geschuldet.

Im vergangenen Jahr haben deutsche Autokäufer im Schnitt mehr als 33.000 Euro für ein Neufahrzeug bezahlt, wie das CAR Center der Uni Duisburg-Essen ermittelte. Das waren demnach rund 10.000 Euro mehr als noch 2010. Beim Vergleich der Listenpreise der neu zugelassenen Autos – ohne Berücksichtigung von Rabatten und Zusatzausstattungen – stellten die Forscher zudem fest, dass sich die angebotenen Autos im Vergleich zum Vorjahr im Mittel um 1,7 Prozent verteuerten. Damit fiel der Anstieg allerdings geringer aus als in den Jahren zuvor, wie CAR-Chef Prof. Ferdinand Dudenhöffer erläuterte. Er macht für diese Entwicklung vor allem den Trend verantwortlich, teure Diesel durch preisgünstigere Benziner zu ersetzen.

Die infolge von „Dieselgate“ und wegen der Diskussionen um die Stickoxid-Belastung durch ältere Dieselfahrzeuge rückläufigen Absatzzahlen bei diesen Fahrzeugen wurden laut Dudenhöffer jedoch kompensiert durch weiterhin gute Verkaufszahlen bei den sogenannten SUV. Aufgrund dieses Trends gehen die Forscher des CAR-Instituts auch für das laufende Jahr von weiter steigenden Mittelwerten bei der Motorisierung der verkauften Autos insgesamt aus. Diese Tendenz wird nach Einschätzung Dudenhöffers dazu führen, dass sich hierzulande der Dieselanteil bei rund 30 Prozent aller Neuwagen einpendeln dürfte.

Laut den CAR-Erhebungen wiesen die 2018 in Deutschland verkauften Neuwagen im Schnitt eine Leistung von 153,4 PS auf. Das bedeute im Vorjahresvergleich einen Zuwachs um 1,8 PS oder 1,2 Prozent, berichtet Dudenhöffer. Demnach waren Dieselfahrzeuge mit 168 PS im Mittel wiederum deutlich kräftiger motorisiert als die Autos mit Benzinmotoren mit durchschnittlich 146 PS. Offenbar nutzten viele Autokäufer – bei Diesel überwiegend Firmenkunden – die rückläufigen Preise bei den Selbstzündern für eine stärkere Motorisierung ihres Autos.

Der aktuellen Studie des CAR-Instituts zufolge erweisen sich die immer üppigeren Rabatte des Autohandels auf Alt-Diesel als zunehmend wirkungslos. Demnach werden zwar unterdessen Nachlässe von mehr als 30 Prozent auf den Listenpreis von Diesel-Fahrzeugen angeboten. Doch mögliche Kunden schrecken vor den inzwischen sehr niedrigen Restwerten dieser Autos zurück. Aufgrund dessen kommen die ausgelobten Rabatte und Prämien bei den Autokunden nicht an, meint Experte Dudenhöffer. Er geht davon aus, dass der von Dieselgate hervorgerufene Vertrauensverlust der Branche noch länger zu schaffen machen wird.

Vor diesem Hintergrund sieht er noch kein Ende der aktuellen Rabattschlacht – im Gegenteil. Er rechnet eher mit noch verlockenderen Aktionsangeboten. Von sinkenden Preisen geht Dudenhöffer auch bei den Elektrofahrzeugen aus. Diese Autos wurden laut der Erhebung des CAR Centers im vergangenen Jahr um 7,3 Prozent billiger. Dadurch seien reine Elektrofahrzeuge mit einem Durchschnittspreis von etwas mehr als 35.000 Euro nur noch wenig teurer als der Betrag, den deutsche Autokäufer 2018 im Mittel für einen Neuwagen ausgaben, stellen die Forscher fest. Aus ihrer Sicht dürften E-Autos in der Anschaffung tendenziell noch günstiger werden, wenn die Hersteller zunehmend Modelle im mittleren und unteren Preissegment auf den Markt bringen.

Quelle: Goslar-Institut

 


Veröffentlicht am: 17.05.2019

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