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Tiere kennen keine Verkehrsregeln

DVR unterstützt neue Kampagne


Alle zwei Minuten ereignet sich in Deutschland ein Wildunfall, statistisch betrachtet. Die Gefahr für solche Unfälle steigt ab Oktober an. In den frühen Morgen- und Abendstunden sind Hirsche, Rehe und Wildschweine mehr unterwegs als üblich.


Die Folgen dieser Zusammenstöße können dramatisch sein. Wichtige Aufklärungsarbeit zum Thema leistet die aktuelle Kampagne „Tiere kennen keine Verkehrsregeln“ des ACV Automobil Club Verkehr und des Deutschen Jagdverbands. Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) unterstützt sie.

Studierende initiierten Wildunfall-Kampagne

Initiiert wurde die Kampagne von den beiden Public Interest Design-Masterstudierenden Diana Kaiser und Mareike Schlösser. Ihr Ziel: Wildunfällen präventiv vorbeugen. Speziell junge Fahrer und Fahrschüler sollen mit der Aktion für die Gefahr durch Wildunfälle sensibilisiert werden. „Wir können nicht früh genug anfangen auf die Gefahr eines Wildunfalls aufmerksam zu machen. Fahranfänger sind unerfahren, viele überschätzen sich und ihre Fähigkeiten. Deshalb sind sie eine Hauptrisikogruppe im Straßenverkehr. Der Ansatz dieser neuen Kampagne ist richtig gewählt“, sagt Prof. Dr. Walter Eichendorf, Präsident des DVR.

Im Mittelpunkt der Kampagne steht der Vergleich von heimischen mit afrikanischen Wildtieren. Zirka fünf Tonnen wirken auf ein Fahrzeug ein, wenn es bei 60 km/h zu einem Zusammenstoß mit einem Rothirsch kommt. Diese enorme Kraft wird durch das einprägsame Motiv eines ausgewachsenen Elefanten veranschaulicht.

Wildunfall-Kampagne mit multimedialem Konzept

Neben einer Webseite und Informationsmaterialien umfasst die Kampagne den Spot „Wie schwer ist ein Elefant?“. Darin wird die Geschichte eines jungen Autofahrers erzählt, der ohne jegliches Gefahrenbewusstsein in einen düsteren Wald fährt und alle Warnsignale am Straßenrand ignoriert. Plötzlich kommt es zum Zusammenstoß.

Zu den Inhalten der Webseite gehören auch Tipps zur Unfallvermeidung, etwa „Gekonnt verjagen“, „Gefahrenzonen erkennen“ oder „Geschwindigkeit anpassen“.

Partner der Kampagne

Neben dem DVR unterstützt auch die Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände die Kampagne. Weitere Partner sind die Filmproduktionsfirma Butterfilm und die Bergische Universität Wuppertal.

 


Veröffentlicht am: 02.10.2019

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