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Keiner bietet mehr

... meint Jens Riedel nach dem Test des Skoda Superb Combi 2.0 TDI

Egal ob Octavia auf Golf- oder Superb auf Passat-Plattform: Modelle von Skoda fallen nicht selten etwas aus dem Format des Spenders und zeichnen sich vor allem durch das für ihre Fahrzeugklasse großzügige Platzangebot aus.

Während der Octavia in die vierte Modellgeneration fährt, wurde der Superb der dritten Generation gerade fit für die zweite Lebenshälfte gemacht. Skoda hat die Optik etwas verfeinert, Front und Heck wurden im Rahmen des Facelifts etwas schlanker gestaltet.

Fürstliche Platzverhältnisse gehörten schon bei der ersten Superb-Generation der Neuzeit zu den Genen der Baureihe. Die Fondpassagiere dürfen sich über Beinfreiheit wie in einer Luxuslimousine freuen und bekommen in der ausgeklappten Mittelarmlehne neben Cupholdern auch noch einen Halter für den Kugelschreiber geboten. Wem Stauraum über alles geht, ist beim Skoda Superb Combi richtig. 660 Liter im Normalzustand und 1950 Liter maximales Volumen – mehr bietet kein Kombi auf dem Markt. Eine Ski-Durchreiche ist ebenso an Bord wie ein auch hinter die Vordersitze zu spannendes Trennnetz. Wer eine absolut topfebene Ladefläche bei umgeklappten Rückenlehnen haben möchte, muss allerdings die hinteren Kopfstützen ganz nach oben ziehen, damit sie über das Sitzpolster hinaus ragen und in den Fußraum abtauchen. Wie auch immer: Bei durchschnittlicher Längseinstellung der Vordersitze bietet der Superb Combi im Kofferraum gut 2,05 Meter Ladelänge. Dazu passt die üppige Zuladungskapaziät von über 670 Kilogramm.

In Erinnerung an die Gründungsfeder bildet die Ausführung „Laurin & Klement“ bei Skoda die gediegenste Ausstattung. Leder, schwarzer Dachhimmel, Klavierlack und unterschäumte Verkleidungen bis hinein in die Türen und an der Mittelkonsole finden sich im Testexemplar ebenso wie Panoramadach, Ambientebeleuchtung mit vielfacher Farbwahl und das serienmäßige Canton-Soundsystem mit elf Lautsprechern und Subwoofer. Geboten werden außerdem im Superb eine induktive Ladeschale und ein kühlbares Fach in der Mittelkonsole. Löblich sind auch die Extrafächer in den Türinnenseiten für die Warnwesten.

Den Mitfahrern in der zweiten Reihe bieten sich Annehmlichkeiten wie zwei USB- und ein 230-Volt-Anschluss in der Mittelkonsole, eine eigene Klimatisierung und beheizbare äußere Sitze sowie Tablethalter an der Rückseite der vorderen Kopfstützen. Skoda Connect ist serienmäßig an Bord und die Heckklappe wird elektrisch bedient. Unser Testwagen bot dabei Extras im Wert von rund 11.000 Euro – vom Abfallbehälter in der Fahrertür über den Parklenkassistenten bis hin zum Infotainmentsystem Business Columbus, das fast ein Viertel der Summe ausmachte.

Auch wenn die renovierte Baureihe die erste ist, die bei der Marke einen Plug-in-Hybrid bietet, so setzen Kombifahrer nach wie vor vor allem auf den Diesel. Der stärkste Selbstzünder liefert 190 PS (140 kW) und 400 Newtonmeter Drehmoment. Der 2,0-Liter-Motor ist nur in Verbindung mit dem Sieben-Gang-Doppelkupllungsgetriebe zu haben. Mit 230 km/h Höchstgeschwindigkeit und 8,4 Sekunden für den Sprint aus dem Stand auf Tempo 100 liegen die Leistungsdaten auf recht hohem Niveau. Wer hier nicht ständig aus dem Vollen schöpft, der darf im Alltag durchaus mit einem Verbrauch von rund sieben Litern und leicht darunter rechnen. Je nach Ausstattung und Reifengröße gibt Skoda nach dem WLTP-Zyklus für den 2.0 TDI 140 kW einen kombinierten Verbrauch von 5,2 bis 6,4 Litern an.

Der Startvorgang mit dem schlüssellosen Zugangssystem „Kessy“ könnte etwas rascher erfolgen. Analog gehört auch die Stopp-Start-Automatik beim Wiederanlassen des Motors nicht zu den schnellsten am Markt. Die Lenkung hingegen arbeitet tadellos. Sie spricht unmittelbar und feinfühlig an. Der Fahrer hat die Wahl zwischen gleich fünf Fahrprofilen: „Eco“, „Comfort“, „Normal“, „Sport“ und „Individual“. Auffällig ist der hohe Federungskomfort in den beiden ersten Einstellungen mit sehr weicher Dämpfung. Hier wird der Superb zur Sänfte. Und auch im Eco-Mode ist trotz spürbar zurückhaltenderer Gasannahme noch genug Durchzug vorhanden. Dazu kommt eine gute Geräuschdämmung. Auch bei Tempo 180 bleibt der Superb erfreulich leise.

Etwas lästig ist, dass die Fahrprogrammauswahl nach dem Abstellen des Wagens stets automatisch in den Normal-Modus wechselt. In der Regel entscheidet man sich ja im Alltag für eine bevorzugte Einstellung. Wer also grundsätzlich lieber sportlich, besonders ökonomisch oder besonders komfortabel unterwegs ist oder sich gar sein persönliches Profil angelegt hat, der muss nach jedem Start mit mehrmaligem Tastendruck (Ausnahme von Normal auf Sport) erst wieder dorthin zurückkehren. Doch das lässt sich angesichts der sonstigen Tugenden des Superb Combi leicht verschmerzen.

Foto: Auto-Medienportal.Net/Skoda

 


Veröffentlicht am: 17.04.2020

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