
Der zweite Tag der zweiten Marathonetappe wurde für die X-raid Crews zu einer großen Herausforderung. Guillaume de Mévius und Mathieu Baumel, die im MINI JCW Rally 3.0i gestern einen starken fünften Rang erzielt hatten, erwischte es heute besonders hart.
Sie mussten die Prüfung zeitweise in den Dünen eröffnen – das heißt: Sie suchten den Weg und legten die Spuren für die nachfolgenden Teams. Den Tag beendeten sie auf Platz 35. Lionel und Lucie Baud konnten ihre gestrige Top-Leistung leider nicht wiederholen. Im weichen Sand blieben sie mit ihrem MINI JCW Rally 3.0d stecken und verloren viel Zeit. Das Vater-Tochter-Duo erreichte das Ziel als 91.
Maria Gameiro und Rosa Romero kamen im MINI JCW Rally 3.0d auf Rang 99 ins Ziel. Ihre Teamkollegen im X-raid Fenic, Rebecca Busi und Sergio Lafuente, belegten Platz 105 und damit Rang 25 in der Challenger-Wertung.
Ein sehr gutes Tagesergebnis ist bei der Dakar nicht immer ein Vorteil – das mussten heute erneut De Mévius und Baumel erfahren. Sie starteten von Position fünf in die Prüfung und blieben kurz darauf im Sand stecken. Wenig später fanden sie sich an der Spitze des Feldes wieder und mussten die Route eröffnen. Auch danach blieben sie erneut stecken und verloren weitere Zeit.
Lionel und Lucie Baud waren nach ihrem sensationellen neunten Rang am Vortag überglücklich. Doch heute wurde ihre Leistung nicht belohnt. Probleme mit dem Getriebe erschwerten die Passage durch die Dünen erheblich. Dennoch bissen sie sich durch und erreichten das Ziel auf Rang 91.
Morgen steht den Teilnehmern erneut ein langer Tag bevor: Über 500 Kilometer Verbindungsstrecke sowie 346 Kilometer gegen die Uhr. Das Terrain selbst dürfte weniger Probleme bereiten, doch aufgrund zahlreicher Kreuzungen, Gabelungen und Abzweigungen sind höchste Konzentration und starke navigatorische Fähigkeiten gefragt.
Statements
Guillaume de Mévius (MINI JCW Rally 3.0i): „Kein besonders guter Tag für uns. Wir sind im Sand stecken geblieben, und haben uns plötzlich an der Spitze wiedergefunden. Wenig später fuhren wir uns wieder im Sand fest. Danach sind wir ruhig weitergefahren, um ins Ziel zu kommen – wir haben nichts zu gewinnen und nichts zu verlieren, also wollten wir einfach nur die Prüfung beenden.“
Lionel Baud (MINI JCW Rally 3.0d): „Das gestrige Top 10-Resultat war ein unglaublich emotionaler Moment, der unvergesslich bleibt. Lucie hat eine beeindruckende navigatorische Leistung abgeliefert.
Wo die Größten gezögert haben, haben wir die Waypoints gefunden. Sie hat sich im Biwak einen Namen gemacht und sogar die anderen Fahrer haben ihr gratuliert. Heute wollten wir vorsichtig in diese schwierigen Dünen starten. Aber leider bekamen wir Probleme mit dem Getriebe – das hat uns viel Zeit gekostet. Aber wir haben es ins Ziel geschafft. Aber diese zwei Tage waren mental und körperlich extrem hart. Wir sind völlig erledigt, aber noch dabei.“
Ergebnis SS10
1. M. Serradori / L. Minaudier – CR7 – 4h 48m 27s
2. N. Al-Attyiah / F. Lurquin – Dacia – 4h 54m 39s
3. S. Loeb / E. Boulanger – Dacia – 4h 57m 47s
4. L. Moraes / D. Zenz – Dacia – 4h 58m 21s
5. G. Botterill / O. Mena – Toyota – 5h 00m 09s
…
35. G. de Mévius / M. Baumel – MINI JCW Rally 3.0i – 5h 24m 37s
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91. L. Baud / L. Baud – MINI JCW Rally 3.0d – 6h 34m 16s
…
99. M. Gameiro / R. Romero – MINI JCW Rally 3.0d – 6h 45m 24s
…
105. R. Busi / S. Lafuente – X-raid Fenic – 6h 54m 59s
Gesamtwertung
1. N. Al-Attyiah / F. Lurquin – Dacia – 41h 39m 50s
2. H. Lategan / B. Cummings – Toyota – 41h 51m 50s
3. N. Roma / A. Haro – Ford – 41h 52m 40s
4. S. Loeb / E. Boulanger – Dacia – 42h 02m 54s
5. M. Serradori / L. Minaudier – CR7 – 42h 13m 32s
…
35. L. Baud / L. Baud – MINI JCW Rally 3.0d – 47h 27m 17s
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42. G. de Mévius / M. Baumel – MINI JCW Rally 3.0i – 48h 15m 38s
…
74. M. Gameiro / R. Romero – MINI JCW Rally 3.0d – 53h 32m 48s
…
113. R. Busi / S. Lafuente – X-raid Fenic – 77h 56m 43s
Quelle: X-raid GmbH
Dakar 2026 // SS10
X-raid Crews kämpfen sich durch die Dünen
Veröffentlicht am: 15.01.2026
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