Das „Lausitz Festival“ ist immer für eine Überraschung gut. Eine erlebten gestern die Besucher der Tanz-Theater-Performance „HERE“ in der Cottbuser Kammerbühne.
Mal abgesehen davon, dass der Abend tänzerische Spitzenleistungen der Extraklasse bot, dass die Lichtregie umwerfend war, ging es vor allem um Fragen, die die Menschheit schon seit sehr, sehr langer Zeit beschäftigen. Im Programmheft heißt es dazu: „Worin besteht das »wir« einer Gemeinschaft von Menschen, die sich zwar im gleichen Raum befinden, allerdings zu unterschiedlichen Zeiten? Oder anders gesagt: Was verbindet uns dies- und jenseits gleichzeitiger körperlicher Anwesenheit? Sind es unsere Spuren, Hinterlassenschaften oder Annahmen? Sind es Bewusstsein, Gefühle oder Glaube?“.
Ja, man blieb für mich die Antworten schuldig – wie denn auch sonst. Doch man stellte eben Fragen wie »Wann sind wir wir, wann werden wir wir, weil wir ohne uns nicht wir sein können?« Ja, man stellte die Fragen auf einer Bühne und das mit tänzerischen Mitteln. Ein Wahnsinnsprojekt mit vielen Vätern und Müttern. Man stellte Fragen, die bleiben, die man immer wieder fragt, deren Fragestellung genau wie der gestrige Abend auch verstört, verwirrt, aber auch eben fasziniert.
Dass ein Festival wie das „Lausitz Festival“, das ganz bewusst in die brandenburgische und sächsische Provinz geht, solche Fragen stellt und dabei auf zwei ausverkaufte Vorstellungen verweisen kann, zeigt, dass man sich nicht nur in den angeblichen kulturellen Hochburgen Fragen wie „Wann warst du am meisten du selbst?“ stellen kann, stellen muss.
Es sind sicherlich Fragen, die gleich auch beim Frühstück mit der Besten Frau der Welt eine Rolle spielen.
Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Sonntagsfrühstück.
Gratulation allen, die heute Namenstag haben: Raimund, Aidan, Paulinus, Anja
Morgengruß von Helmut Harff: Wo beginnt „ich“ und wo „wir“?
Das Lausitz-Festival stellt die Fragen des Lebens
Veröffentlicht am: 31.08.2025
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