„Wie geht es Dir wirklich?“, fragt die neue Sonderausstellung im Universitätsmuseum der Uni Bonn, die noch bis zum 9. November im Universitätsmuseum der Uni Bonn zu sehen ist.
Eine „Kunstausstellung über mentale Gesundheit“, wie eine der fünf Künstlerinnen der Universität Bonn erklärt, „gibt einen Einblick in unsere Auseinandersetzung mit psychischer Gesundheit. Kunst wird zum Ventil in einem Alltag voller Herausforderungen“, sagt Katharina Vogelsberg. Sie ist eine der Studentinnen, deren Werke jetzt im Universitätsmuseum zu sehen sind.
„Die Werke zeigen, was Worte oft nicht sagen können. Es soll sichtbar werden, dass psychische Belastungen auch im Studium weit verbreitet sind, aber selten offen thematisiert werden“, erklärt eine der Künstlerinnen, Johanna Schneider. „Are you ok?“ will aufklären und vor allem Zugänge schaffen: Künstlerisch arbeiten kann jeder. Und alle sollten sich um ihre mentale Gesundheit sorgen, sagen die Kunsttanten.
Laut Robert-Koch-Institut ist die Mentale Gesundheit „wesentliche Voraussetzung für Lebensqualität, Leistungsfähigkeit und soziale Teilhabe“.Mental gesund ist, wie die Weltgesundheitsorganisation sagt, eine Person, die Lebensbelastungen bewältigen, ihre Fähigkeiten ausschöpfen, produktiv lernen und arbeiten sowie einen Beitrag zu ihrer Gemeinschaft beitragen könne.
Im Universitätsmuseum der Uni Bonn können die Besucher sehen, wie andere Menschen beispielsweise Wut oder Trauer wahrnehmen, wie sie diese darstellen und verarbeiten, erklären die Kunsttanten.
Dazu umfasst der Ausstellungsraum im Universitätsmuseum vier Sektionen: Es beginnt mit den Gefühlen Leiden, Trauer und Wut. In Vitrinen werden Objekte zum Thema Angst und Verdrängung gezeigt. Weiter geht es mit Gefühlschaos und Leere. Zum Schluss beschäftigt sich die Ausstellung mit der Heilung der Seele und Lebensfreude. Insgesamt werden nahezu einhundert Kunstobjekte präsentiert, wobei die Studierenden Malerei, Aquarell, Acryl, Manga, digitale Medien und Mixed-Media einsetzen, um sich dem Thema Mentale Gesundheit zu nähern.
Die Künstlerinnen haben die Gruppe „Die Kunsttanten Uni Bonn“ begründet, um sich über das Studium hinaus kreativ auszutauschen. Der Umgang mit mentaler Gesundheit zieht sich wie ein roter Faden durch viele Arbeiten, was zur Idee führte, eine Kunstausstellung zum Thema zu kreieren. „Der intimste, individuellste Ausdruck meiner mentalen Verfassung ist Kunst“, sagen alle Kunsttanten. „Künstler zeichnen sich dadurch aus, dass sie den Mut haben, sich mit ihren intimsten Gedanken auseinanderzusetzen, sie zu Kunst zu verarbeiten und der Welt zu präsentieren.“
„Mentale Belastungen betreffen viele Menschen, aber es wird viel zu wenig offen darüber gesprochen. Mit dieser Ausstellung soll ein Beitrag zur Auseinandersetzung geleistet und ein mögliches Alltagsventil vorgestellt werden“, erklärt die Leiterin des Universitätsmuseums Bonn, Alma Hannig.
Die Aussstellung „Are you O.K.“ läuft im Universitätsmuseum, Regina-Pacis-Weg 1, 53113 Bonn, Eingang Kaiserplatzflügel, mittwochs bis sonntags von 12 bis 17 Uhr, noch bis zum 09. November 2025.
Der Eintritt ist frei.
Führungen werden sonntags angeboten.
Zur Studierendengruppe „Die Kunsttanten Uni Bonn“ gehören Nikola Heinz, Jessica Hoffmann, Tamara Sans-Raimbault, Katharina Vogelsberg und Johanna Schneider.
Universitätsmuseum
Regina-Pacis-Weg 1
53113 Bonn
Eingang Kaiserplatzflügel
mittwochs bis sonntags von 12 bis 17 Uhr
Bild: Der Alptraum, Aquarell auf Papier von Nikola Heinz, Tamara Sans-Raimbault
ARE YOU OK?
Eine Kunstausstellung über mentale Gesundheit im Universitätsmuseum Bonn
Veröffentlicht am: 31.08.2025
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