
Das Fahrrad bleibt auch in der kalten Jahreszeit immer seltener im Keller. Fast jeder zweite Radfahrende (48 Prozent) nutzt das Zweirad mittlerweile zu jeder Jahreszeit, 17 Prozent auch bei Regen und Schnee, berichtete der Fahrrad-Monitor schon 2023. Die Sachverständigen von DEKRA geben Tipps, worauf Radelnde in Herbst und Winter achten müssen.
Wer auch in der kalten Jahreszeit aufs Rad steigt, sollte in jedem Fall die Beleuchtung, Bremsen und Reifen des Bikes checken. „Oft müssen Akkus geladen oder Batterien gewechselt werden. Wichtig ist, dass Vorder- und Rücklicht zuverlässig funktionieren. Gesehen werden ist jetzt genauso wichtig wie selbst gut zu sehen“, sagt Luis Ancona, Unfallforscher bei DEKRA. „Immer wieder kommt es zu schweren Unfällen, weil Radelnde von anderen nicht rechtzeitig erkannt werden.“ Er empfiehlt, das Licht schon deutlich vor Einbruch der Dämmerung einzuschalten.
„Auch ohne auffällige Kleidung geht es im trüben Herbst nicht“, betont Ancona. Neonfarbene Fahrradjacken, Helmbezüge und reflektierende Reifen und Speichen sind schon von weitem gut zu erkennen. Reflektierende Elemente an Schuhen können die Sichtbarkeit zusätzlich verbessern, weil ihre Bewegung die Aufmerksamkeit anderer Verkehrsteilnehmer auf sich ziehen kann.
Im Herbst müssen sich Radelnde zudem vermehrt auf nasse Fahrbahnen, rutschiges Laub und punktuelle Eisglätte einstellen. „Fahren Sie vorsichtig, wenn es rutschig wird; das heißt, Kurven und unübersichtliche Stellen langsamer anfahren, starke Schräglagen vermeiden und möglichst dosiert abbremsen“, so der Unfallexperte. Auf nassen Straßen ist im Übrigen mit längeren Bremswegen und bei Felgenbremsen mit geringerer Bremsleistung zu rechnen.
Der Sturzgefahr bietet man Paroli durch ein gutes Reifenprofil - auch für Fahrräder gibt es Winterreifen - und rutschfeste Pedale. Ein etwas reduzierter Reifendruck kann die Aufstandsfläche in Hinblick auf rutschigen Untergrund vergrößern, darf aber nicht unter die Herstellerangaben sinken.
Wegen der erhöhten Sturzgefahr in Herbst und Winter darf der Helm nicht fehlen. Gegen Kälte schützt die passende Unterziehmütze. Wichtig ist, dass der Helm auch mit zusätzlicher Winterkleidung korrekt und fest sitzt und bei einem Sturz nicht verrutschen kann. Ancona: „Wir tun uns generell leichter, wenn wir in Herbst und Winter für die Fahrt mehr Zeit einplanen. Dann geraten wir unterwegs nicht in Zeitdruck und können die schönen Seiten des Radelns bei dieser Jahreszeit viel besser genießen.“ (DEKRA Info)
Foto: Pixabay
Radeln im Winter
Auf glatter Fahrbahn droht Rutschpartie
Veröffentlicht am: 06.11.2026
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