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VINYAGO – TANZ UND AUSSTELLUNG JENSEITS KOLONIALER BIOGRAFIEN

Tanz, Musik und Videokunst



Vinyago verbindet Ausstellung, Tanz, Musik und Videokunst zu einer raumfüllenden Installation. Im Zentrum stehen ostafrikanische Masken aus dem Ethnologischen Museum – Objekte, die ursprünglich in einem spirituellen, performativen Kontext verwendet wurden und nun im Museum aufbewahrt und ausgestellt werden.

Die größte Sammlung im Bereich Afrika des Ethnologischen Museums der Staatlichen Museen zu Berlin stammt aus dem heutigen Tansania. Die dort präsentierten Masken wurden ursprünglich für spirituelle, performative Zwecke verwendet, wohingegen sie in Museen meist als Kunst- oder Ausstellungsobjekte dienen. Vinyago nimmt diesen Widerspruch als Einstieg, um über die Rolle von ethnologischen Museen und ihre koloniale Vergangenheit zu reflektieren.

19 tansanische Künstler*innen haben sich in Kooperation mit der Stiftung Humboldt Forum kritisch mit diesem Bedeutungswandel und den Kontexten der Sammlung und Präsentation im Haus auseinandergesetzt. Vinyago – Suaheli für Masken – Tanz jenseits kolonialer Biografien verbindet Ausstellung, Tanz, Musik und Videokunst zu einer immersiven Installation.

Performance
02.-04., 07.-11., 14.-18.12.2022, jeweils um 19 Uhr, Dauer 90 min, Tickets: 16 / 8 Euro
Jeden Freitag und Samstag Publikumsgespräche mit den Künstler*innen nach der Performance
In der 90-minütigen Performance interagieren acht Tänzer*innen und fünf Musiker*innen mit den historischen Masken des Ethnologischen Museums wie auch mit zeitgenössischen Masken aus Tansania: die einen hinter Glas, die anderen als lebendiger Teil der Handlung. Sie setzen sich mit diesen Objekten auseinandersetzen, die nie für ein Museum bestimmt waren. Die Masken sollen in der Performance vielmehr eins mit den Tänzer*innen und der Herkunftsgemeinschaft werden. Anhand der Masken, aber auch mit kritischem Blick auf die äußere Form und die Ausstellungen des Humboldt Forums, entfalten die Künstler*innen aus Tansania eine intensive, musikalisch-tänzerische Reflexion über Themen wie Identität und Restitution, Diebstahl, Verlust und Umgang mit Vergänglichkeit. Vinyago reproduziert dabei keinen traditionellen Tanz zu reproduzieren, sondern stellt eine Verbindung her und legt den Schwerpunkt auf eine zeitgenössische Perspektive. Inspiration für die Choreografie kommt aus Tansania, sie nimmt aber auch Einflüsse aus Westafrika auf – eine für Tanz sehr wichtige Region.

Ausstellung: 23.11.22-08.01.23
Mit Live-Interventionen von Musiker*innen und Tänzer*innen:
4.12., 07.-11.12., 14.-18.12.2022 jeweils von 12–18 Uhr. Eintritt frei
Eine Tanzmaske aus Fell mit zwei Straußenfedern. Eine Gesichtsmaske mit Perlen in Weiß, Rosa und Blau – diese und drei weitere historische Masken, statisch, abgeschirmt in einer Vitrine zeigt die Ausstellung, während 86 weitere Masken aus Tansania im Depot aufbewahrt werden. Diese werden nur durch die historischen Katalogbeiträge an einer Wand repräsentiert. Die Ausstellung hinterfragt Präsentationsformen, Deutungshoheiten und Zugänglichkeiten von Objekten in deutschen Museen. Die Reflektion der Protagonist*innen wird dabei zum künstlerischen Akt: Sie teilen durch Interviews mit Aktivist*innen in Tansania und Deutschland ihre Arbeitsweise, ihre Zweifel und ihren Antrieb, dieses Projekt im Humboldt Forum zu verwirklichen. Mit Live-Interventionen von Musiker*innen und Tänzer*innen. Aufführungen an verschiedenen Orten in Tansania sind in Vorbereitung.

Das Projekt

Vinyago beruht auf einer Initiative von Isack Abenekeo (Choreograf und Künstlerischer Leiter der tansanischen Kulturorganisation ASEDEVA) Gita Herrmann (Historikerin und Kulturmanagerin aus Deutschland) und Nicholas Calvin (Fotograf und Filmemacher aus Dar es Salaam). In ihrer Arbeit befasst sich das Team mit Themen wie Identität und Restitution, Verlust und Umgang mit Vergänglichkeit. Für das Projekt haben die Künstler*innen zahlreiche Gespräche mit Maskenmacher*innen und Menschen aus den Herkunftsgesellschaften wie Makonde, Mwera, Yao und Makua aus dem Süden Tansanias geführt. Inspirationen für die Choreografie kommen sowohl aus Tansania als auch aus Westafrika.

Ein Haus, vier Akteure: Die Vielstimmigkeit ist bereits in der Zusammenarbeit der Partner*innen angelegt. Im Humboldt Forum kooperieren die Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss, die Stiftung Preußischer Kulturbesitz mit den Sammlungen des Ethnologischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin, die Humboldt-Universität zu Berlin mit dem Humboldt Labor sowie das Stadtmuseum Berlin mit der Berlin Ausstellung BERLIN GLOBAL.

Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss
Schloßplatz, 10178 Berlin
Postfach 02 10 89, 10122 Berlin
Fon: +49 30 265 950-525
humboldtforum.org

Bild: © 2022 Nicholas Calvin Mwakatobe. All Rights Reserved

 


Veröffentlicht am: 23.11.2022

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