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Der Dacia Duster dCi 115 4x4 Prestige

Neuer Diesel und mehr Komfort

(Axel F. Busse, cen) Arbeitsplätze in der deutschen Automobilindustrie liefern immer wieder willkommene Argumente für politische Diskussion jedweder Couleur.

Was für Kunden dabei rausspringen kann, wenn man anderswo in der EU produziert, zeigt Dacia seit Jahren eindrucksvoll. Das in Deutschland zweitbeliebteste Modell ist der Duster.

„Prestige“ bezeichnet laut Duden Ruf, Ansehen oder Leumund einer Person, einer Institution oder einer Sache. Nicht ohne Grund hat Dacia seine höchste Ausstattungsstufe für den Duster mit diesem Begriff versehen, denn vermissen werden selbst anspruchsvolle Kunden nur wenig. Die rumänische Marke hat sich vom Holzklassen-Image längst emanzipiert und verkauft allein in Deutschland inzwischen mehr als 70 000 Pkw jährlich. Kaum auszudenken, welche Zulassungszahlen möglich wären, wenn so ein Duster unter dem Markennamen Renault erhältlich wäre, wie es zum Beispiel in Russland der Fall ist.

Im Zuge der Anpassung auf die 6d-Temp-Abgasnorm wurde dem Duster ein neuer Dieselmotor spendiert. Der Vierzylinder aus Aluminium hat 1461 Kubikzentimeter Hubraum und leistet 116 PS (85 kW). Das maximale Drehmoment von 260 Newtonmetern liegt ab 2000 Umdrehungen an. Darunter ist – egal in welchem Gang – kaum Zugkraft zu spüren, bei Überschreitung dieser Marke geht es hingegen druckvoll vorwärts. Hat man sich erst einmal auf diesen Effekt eingerichtet, passt beim Abbiegen oder zum Überholen seine Schaltstrategie darauf an und lässt die Drehzahl nicht allzu sehr sinken, ist stets genügend Schub vorhanden.

Dass nur 260 Newtonmeter ausreichen, um ein halbwegs munteres Fahrerlebnis zu erzeugen, hat nicht zuletzt mit der zu bewegenden Masse zu tun. Obwohl mit einem umfangreichen Paket an Zusatz-, Komfort- und Sonderaustattungen sowie Allradantrieb versehen, brachte der Testwagen nicht mehr als 1440 Kilogramm auf die Waage (ohne Fahrer, ¾ Tankinhalt). Leichtbau à la Romania funktioniert also, denn der Duster wurde im Rahmen der Modellpflege auch mit mehr Material zur Geräuschdämmung sowie einer dickeren Windschutzscheibe ausgestattet. Dazu kommen in der Prestige-Version Einparkhilfe, Tempomat, Aluräder, Nebelscheinwerfer und Lichtsensor.

Das letzte Facelift hat der Duster fast unbeschadet überstanden, das Design wurde behutsam modernisiert, doch vor allem bei der Ausstattung wurde ordentlich draufgesattelt. Das gilt sowohl für die Merkmale der Varianten oberhalb des Basismodells als auch für die verfügbaren kostenpflichtigen Extras. Zum Beispiel gibt es eine Rundum-Kamera mit Draufsicht-Modus, eine Keyless-Funktion, Klimaautomatik, Rückfahrkamera und Window-Bags. Die Tasten für die elektrischen Fensterheber wanderten bedienerfreundlich in die Türverkleidungen, die Polster der Sitze sind länger und straffer und bieten eine bessere Seitenführung. Bei der Allradversion ist der Kofferraum etwas reduziert, doch reichen 411 Liter allemal. Die Ladekante ist 78 Zentimeter hoch.

Die karge Plastikoptik vieler Flächen im Cockpit müssen die Kunden weiterhin ertragen, ebenso wie die unhandliche Schlüsselkarte, die sich mangels einer Öse an keinem Bund oder Anhänger befestigen lässt. Die Klappgriffe für die Türen schwingen beim Entriegeln unnötig weit nach oben, so dass es schwer fällt, sie sicher zu greifen. Die Tasten für die Sitzheizung liegen versteckt, und da es keine Kontrollleuchte im Display gibt, kann es zu ungewolltem Mehrverbrauch an Strom kommen. Doch am Gesamtbild ändern diese Petitessen nichts: Hier wird erstaunlich viel Auto zu einem moderaten Preis angeboten. Bei einem monatlichen Durchschnittslohn von rund 550 Euro im Herstellungsland ist das freilich kein Hexenwerk.

Das Fahrwerk verblüfft im Normalbetrieb mit überraschend gutem Komfort, kommt auch mit flickgeschustertem Straßenbelag und holperigen Feldwegen gut klar, die Bodenfreiheit von 210 Millimetern dämpft die Furcht vor verborgenen Hindernissen. Mit der Längsdynamik hat er’s nicht so, was man leicht an den 12,1 Sekunden ablesen kann, die der Duster bis auf 100 km/h braucht. Tempo 180 gibt der Hersteller als Höchstgeschwindigkeit an, was der Testwagen nach langem Anlauf und gutem Zureden auch erreichte. Wer eine Kurve zu flink ansteuert, wird durch spürbare Seitenneigung vor zu viel Tollkühnheit gewarnt.

Mit dem kurz übersetzten ersten Gang erkraxelt der Duster im Bedarfsfall steile Hänge, in der Ebene zeigt er sich bei moderatem Tempo genügsam. Die Überschreitung des Verbrauchs-Sollwertes lag in der Testphase bei rund einem Liter, so dass jeder mit einer Tankfüllung wenigstens 800 Kilometer weit kommen sollte. Die Anhängelast erscheint mit 1500 Kilo für ein SUV gering, jedoch sollte man dabei nicht vergessen, dass der Duster auch nur knapp 1,5 Tonnen wiegt.

Fazit: Die Erwartungen an ein wirtschaftliches Vielzweckauto erfüllt der Duster mit Bravour. Angebote um 20.000 Euro für ein reichhaltig ausgestattetes Kompakt-SUV sind rar, weshalb die Marketingidee eines Anti-Statussymbols plausibel erscheint.

Selbst in der Restwert-Statistik hat der Duster deutlich aufgeholt, weshalb es für die Kunden letztlich nur um die Imagefrage geht, ob sie sich einer so genannten Billigmarke anvertrauen wollen oder nicht. (ampnet/afb)

 


Veröffentlicht am: 03.05.2019

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