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Der Porsche 718 Boxster

... die durchgestylte Spaßmaschine



Die Praxis, aus einem Grundmodell eine enorme Zahl von Varianten zu machen, hat Porsche zur Kunstform erhoben. Von 911er gab es zeitweise mehr als 20 verschiedene Versionen. Limitierte Sondermodelle nicht mitgerechtet. Der Einstiegsporsche, der 718 Boxster, wird aktuell in einer „Style Edition“ angeboten. Die bringt den Kunden dank verschiedener inklusiver Ausstattungsmerkmale einen Preisvorteil, aber dem Hersteller auch mehr Geld ein.

Zu Recht gilt der Boxster als Rettungsanker der Sportwagenfirma, denn Anfang der 90er Jahre waren die Zuffenhausener in eine Absatz-  und Erlöskrise geraten, die um den Bestand des Unternehmens fürchten ließ. Da etwa zeitgleich der Mazda MX-5 für Furore und eine Renaissance kleiner leichter Roadster sorgte, entschied man sich für den Zweisitzer mit Mittelmotor, der inzwischen in der vierten Generation vom Band läuft – seit 2016 mit der Zusatzziffer „718“ im Modellnamen. Es gibt ihn ausschließlich mit Heckantrieb, denn da das ursprüngliche Konzept einen um 180 Grad gedreht eingebauten 911er-Motor vorsah, ist ein Allradantrieb technisch nicht realisierbar.



Der Spitzenwert der Produktionszahlen wurde 2017 erreicht, als gemeinsam mit der Coupévariante Cayman fast 26.500 Zweisitzer gefertigt wurden. Die Daumenschrauben weltweiter Abgasvorschriften ließen den Hubraum des Einstiegsmodells auf zwei Liter und die Zylinderzahl auf vier sinken. Dank Turbolader liegen aber 300 PS Leistung und 380 Newtonmeter Drehmoment schon knapp über 2000 Umdrehungen an, so dass sich niemand um das Temperament der rund 1350 Kilo leichten Fuhre zu sorgen braucht.

Was unterscheidet die Style Edition vom gewöhnlichen Boxster? Streifen und Schriftzüge an Fronthaube und Flanken fallen als Erstes ins Auge, das Verdeck trägt eine Einprägung im Stoff mit dem Schriftzug „Boxster“. Bei genauerem Hinsehen erkennt man die 20-Zoll-Felgen, die sonst für den Vierzylinder nicht zu haben sind. Ferner werden ab Werk schwarze Sportendrohre geliefert, jedoch kein Klappenauspuff, der den Sound bei Bedarf etwas herzhafter erklingen lässt. Dazu kommen eine Rückfahrkamera, Sitzheizung, Lenkradheizung und eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik.



Laut Porsche summieren sich die Extras auf einen Preisvorteil von acht bis zehn Prozent gegenüber der Einzelbestellung. Ein Schnäppchen ist der so aufgehübschte Boxster freilich nicht. Mindestens 73.822 Euro sind fällig. Doch in gewissen Kreisen ist offenbar genügend Geld für ein derartiges „Spielzeug“ vorhanden. Der Anteil der gewerblichen Neuzulassungen gehört zu den niedrigsten in der ganzen Porsche-Modellfamilie.

Die knapp geschnittene Kabine lässt den Insassen genau 1,31 Meter Platz zwischen den Türverkleidungen. Pro Person ist je ein Gepäckraum vorgesehen, zusammen haben sie 272 Liter Volumen. Um beim 911er Cabrio auf mehr als 132 Liter zu kommen, muss man Gepäck auf den hinteren Sitzen abstellen. Beim Boxster können unter der hinteren Klappe Koffer von maximal 85 mal 24 Zentimeter verstaut werden, das Fach vor der Vorderachse ist 45 Zentimeter tief und 70 Zentimeter breit. Das elektrische Stoffverdeck ist so tempobeflissen wie das ganze Auto. Zum Öffnen wurden beim Testwagen elf Sekunden gestoppt, das Schließen geht noch einen Wimpernschlag schneller, die Scheiben runter- oder hochzufahren nicht mitgezählt.



Sturmerprobte Insassen stören sich nicht daran, dass ein zwischen den Kopfstützen eingehängtes Windschott seinen Zweck nur mäßig erfüllt. Es empfiehlt sich, eine tiefe Sitzposition zu wählen und die Zugluft, die zwischen den Sitzen hereinbläst, zu ignorieren. Zwar ist der Wagen, was Sensorik und Assistenzsysteme angeht, auf der Höhe der Zeit, jedoch erscheint die Cockpitgestaltung etwas in die Jahre gekommen. Der Navi- und Infotainment-Bildschirm wirkt nach heutigen Maßstäben eher klein dimensioniert.

Dass der Roadster fahrtechnisch über jeden Zweifel erhaben ist, kann niemanden überraschen. Sensibilität und Präzision sind die ursächlichen Merkmale für ein überzeugendes Erlebnis. Eine Lenkung praktisch ohne Spiel, eine erstklassige Balance dank der Einbaulage des Motors, reichlich Grip und ein verzögerungsfreies Ansprechverhalten auf winzigste Gaszufuhr – das sind die Bausteine für vergnügliche Kilometer.



Die tadellose Spurtreue wurde am Testwagen allerdings durch das Torque-Vectoring-System unterstützt, das sich der Hersteller mit 1309 Euro extra vergüten lässt. Am unterhaltsamsten sind die Ausflüge natürlich auf kurvigen Bergstrecken. Wer die nicht in Reichweite hat, legt am besten Sonnencreme auf und aktiviert den Tempomat. Obwohl nur mit 35 Prozent Gummiüberdeckung versehen, rollt der Boxster auf seinen 20-Zöllern erstaunlich komfortabel ab. Die serienmäßige Sitzheizung sollte es erlauben, die Freiluftsaison bis weit in den Herbst auszudehnen. Mit 9,4 Litern je 100 km lag der Testverbrauch nur minimal über den Herstellerwert (9,2 Liter).

Fazit: Den Slogan „Freude am Fahren“ haben zwar andere für sich gebucht, Realität ist es in einem Fahrzeug wie dem Porsche Boxster. Was für ein uneingeschränktes und ganzjähriges Vergnügen der Halter oder Nutzer aber nicht fehlen darf, ist ein zusätzlicher Gebrauchs-Pkw – mit dem man mal zum Baumarkt, zum Wertstoffhof oder mit den Kindern in den Urlaub fahren kann. (cen/afb)

Fotos:
Autoren-Union Mobilität/Axel F. Busse

 


Veröffentlicht am: 02.10.2023

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