
Fertiggerichte galten lange als Kalorienfallen – doch Bio-Start-ups wie Löwenanteil drehen das Image gerade radikal. Die Gründer Robin Redelfs und Thomas Kley erklären, wie proteinreiche Mahlzeiten im Glas plötzlich zum Fitness-Hack für Berufstätige, Sportler und Genussmenschen werden.
So zeigt sich, warum „Convenience Food“ heute nicht mehr automatisch ungesund ist, wo die Chancen liegen – und wo auch die Grenzen. Beide Experten werfen einen Blick auf den Wandel unserer Esskultur und erklären, wie sie den Markt aufmischen wollen.
Fertiggerichte hatten jahrelang ein Imageproblem: zu fettig, zu salzig, zu künstlich – kurz gesagt: der kulinarische Beweis dafür, dass Bequemlichkeit und Gesundheit nicht zusammenpassen. Wer etwas auf sich hielt, kochte frisch. Wer keine Zeit hatte, griff zur Dose und hatte ein schlechtes Gewissen. Doch genau dieses Schwarz-Weiß-Denken bröckelt gerade. Zwischen Homeoffice, Dauerstress und dem Wunsch nach einem gesünderen Lebensstil entdecken immer mehr Menschen Fertiggerichte neu, nur eben in einer völlig anderen Version als früher. Bio statt Billigware, Protein statt leerer Kalorien, Nährwerte statt Bauchgefühl: Das ist die neue Logik hinter dem Comeback. Einer der Treiber dieses Wandels ist das Startup Löwenanteil, das mit Bio-Mahlzeiten im Glas wirbt, die schnell, sättigend und „fitnesstauglich“ sein sollen. „Wir wollten beweisen, dass schnell nicht gleich ungesund heißen muss“, so Mitgründer Robin Redelfs. Sein Co-Gründer Thomas Kley bringt es auf den Punkt: „Die Realität ist doch: Viele Menschen wollen gesund essen, haben aber schlicht keine Zeit, jeden Tag frisch zu kochen – und genau da entsteht diese Lücke zwischen Anspruch und Alltag.“
Diese Zwickmühle möchte das Unternehmen lösen, immer mit dem Anspruch, Fertiggerichte vom Symbol schlechter Ernährung zum Werkzeug für einen durchgetakteten, leistungsorientierten Alltag zu machen. Statt Verzicht oder Perfektion stehen Machbarkeit und Durchhaltevermögen im Mittelpunkt. „Es geht nicht darum, jeden Tag wie ein Profikoch zu leben“, erklärt Redelfs, „sondern darum, im echten Leben bessere Entscheidungen einfacher zu machen.“ Kley ergänzt: „Wenn Ernährung im Alltag scheitert, dann nicht am Wissen, sondern an Zeit, Stress und Bequemlichkeit.“ Das Comeback der Fertiggerichte ist deshalb weniger ein Trend und mehr ein Spiegel unserer modernen Arbeits- und Lebensrealität.
Satt essen und dabei abnehmen? Ja, mit Fertiggerichten
Ein besonders sichtbarer Teil dieses Wandels zeigt sich beim Thema Abnehmen. Denn immer mehr Menschen merken: Nicht Verzicht ist das Problem, sondern Hunger. Genau hier setzen Konzepte wie die Mahlzeiten im Glas von Löwenanteil an. Die protein- und ballaststoffreichen Bio-Gerichte sind so konzipiert, dass sie im Verhältnis zu ihren Kalorien stark sättigen und Heißhunger gar nicht erst aufkommen lassen. Gleichzeitig setzen die Rezepte auf Zutaten, die gut verträglich sind und die Darmgesundheit unterstützen – ein Faktor, der für Gewicht, Energielevel und Wohlbefinden eine immer größere Rolle spielt. „Wenn Menschen satt sind, fällt es ihnen deutlich leichter, ihre Ernährungspläne langfristig durchzuziehen“, erzählt Mitgründer Robin Redelfs. Statt kurzfristiger Diäten gehe es damit um einen Ansatz, der alltagstauglich ist – und genau das macht modernes Convenience Food für viele plötzlich interessant.
Vom Schmuddel-Image zum Fitness-Tool
Was früher als Dickmacher verpönt war, wird heute zum Werkzeug für Muskelaufbau, Diät und stressige Arbeitstage. Die Gläser von Löwenanteil liefern viel Protein, Ballaststoffe und klar kalkulierbare Kalorien – und sind in Minuten fertig. „Unsere Gerichte sind so gebaut, dass sie lange satt machen und den Körper mit dem versorgen, was er wirklich braucht“, so Robin Redelfs. Thomas Kley sieht darin einen Kulturwandel: „Für die meisten ist Fertiggericht nicht gleich Fertiggericht. Entscheidend ist, was drin steckt. Dafür schauen die Verbraucher immer genauer auf die Inhaltsstoffe und kennen sich nicht nur bestens aus, sondern erwarten auch volle Transparenz.“ Deswegen verfolgt auch das Oldenburger Unternehmen einen strengen Ansatz: Mahlzeiten sind als ‘Complete Meals’ gedacht und liefern einen überdurchschnittlichen Proteingehalt bis zu 43 Gramm pro Glas. Auch der Ballaststoffgehalt ist besonders hoch und soll zu einer gesunden Verdauung beitragen, die nach Snacks wie Protein-Riegel zum Beispiel nicht gegeben wäre.
Für alle, die keine Zeit – aber Ansprüche haben
Besonders Berufstätige, Gründer und Sportbegeisterte greifen zu – Menschen, die zwischen Terminen, Training und Alltag kaum Zeit für den Herd haben. „Wir kommen selbst aus der Fitness-Community und kannten das Problem aus eigener Erfahrung“, erklärt Thomas Kley. Robin Redelfs ergänzt: „Entweder du isst irgendwas Schnelles – oder du lässt es ganz. Wir wollten eine Lösung schaffen, die beides verbindet: Tempo und Qualität.“ Genau darin liegt der Reiz für viele Kunden: planbar essen, ohne jeden Tag stundenlang vorzukochen.
Zwischen Lösung und Limit: Warum es kein Wundermittel gibt
Natürlich ist auch das neue Fertiggericht kein Zaubertrank. Themen wie individuelle Ernährungsformen bleiben Diskussionsstoff. „Wir sagen nicht, dass man sich nur noch von unseren Gläsern ernähren sollte“, betont Robin Redelfs. Thomas Kley wird noch klarer: „Es geht um Struktur im Alltag. Wenn wir Menschen helfen, öfter bewusst und ausgewogen zu essen, haben wir schon viel erreicht.“ Der Anspruch ist nicht, Kochen zu ersetzen, sondern in stressigen Momenten eine Alternative zu bieten, die in puncto Nährstoffe und Inhaltsstoffe mithalten kann. Denn wer einmal zum Cheat-Meal greift, ist deutlich eher geneigt, die eigenen Ziele ganz aufzugeben. Das Gründer-Duo betont: „Entscheidend ist nicht die perfekte Woche, sondern die Routine über Monate.“
Was das Comeback über unseren Alltag verrät
Der Trend zeigt: Unsere Esskultur verändert sich. Zwischen Homeoffice, Fitnessstudio und Spätschicht wird Bequemlichkeit immer wichtiger, aber nicht mehr um jeden Preis. „Ernährung hat einen riesigen Einfluss auf Leistung, Fokus und Wohlbefinden“, betont Thomas Kley. Robin Redelfs fasst es so zusammen: „Wenn wir es schaffen, gesundes Essen so einfach zu machen wie eine Pizza zu bestellen, dann haben Fertiggerichte wirklich eine neue Zukunft.“ Vom Schmuddel-Image zum Fitness-Hack – das Comeback ist in vollem Gange.
Löwenanteil
Löwenanteil ist ein deutsches Food-Unternehmen mit Sitz in Oldenburg. Das Unternehmen entwickelt und produziert proteinreiche Bio-Fertiggerichte auf Basis von Hülsenfrüchten und Gemüse. Die Gerichte sind als vollwertige Mahlzeiten konzipiert, klar portioniert und ohne Kochen zubereitet, damit gesunde Ernährung auch im Alltag funktioniert.
Foto: Loewenanteil
Vom Dickmacher zum Fitness-Hack
Deshalb feiern Fertiggerichte ihr Comeback
Veröffentlicht am: 25.02.2026
Ausdrucken: Artikel drucken
Lesenzeichen: Lesezeichen speichern
Feedback: Mit uns Kontakt aufnehmen
Twitter: Folge uns auf Twitter
Facebook: Teile diesen Beitrag auf Facebook
Hoch: Hoch zum Seitenanfang




