07.10.2026
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▪ Die wunderbaren Jahre
▪ Venus 2026
▪ Anpfiff im Kinderzimmer
▪ Morgengruß von Helmut Harff: Auf erstanden aus Ruinen
▪ Liechtenstein im Herbst entdecken
▪ Adieu, Herbstblues
▪ Abschlag mit Meerblick
▪ Eine weit, weit entfernte Galaxis fürs Bücherregal
▪ Straßenverkehr für Ältere sicherer machen
▪ ANGELA AUX „Schöne Replikantin"
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Hätte es den 9. November 1989 und den 3. Oktober 1990 nicht gegeben, so würde es vielleicht heute keine „neuen“ Bundesländer geben und es gäbe auf deren Territorium heute ein Lied, das man spielen aber höchstens summen dürfte. Oder dürfte man zum 77. Jahrestag der DDR den Text der Hymne – der stammt übrigens von Johannes R. Becher – wieder singen oder gäbe es gar eine Neue?
Sagen Ihnen die Namen Peter Hegemann und Georg Nagel etwas? Ja, dann sind Sie sicherlich ein aufmerksamer Nachrichtenhörer oder –seher. Ich musste eben erst einmal googln, damit ich den Beiden zum Medizin-Nobelpreis 2026 gratulieren kann. Die Gratulation gilt selbstverständlich auch Karl Deisseroth, der ebenfalls den Medizin-Nobelpreis 2026 erhielt.
An Tag drei besuchten wir das Staatliche Museum Schwerin, gelegen zwischen Theater und Schloss. Ein sehr sehenswertes Museum mit einer interessanten Sammlung, darunter Werke weltbekannter Künstler. Das Museumskonzept hat mich allerdings nicht ganz überzeugt.
Die Christen und sicherlich auch weniger kirchenaffine Menschen feiern heute das Erntedankfest. Es gibt Erntedank-Gottesdienste, eher säkulare Erntefeste, gerne als Kürbisfest und ähnlichen Feiern. Es gibt auch Erntedank-Golftuniere.
Ja, der 3. Oktober 1990 war der (vorerst?) letzte Termin, an denen sich deutsche Teilstaaten zusammen geschlossen haben. Das war nicht das erste Mal in der Geschichte Deutschlands.
Das absolute Highlight Schwerins ist das Schloss. Das an ein Märchenschloss erinnernde Historismusgebäude mit alten Wurzeln steht nicht umsonst auf der Weltkulturerbeliste der UNESCO, Heute gibt es nur einen Bilderreigen vom Schloss außen und innen sowie vom Wasser, darunter eines vom gerade im Umbau befindlichen Plenarsaals
Mal raus aus dem Alltag, mal was anderes sehen, entdecken, genießen – das war unser Plan. Blieb nur die Frage wohin. Irgendwann fiel das Stichwort Schwerin. Ja, wir waren noch nie in der Landeshauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern. Schwerin ist übrigens die kleinste Landeshauptstadt Deutschlands.
Zu Zeiten, in der Berlin von einer Mauer geteilt war, konnte ich die DDR- und die Westbürger ganz einfach unterscheiden. Die aus dem Arbeiter- und Bauernstaat blickten mit gesenktem Kopf auf die Straße, die anderen gingen mit erhobenen Haupt durch Ostberlin.
Können Sie sich vorstellen, dass ein elfjähriges Mädchen mit einem Song mit der Titelzeile „Ich zeige Dir mein Paradies“ bei Silbereisen und Zarella auftritt, der Song im Radio rauf und runter gespielt wird? Wohl kaum, dafür ist die moralische Entrüstung, der Shitstorm sehr gut vorstellbar.
Romeo und Julia von Shakespeare kennt wohl jeder. Das Stück gibt es als Schauspiel, als Oper und als Ballett – nicht so am Staatstheater Cottbus. Im wohl schönsten Jugenstiltheater der Republik führt man Romeo und Julia als eine Tragödie in vier Künsten auf.
Eins sang die Erste Allgemeine Verunsicherung – die EAV aus Österreich – „Küss die Hand schöne Frau…“ Schön, der Handkuss gehört außerhalb von Wien eher zu den Ausnahmen. Kaum jemand spricht auch noch von „Frau Mutter“, doch das heißt ja nicht, dass man gleich alle Etikette auf den Müll werfen muss.
Nein, ich will mich nicht über den Start von Jürgen Klopp als Trainer der Männer-Fußballnationalmannschaft oder dem 1:1 gegen die Niederlande auslassen. Mir geht es um ein Mysterium und das ist der Einfluss der Trainer auf eine Mannschaft, die eigentlich ihr Metier versteht.
Auch wenn man sich über leidende und nach der Mama rufende Männer gerne lustig macht, stimmt es: Männer leiden, wenn sie krank sind, nicht wenn sie einen Schnupfen haben, sondern wenn sie wirklich Schmerzen haben, wenn sie in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt sind. Wer dann alleine ist, ist doppelt schlecht dran.
Gehören Sie auch zu den Menschen, die zumindest hin und wieder der Herbstblues heimsucht? Sorgt so manches bei Ihnen für Frust? Hängen immer mal wieder die Mundwinkel fast von selbst? Das ist nicht gut und eines ist klar: Da hilft eigentlich keine Medizin.
Vieles deutet darauf hin, dass die Natur in den Herbstmodus wechselt. Ja, es herbstelt, das Laub der Bäume vor meinem Bürofenster wechselt schon diskret die Farbe und die ersten Spinnweben lassen den Altweibersommer erahnen.
Gestern war nun Wahltag, der endete mit einer Überraschung. Ich meine nicht die Wahlergebnisse, ich meine die Rede von Friedrich Merz. Der, oder war das sein Avatar, hielt eine Rede von der ich behaupten würde, dass die, obwohl so nicht gekennzeichnet, eine KI-erstellte Rede war. Ich frage mich auch, ob man die auch noch emotionsloser halten kann.
Heute wird in Mecklenburg-Vorpommern der Landtag neu gewählt, in Berlin der neue Senat. Wahlen sind immer gut, denn dann kann das Volk, gerne vor Wahlen als der Souverän bezeichnet, darüber entscheiden, wer zukünftig das Sagen in der Politik hat.
Mir war seit einigen Tagen klar, noch vor dem Öffnen der Wahllokale in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern wird unsere Regierung irgendeine Maßnahme verkünden, die sich positiv auf den Spritpreis auswirken soll.
Wenn wir heute einkaufen fahren, haben wir eine Einkaufsliste dabei, die wir auch abarbeiten werden. Das passiert höchst selten, da wir sonst wissen, was wir einkaufen wollen und uns ansonsten inspirieren lassen – gern von Sonderangeboten.
Wenn man wie ich wochenlang im Krankenhaus verbringt, hat man so einige Mitpatienten. Darunter waren mehrere, die sich mehr über ihre tierischen Hausgenossen als über ihre Leiden Gedanken machten. Da war einer, der zuhause Exoten wie Geckos hält. Da kann nicht mal einer so den Tierpfleger machen.
Veröffentlicht am: 07.10.2026
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