10.09.2026
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Das Foto oben könnte aus einem Werbeprospekt für angehende Pflegekräfte sein. Doch die Realität ist leider eine andere – sicherlich nicht nur in dem Klinikum, in dem ich noch immer liege. Hier würde wohl so gut wie gar nichts gehen, gäbe es hier nicht die vielen angehenden Mediziner, Pflegekräfte und Physeotherapeuten, die für ein lächerliches „Taschengeld“ ihr „freiwilliges“ soziales Jahr oder ein Praktikum machen.
Wie ja schon verkündet, befindet sich die Redaktion von genussmaenner.de in einer Universitätsklinik. Wo, das ist für meine Beobachtungen egal, denn ich gehe davon aus, dass die Zustände überall zumindest sehr ähnlich sind.
Nun war es soweit: Ich wurde an der Wirbelsäule operiert und somit einige Tage völlig außer Gefecht gesetzt. Nun – Achtung Wortspiel! – kann ich zumindest einig Zeit wieder sitzen. Es geht also weiter mit genussmaenner.de.
Als Kind, so mit 7, 8 Jahren zog es mich immer zum Schaufenster unseres Gemüsehändlers. Eigentlich mochte ich den Laden nicht, denn darin roch es immer modrig – zumindest in meiner Erinnerung. Damals gab es in Ost-Berlin Kartoffeln auf Marken und sie wurden lose verkauft.
Am Wochenende holten wir einen zuvor verschobenen Trip an die deutsch-polnische Neißemetropole Görlitz/Zgorzelec nach. Die in Folge des 2. Weltkrieges geteilte Stadt feierte sein jährliches Volksfest – und was für eines.
Die Preise für Benzin und Diesel sind seit Wochen – oder schon Monaten – exorbitant hoch. Es scheint, als ob sich daran auch in absehbarer Zeit nicht viel ändern wird. Alle regen sich auf, aber eher wie über einen verregneten Sommer als über einen existenzgefährdenden Trend.
Die Waschmaschine wäscht nicht mehr, das Auto will nicht mehr und das Bein bleibt einfach stehen – was tun? Der gerufene Waschmaschinenmonteur schüttelt vielsagend den Kopf und meint, die Reparatur kostet 500 Euro. In der Autowerkstatt hat man den Fehler schnell gefunden – der Kühler, Preis 3.000 Euro. Der Arzt meint, das Bein muss ab.
Viele Menschen arbeiten dafür, dass wir unser Leben lukullisch genießen können. Die einen machen das in ihren Werkstätten, andere in der Natur. Winzer arbeiten im Weinberg und im Weinkeller.
Nun will man die armen Kinder sogar im Land des Internets genau davor schützen. Gut, die Kinder können nächtelang in Opas Garage am nächten Milliarden-Dollar-Unternehmen basteln, sie können stundenlang in der Kirche oder auf dem Schießstand zubringen, aber bitte nicht im Internet surfen. Das ist gottlos, unamerikanisch und schadet den lieben Kleinen.
Gestern erlebte Cottbus eine ganz besondere Theaterpremiere. Auf dem Spielplan des „Lausitz Festival“ stand und steht noch bis zum 30. August „Hamlet“ in der Regie von Marcel Kohler.
Eines finde ich komisch, Demokraten, die ja die göttliche Herrschaft des Adels genau wie die von Diktatoren ablehnen, aber mit denen eines gemeinsam haben: Sie lieben Paläste, sie lieben Schlösser und Prunkbauten.
Kurz vor dem Ende der Schulferien in Berlin und Brandenburg sah ich im Fernsehen einen Beitrag über eine ausgezeichnete Schule. Man berichtete, dass es dort im klassischen Sinne keine Lehrer mehr gibt. Gleiches gilt für Klassenverbände, was zur Folge hat, dass es auch keine Klassenzimmer mehr gibt.
Hitze, überhitzte Städte, Hitzetote, aber auch Waldbrände, Waldumbau – das waren nur einige Themen, mit denen man das journalistische Sommerloch zu stopfen versuchte. Das ist nun gestopft. Die Temperaturen sind gefallen und – gaaaaanz wichtig!!!! – der Kanzler ist aus der Versenkung wieder aufgetaucht.
Gestern saß ich bei angenehmen Wetter im Garten und erfreute mich an all den Blumen, die eigentlich eine Bienenweide sein müssten. Ja, müssten, denn die Bienen machten sich rar. Das galt und gilt schon länger, dass auch die Hummeln durch Abwesenheit glänzen.
Ich bin nun wirklich kein großer Fan der USA, aber einige dort initiierte Feiertage sind wirklich super. Das gilt auf jeden Fall für den „Men’s Grooming Day 2026“, den „Tag der Männerpflege in den USA“.
Bisher musste ich mal hin und wieder in der Apotheke eine Zuzahlung leisten, auch mal für einen kurzen Krankenhausaufenthalt. Doch irgendwann stiegen diese Kosten mit zunehmenden gesundheitlichen Problemen. Das machte sich dann mehr und mehr im Geldbeutel bemerkbar.
Gestern sah ich eher zufällig einige mehr oder wenig herausgeputzte Jungen und Mädchen, begleitet von einigen Angehörigen. Oh „ABC-Schützen“ dachte ich eher mitfühlend. Wie viele pädagogische Versuche werden sie aushalten müssen, bis man sie in zehn oder mehr Jahren ins Leben entlässt?
Aktuell habe ich das jiddische Lied von Mordechai Gebirtig ständig im Ohr: Es brennt Brüder, es brennt Unser armes Städtchen brennt Böse Winde wehen reißen und blasen Die Flammen werden stärker Alles herum brennt Und Ihr steht und schaut herum – mit verschränkten Armen Und Ihr steht und schaut herum
Sonne satt und damit verbundene Temperaturen – gibt es ein besseres Sommerloch-Thema für uns Presseleute und für alle die, die sich berufen fühlen, dazu etwas zu sagen? Von tausenden Hitzetoten ist schnell die Rede, dabei gibt es keine Zahlen, wer wirklich der Hitze zum Opfer gefallen ist.
Wer mit Tomaten, Gurken, Radieschen und was es da noch so alles im Supermarkt gibt, aufwächst, bleibt leider ein Geschmacks-Analphabet. Das trifft auch auf Frischeprodukte wie Eier, Fleisch oder Fisch zu. Warum? Alles wurde produziert, muss massenkompatibel sein und man muss damit auch noch Geld verdienen können.
Veröffentlicht am: 10.09.2026
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